Ein Laufwasserkraftwerk an der Kleinen Emme, eine elf Meter hohe Hahnplastik und beschilderte Wege prägen unterschiedliche Seiten Littaus. Das Spektrum reicht von der Geschichte der Stromversorgung über Ortskunst bis zu Natur- und Geschichtspfaden – eine gute Grundlage, um den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bewusst zu wählen.
Kraftwerk, Brücke und Littauer Geschichte
Das Kraftwerk Thorenberg ist ein Laufwasserkraftwerk an der Kleinen Emme im Gebiet des Luzerner Stadtteils Littau. Es wurde 1886 in Betrieb genommen und gilt als erstes Wechselstromkraftwerk der Schweiz, das ein Stromnetz mit Mittel- und Niederspannungsebene versorgte. Damit lässt sich an einem konkreten Bauwerk sowohl die Geschichte der Stromversorgung als auch der Bezug zum Fluss einordnen. An der Fischtreppe bietet ein begehbarer Gitterboden die Möglichkeit, einzelne Fische zu beobachten.
Auf der Thorenbergbrücke befindet sich der „Wächter am Thorenberg“, eine elf Meter hohe Hahnplastik. Sie entstand im Rahmen eines Wettbewerbs von 1958 für eine Plastik auf der neu errichteten Brücke und wurde 1961 eingeweiht. Die Plastik stellt einen Hahn dar, der von einem Kirchturm genommen wurde. Das fertige Werk wiegt rund 60 Tonnen. Baugeschichte, Einweihungsjahr und Maße geben der Skulptur mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Blick auf Littau.
Auch die Pfarrkirche St. Theodul verbindet Architektur und Ortslage. Sie steht an der Hangkante, die das Ortszentrum von Littau vom Tal der Kleinen Emme trennt. Otto Dreyer entwarf die Kirche, die 1938 und 1939 errichtet wurde. Im Inneren fällt indirektes Licht durch die Turmfenster auf den ansonsten fensterlosen Westabschluss. So gehören zu ihrer Beschreibung nicht nur Bauzeit und Architekt, sondern auch eine besondere Lichtführung im Kirchenraum.
Ein weiterer historischer Bezug reicht ins Jahr 1839 zurück: Im März wurde in Littau ein erster Probestollen errichtet, der später während der Abbauzeit als Sprengstoffdepot diente. Der Stollen gehört damit zu den überlieferten Stationen der lokalen Geschichte neben den Bauwerken und der Kunst am Thorenberg.
Lehrpfad, Rundweg und Etappenroute
Der historische Lehrpfad „Littauer Geschichte“ ist 2,5 Kilometer lang, umfasst neun Informationstafeln und ist kostenlos sowie ganzjährig geöffnet. Zu seinen Stationen gehören die Littauer Kirche, der Littauer Friedhof, Schloss Thorenberg und die Thorenbergbrücke. Die benannten Stationen machen Ortsgeschichte und Bauwerke zu den zentralen Themen dieses Weges.
Der Naturpfad Roterwald setzt einen anderen Schwerpunkt: Als Rundweg führt er an Informationstafeln zu Landschaft, Geologie und Waldrand vorbei. Während der Lehrpfad Ortsgeschichte anhand seiner Stationen aufgreift, richten die Tafeln im Roterwald den Blick auf Natur und Landschaft. Sie können damit zwischen unterschiedlichen Themen und Wegformen wählen, ohne beide Pfade mit demselben Schwerpunkt zu verbinden.
Eine Etappenroute bietet der Emmenuferweg. Seine vierte und letzte Etappe führt von Malters über Littau nach Emmenbrücke. Außerdem verläuft der Emmenuferweg unmittelbar an allen BLS-Stationen der Strecke Luzern–Schüpfheim. Die genannten Orte und Stationen geben Orientierung für den Verlauf, während der Lehrpfad und der Roterwald-Rundweg jeweils eigene Wegformen beschreiben.
Einblick in die Kaffeerösterei
Bei der Röstereibesichtigung der Hochstrasser Kaffee AG erfahren Besucher mehr über die Produktionsabläufe und die Schritte zum Rösten hochwertigen Kaffees. Für die Besichtigung ist eine Anmeldung im Voraus erforderlich. Im Anschluss besteht im Kaffeekompetenzcenter der Hochstrasser Kaffee AG die Möglichkeit, frischen Kaffee zu kaufen. Dieser Programmpunkt lässt sich daher anders planen als der ganzjährig geöffnete historische Lehrpfad: Die Voranmeldung sollten Sie vor dem Besuch erledigen.
Den Aufenthalt passend planen
Wenn Sie eine Ferienwohnung in Littau suchen, kann der gewünschte Schwerpunkt ein erster Maßstab sein: Technik- und Ortsgeschichte, Naturwege oder ein angemeldeter Einblick in die Kaffeerösterei. Die Bedingungen unterscheiden sich konkret: Der Lehrpfad ist kostenlos und ganzjährig geöffnet, für die Röstereibesichtigung ist eine Voranmeldung erforderlich. So können Sie diese Programmpunkte bei der Planung Ihres Aufenthalts unterschiedlich gewichten.
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