Die Felsklippe über der Birse prägt die Geschichte von Soyhières ebenso wie die Landschaft: Dort ließen die Grafen von Soyhières im 11. Jahrhundert das Château de Soyhières erbauen. Zugleich führen Wanderwege an Bach, Fluss, Teich und Aussichtspunkten vorbei. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts auf Kulturerbe, eine bestimmte Route oder beides legen – je nachdem, welche Entdeckungen Sie interessieren.
Wanderwege zwischen Birse, Tal und Aussichtspunkten
In der Gemeinde gibt es zahlreiche Wanderwege, doch ihre beschriebenen Ziele setzen unterschiedliche Akzente. Der markierte Sentier Auguste Quiquerez führt von Delémont nach Soyhières und ist etwa zehn Kilometer lang. Auf dem Rückweg lassen sich die Kapelle von Vorbourg und der Aussichtspunkt Béridier entdecken. Die Wanderung De Réselle en Réselle folgt dagegen einem Bach durch die Combe de Mettembert und verläuft oberhalb des Étang de la Réselle.
Auch der Sentier didactique führt zum Étang de la Réselle: Er verläuft entlang der Ufer der Birse, ist für alle zugänglich und vermittelt Wissen über die lokale Tier- und Pflanzenwelt sowie über Fische und ihre Lebensräume. Eine weitere Möglichkeit ist die Wanderung De la Birse au Roc de Courroux, die in Soyhières beginnt. Sie führt an einer Reihe felsiger Erhebungen vorbei, die am 802 Meter hohen Roc de Courroux gipfeln. Auf dem Rückweg geht es entlang der Birse nach Soyhières; der Vorbourg liegt dabei links oberhalb. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegverhältnisse dieser Route.
Château, Kirche und Maison Chappuis
Das Château de Soyhières verbindet die exponierte Lage über der Birse mit konkreten Einblicken in die Baugeschichte des Ortes. Zu ihm gehören ein Bergfried, ein großer Saal und ein Aussichtspunkt auf der Terrasse beziehungsweise Esplanade. Für Gruppen können Führungen auf Anfrage organisiert werden; auch Termine werden auf Anfrage angeboten. Klären Sie die Besuchsmodalitäten vor Ihrer Anreise.
Ein anderes Kapitel eröffnet die Maison Chappuis: Das Gebäude zeigt ländliche Barockarchitektur, gehört zum historischen Kulturerbe des Jura und ist das Geburtshaus von Mutter Marie de Sales Chappuis. Führungen vermitteln Aspekte der Vergangenheit und Gegenwart des Jura. Für Gruppen lassen sich Besuche von 45 bis 90 Minuten für bis zu 20 Personen organisieren – ein konkreter Zeitrahmen, wenn Sie einen Gruppenbesuch planen.
Die Église Saint-Étienne wurde von 1936 bis 1938 nach Plänen des Architekten Gustav Doppler erbaut. Sie bewahrt ein Kruzifix von François-Joseph Mertenat aus dem Jahr 1720 sowie Kreuzwegfiguren von 1733, die wahrscheinlich Conrad Berlinguer geschaffen hat. In der Crypte du Père Blanchard befindet sich das Grab von Jean-Pierre Blanchard, dem Pfarrer von Soyhières, der am 22. November 1824 starb. Auch die Chapelle Notre-Dame de Lourdes verdient einen eigenen Blick auf die Kunst: Sie ist mit sechs Glasfenstern von André Bréchet geschmückt.
Einblicke in Handwerk und lokale Angebote
Beim Moulin à huile de Soyhières können Besucher die Herstellungsschritte beobachten und traditionelle Techniken kennenlernen; auch Führungen werden angeboten. Da sich die Besuchsmodalitäten ändern können, empfiehlt es sich, sie vor der Anreise zu klären. Wer sich für Wein interessiert, findet im Domaine Blattner in Soyhières Weinproben und weitere Veranstaltungen. Zudem gibt es in Soyhières Kletterrouten. Diese Angebote ergänzen die Wanderungen um weitere mögliche Schwerpunkte, ohne dass Sie alle Aktivitäten in einen einzigen Tagesplan pressen müssen.
Anreise und Unterkunft planen
Soyhières ist von Delémont aus mit dem Bus erreichbar. Wenn Sie diese Verbindung für Ihre Anreise nutzen möchten, prüfen Sie den Fahrplan für Ihr Reisedatum. Bei der Wahl einer Ferienwohnung können Sie anschließend überlegen, ob Sie Ihre Zeit vor allem den Wanderwegen, den historischen Bauwerken oder den weiteren örtlichen Angeboten widmen möchten.
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