Le Bémont verbindet die Hochfläche des Plateaujuras mit einer langen Kulturgeschichte: Im Gemeindegebiet liegen Teile des Naturschutzgebiets Étang de la Gruère, dazu kommen die Chapelle de La Bosse, eine alte Scheune und Angebote zu Pferd. So können Sie Moorlandschaft, historische Bauwerke und Aktivitäten als unterschiedliche Schwerpunkte Ihrer Reise betrachten.
Landschaft und Wege rund um Le Bémont
Le Bémont ist eine politische Gemeinde im Distrikt Franches-Montagnes des Kantons Jura in der Schweiz. Ihr Gebiet umfasst einen Abschnitt der leicht gewellten Hochfläche des Plateaujuras: Moorige Senken, aus denen das Wasser meist nicht oberirdisch abfließt, wechseln sich mit Kalksteinkuppen und ausgedehnten Weidegebieten ab. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt nahe den Höfen von Les Rouges-Terres auf 1.075 m ü. M. Zur Orientierung: Le Bémont liegt 1,5 km Luftlinie nordöstlich von Saignelégier, dem Bezirkshauptort.
Das Naturschutzgebiet Étang de la Gruère von nationaler Bedeutung erstreckt sich teilweise über das Gemeindegebiet. Das Hochmoor im Schutzgebiet umfasst 56 Hektar; seine Torfschicht ist bis zu neun Meter dick und hat sich über 12.000 Jahre angesammelt. Der Rundweg um den Étang de la Gruère ist 2,8 km lang und dauert zu Fuß knapp eine Stunde. Die Wegbedingungen können saisonal variieren.
Eine weitere Wanderroute führt durch den Weiler La Bosse, an dessen Kapelle vorbei und anschließend über eine Wiese. Die Bedingungen auf den Wegen können sich ändern; prüfen Sie sie vor der Tour. Ein kurzer Spaziergang führt zum Bahnhof Le Bémont zurück. Bahnverbindungen sollten Sie separat prüfen.
Kapellen und ländliche Baugeschichte
Die Chapelle de La Bosse wurde 1719 erbaut, 1897 renoviert und 1898 eingeweiht. In der Kapelle befindet sich eine Madonna mit Kind, die auf das späte 17. Jahrhundert datiert wird. 1975 wurde die Chapelle restauriert und unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt.
Am Bas-de-la-Fin steht eine bemerkenswert gut erhaltene alte Scheune. An ihr finden sich die Initialen „Clos-Morel“ und das Datum 1746 – ein weiteres konkretes Detail zur ländlichen Baukultur des Ortes.
Auch das Oratoire Morel ist mit einer religiösen Tradition verbunden: Jeden Sonntag im Mai betet die ländliche Gemeinschaft der Rouges-Terres bei Einbruch der Dämmerung dort den Rosenkranz. Wenn Sie Ihren Besuch gezielt daran ausrichten möchten, bestätigen Sie den Termin vor Ort.
Ausritte, Kutschen und Schlitten
Christophe und Aurélien Beuret bieten Ausritte durch die Weidelandschaften ab La Bosse für alle Niveaus an. Außerdem gehören Ausflüge mit Pferdekutschen oder Schlitten zu ihrem Angebot. Bei der Ferme der Familie Rais gibt es begleitete Ausritte für alle Niveaus und Pferdekutschenausflüge, darunter Kutschfahrten mit Fondue. Für die Angebote der Familie Rais sollten Sie die aktuelle Verfügbarkeit prüfen; Reservierungsanforderungen können sich ändern.
Damit stehen unterschiedliche Arten, die Gegend zu erkunden, zur Wahl: eine kurze Runde zu Fuß, ein Ausritt ab La Bosse oder eine Fahrt mit Pferdekutsche beziehungsweise Schlitten. Welche Variante Ihren Aufenthalt prägt, hängt davon ab, ob Sie den Schwerpunkt auf Moorwege, Baugeschichte oder ein Pferdeangebot legen.
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