Muriaux liegt auf 947 m ü. M., etwa 2 km südwestlich von Saignelégier, auf der Jurahochfläche der Franches-Montagnes und östlich des tief eingeschnittenen Tals des Doubs. Das Gemeindegebiet umfasst eine leicht gewellte Hochfläche des Plateaujuras mit moorigen, meist oberirdisch abflusslosen Senken, Kalksteinkuppen, ausgedehnten Juraweiden, großen Fichten und dazwischenliegenden Waldgebieten. Auch das kantonal geschützte Naturgebiet «vallée du Doubs» umfasst Muriaux.
Felslandschaft und Wanderwege
Die Rochers des Sommêtres bilden eine Felskette, die bis auf 1.079 m Höhe reicht. Vom Gipfel bietet sich ein beeindruckender Aussichtspunkt; die Felsen werden auch zum Klettern genutzt. Von den Dörfern Muriaux aus ist der Sentier des Sommêtres über einen gelb markierten Wanderweg in Richtung Le Noirmont erreichbar. Der Zugang ist nur zu Fuß möglich: Der Weg ist steil und weist teilweise direkt in den Fels gehauene Treppen auf. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Bedingungen, da sich die Geländebedingungen saisonal ändern können.
Pferde im Le Roselet
Im Le Roselet befindet sich die Fondation pour le cheval. Sie können frei durch die Station spazieren oder an einer Führung teilnehmen. Auch zu Fuß durch die Weiden können Sie gehen. Im Le Roselet finden etwa 60 Pferde, Ponys und Esel ein Zuhause, das ihre natürlichen Bedürfnisse berücksichtigt. Dazu gehören Freiberger aus eigener Zucht. So stehen für Ihren Besuch zwei verschiedene Möglichkeiten im Vordergrund: ein freier Rundgang durch die Station oder eine Führung, ergänzt durch den Weg durch die Weiden.
Höhlen und Andacht
Die Grotte des Creuses nahe der Combe de la Rochette diente den Einwohnern von Muriaux während des Durchzugs schwedischer Truppen im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) als Zuflucht. Die Höhle erinnert damit an eine konkrete Episode der Ortsgeschichte: Sie bot den Bewohnern während dieser Kriegszeit Schutz.
In der Grotte de Muriaux befinden sich eine emaillierte Gusseisenstatue von Notre-Dame de Lourdes aus Einsiedeln sowie eine Steinfigur der Sainte Bernadette, die seit 1961 dort steht und in Einsiedeln bestellt wurde. In der Grotte werden Mariengebete und die Rogationen gefeiert. Die beiden Höhlen stehen somit für unterschiedliche Aspekte Muriaux’: die Grotte des Creuses für eine historische Zuflucht, die Grotte de Muriaux für religiöse Zeichen und Gebete.
Wasser und Mühlengeschichte
Am Rand des Weges zur Source de la Rochette fließt das Wasser; stellenweise stürzt es hinab. Spaziergänger können die Source de la Rochette nahe dem Restaurant du Theusseret sehen. Der Wasserlauf an der Source trieb sehr lange das Rad einer Mühle an. Joseph Bilat, der letzte Müller, gab seine Tätigkeit und das Gebäude um 1850 auf. Hier lassen sich also ein sichtbarer Wasserlauf und eine Geschichte früherer Nutzung zusammen betrachten.
Kapelle und lokale Überlieferungen
In der Chapelle du Peuchapatte geben Informationsblätter auf der hintersten Kirchenbank Auskunft über das Heiligtum, die Glasfenster und die Ausstattung. Während der Sommermonate werden in der Kapelle Messen gefeiert. Für Ihre Planung ist dabei der saisonale Bezug wichtig: Die Messen finden in den Sommermonaten statt.
Von Muriaux aus können Sie in Richtung La Deute zum Trou des Voleurs aufbrechen. Damit verbunden ist die Erzählung, dass Plünderer in der Grotte de la Baumatte Zuflucht fanden. Die Gemeindegrenze verläuft entlang des Felsgrats Arête des Sommêtres, auf dem die Ruine Spiegelberg steht. In Muriaux ist auch die Fondation Oscar & Janine Wiggli mit Skulpturen verbunden.
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