Vermes im Jura verbindet eine markante Landschaft mit Naturkunde und Kirchenkunst. Die Gabiare hat die Gorges du Tiergarten in Kalkstein eingeschnitten; der Ort liegt in einer Talweitung am Nordfuß des Mont Raimeux. Ein botanischer Lehrpfad, die Galerie Arche de Noé und die Église Saint-Pierre et Saint-Paul setzen unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt.
Landschaft und Ortsgeschichte
Das ehemalige Gemeindegebiet von Vermes umfasste das Becken der Gabiare, die Tiergartenschlucht und den Nordhang der Mont-Raimeux-Kette. Der Kamm der Kette erreicht an seinem höchsten Punkt innerhalb dieses früheren Gebiets 1.241 m ü. M. Seit dem 1. Januar 2013 gehört Vermes zur Gemeinde Val Terbi, die aus der Fusion von Vicques, Vermes und Montsevelier hervorging.
Kirche und Wandmalereien
Die Église Saint-Pierre et Saint-Paul de Vermes wurde 1723 auf den Grundlagen einer mittelalterlichen Kapelle errichtet. In ihr befindet sich ein Zyklus gotischer Wandmalereien vom Beginn des 15. Jahrhunderts, der Episoden aus dem Leben Jesu und der Jungfrau Maria darstellt. Bau und Bildzyklus gehören also nicht derselben Entstehungszeit an: Die Malereien sind älter als der Kirchenbau von 1723; dessen Grundlage ist eine mittelalterliche Kapelle. Die Schweizerische Eidgenossenschaft stuft die Kirche als historisches Denkmal ein.
Botanischer Lehrpfad und Wanderung
Der Sentier botanique Vermes ist ein ein Kilometer langer Lehrpfad mit zahlreichen Tafeln zur umgebenden Tier- und Pflanzenwelt. Er beginnt am Ortseingang von Vermes an der Straße aus Richtung Vicques und führt bis zur Weide Plain-Fayen. Dort bietet eine Waldhütte Rast- und Picknickmöglichkeiten; außerdem gibt es einen kleinen Kinderspielplatz mit Schaukeln.
Auch die Wanderung Le Tiergarten führt nach Vermes. Hinter der Kirche weist eine Wanderwegmarkierung auf den Beginn des Sentier botanique hin. Für Wandernde ist das ein konkreter Orientierungspunkt im Ortsbereich.
Galerie Arche de Noé
Am Eingang der Gorges of Vermes zeigt die Galerie Arche de Noé mehr als 3.000 präparierte Tiere in naturnah gestalteten Umgebungen. Wer sich für die Arbeit hinter den Präparaten interessiert, kann sie anhand eines kurzen Films oder durch ein Fenster in die Werkstatt kennenlernen. Die Galerie ist für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
Für die Themenwahl
Für die Themenwahl lohnt sich der Unterschied zwischen den beiden Naturkundeschwerpunkten: Der botanische Lehrpfad vermittelt Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt der Umgebung, während die Galerie präparierte Tiere zeigt und die Arbeit des Präparators vorstellt. Die Kirche setzt dazu einen kulturhistorischen Kontrast mit ihrem Bau auf mittelalterlichen Grundlagen und dem gotischen Bildzyklus. So können Sie entscheiden, ob Landschaft, Naturkunde oder Kirchenkunst für Ihren Aufenthalt den Ausschlag geben soll.
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