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Rebeuvelier ist ein ländlich geprägtes Dorf auf einem weiten Sattel nördlich des Mont Raimeux, etwa sieben Kilometer Luftlinie südöstlich von Delémont. Landschaft, Ortsgeschichte und verschiedene Wege prägen den Charakter des Ziels. So können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise auf die Höhenlandschaft, historische Bauwerke oder die Verbindung von Wald und Weideland legen.

Landschaft am Raimeux

Das Gebiet von Rebeuvelier bildet eine Geländemulde. Montchemin flankiert sie im Westen, Rosé und Moton im Norden; zwei Täler entwässern nach Norden. Im weiteren Umfeld steigt das Gelände am steilen Jurafaltenhang des Mont Raimeux bis zum 1.302 Meter hohen Gipfel an. Dieser war der höchste Punkt der ehemaligen Gemeinde und des Kantons Jura.

Eine Rundwanderung ab Rebeuvelier erreicht den Gipfel des Raimeux und bietet Ausblicke auf den Kanton Jura und die Weissensteinkette. Eine weitere markante Aussicht bietet Les Rochers du Midi: Von dort reicht der Blick auf das Tal von Delémont und die Schlucht, durch die die Birse fließt. Die Grotte de la Baume, auch Dos la Baume genannt, liegt als bemerkenswerter Naturstandort am Fuß des Raimeux-Massivs.

Bauwerke und Ortsgeschichte

Das Château de Raymontpierre liegt auf 1.000 Metern an den Hängen des Raimeux und ist von Wäldern umgeben. Zum Ensemble gehören ein Hauptgebäude mit rundem Turm, eine Kapelle mit nachgotischen Fenstern sowie eine Umfassungsmauer mit zwei rekonstruierten Ecktürmchen. Die Bauentscheidung fiel 1593: Georges Hugué beschloss mit Zustimmung von Christophe Blarer de Wartensee, Fürstbischof von Basel, den Bau des Schlosses. Die Höhenangaben setzen zwei unterschiedliche Bezugspunkte: Das Château liegt auf 1.000 Metern, der Raimeux-Gipfel erreicht 1.302 Meter.

Auch die Kirche und die Industriegeschichte geben Einblick in die Entwicklung des Ortes. Die Kirche wurde 1732 wiederaufgebaut, die Pfarrei Rebeuvelier 1763 wiedererrichtet. Am Ort La Verrerie wurde die ehemalige, „de Roches“ genannte Glashütte 1797 gegründet. Rebeuvelier-La-Verrerie war die erste Glasproduktionsstätte des 19. Jahrhunderts, die im Maßstab Mitteleuropas ausgegraben wurde. Bei den Ausgrabungen konzentrierten sich die Untersuchungen auf die Fertigungshalle und die hydraulische Mühle.

Rebeuvelier war bis Ende 2018 eine eigenständige politische Gemeinde im Distrikt Delémont des Kantons Jura. Am 1. Januar 2019 fusionierte es mit Courrendlin und Vellerat zur Gemeinde Courrendlin. Diese zeitliche Einordnung hilft, ältere Bezüge auf Rebeuvelier als Gemeinde von der heutigen Gemeindestruktur zu unterscheiden.

Wege und Aktivitäten

Der Tour de R'beutz verbindet die Ortsgeschichte mit einer sportlichen Tradition. Die Veranstaltung wurde 1985 erstmals organisiert und danach jährlich wiederholt. Zunächst war sie ausschließlich für Läufer vorgesehen; ab 1992 wurde sie auch für Mountainbiker geöffnet. Die Strecke verläuft über Wege und Pfade durch Wälder und Weidelandschaften. Der Rundweg Courrendlin–Montchemin–Rebeuvelier–Courrendlin führt ebenfalls durch Rebeuvelier.

Eine andere Form der Landschaftserkundung bietet der Barfußpfad in Rebeuvelier, der mit der Kneipp-Methode verbunden ist. Er gehört zum ersten Kneippzentrum der französischsprachigen Schweiz. Wer eine Pause im Wald einplant, findet Les Trois Sapins: Der Platz ist nicht überdacht und liegt an einem Waldweg in Richtung Courrendlin–Vicques. Diese Angebote unterscheiden sich deutlich von der Gipfelwanderung: Hier stehen Kneipp-Methode oder ein Picknickplatz im Wald im Vordergrund, dort der Aufstieg zum Raimeux und die Aussicht auf die umliegende Landschaft.

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