In Wikon lässt sich ein Aufenthalt zwischen der mittelalterlichen Marienburg, Wegen durch Wälder und Wiesen und mehreren Kulturorten ausrichten. Die Aussichtsterrasse und der Burghügel setzen einen landschaftlichen Schwerpunkt; Spycher, Bruder-Klausen-Kirche und Erlebnisbahnhof eröffnen andere historische und kulturelle Zugänge. Für Ihre Planung ist entscheidend, ob Sie die Aussicht, eine Wanderung oder einen bestimmten Kulturtermin in den Mittelpunkt stellen.
Marienburg: Burg, Geschichte und Aussicht
Das Schloss Marienburg ist zu einem Erkennungszeichen der Gemeinde geworden. Als mittelalterliche Burganlage gehört es zu einer archäologischen Schutzzone. Die Marienburg geht auf das Schloss Wikon zurück, dessen Ursprung ins 12. Jahrhundert reicht. Erhalten sind der Hauptturm sowie Reste der alten Kapelle und des Palas. Die Burggeschichte und die spätere Geschichte des Instituts Marienburg sind dabei zwei verschiedene Kapitel des Ortes.
Die öffentliche Aussichtsterrasse des Schlosses bietet einen Blick über das Wiggertal; bei geeignetem Wetter reicht die Sicht bis zur Alpenkette. Der ausgeschilderte Wanderweg beginnt an der Haltestelle Wikon, Schlossberg, und führt in 20 Minuten bergauf zur Burg Marienburg. Auch die ViaGottardo verläuft unterhalb des Burghügels. Da sich die Wegbedingungen saisonal ändern können, prüfen Sie diese vor dem Aufbruch.
Wanderwege und geschützte Landschaft
Insgesamt verfügt Wikon über 16,2 Kilometer offizielle Wanderwege durch gepflegte Wälder und Wiesen. Wer einen Ausflug nach Landschaftsmerkmalen auswählt, kann unterschiedliche geschützte Gebiete in den Blick nehmen: Die Naturschutzzone Hohwacht umfasst eine exponierte Kuppe mit extensiver Wiese, während Chrummächerli eine Waldlichtung mit extensiver Wiese umfasst. In der Schutzzone Bachtale liegt ein Orchideenstandort. So stehen Kuppe, Waldlichtung und Orchideenstandort als klar unterscheidbare Naturthemen nebeneinander, ohne dass sie zu einer einzelnen Wanderroute zusammengefasst werden müssen.
Waldspielplatz für Picknick und Grillieren
Am Waldrand oberhalb der Schule und der katholischen Kirche liegt der Waldspielplatz Wikon, ein Spiel- und Grillplatz. Familien können dort picknicken; Holz zum Grillieren steht vor Ort bereit. Für den Besuch sollen Sie den Parkplatz beim Schulhaus benutzen. Das Befahren des Waldspielplatzes mit motorisierten Fahrzeugen ist untersagt.
Kulturorte und Ortsgeschichte
Der Spycher wurde 2006 anlässlich der 750-Jahr-Feier des Dorfes renoviert und ist ein Vermächtnis des verstorbenen Rudolf Lanz. Die Kulturgruppe Wikon veranstaltet dort pro Jahr vier kulturelle Anlässe. Damit bietet der Spycher einen eigenen kulturellen Bezugspunkt neben der Bau- und Institutionsgeschichte der Marienburg.
Das Erziehungs- und Missionsinstitut Marienburg eröffnete die Benediktinerschwester Gertrud Leupi 1891. Die Schwesternschaft bereitete dort bis 2003 junge Frauen auf das Berufs- und Familienleben vor. Der Erweiterungsbau des Instituts entstand von 1970 bis 1972. Diese Zeitangaben unterscheiden die Eröffnung des Instituts, seine spätere Tätigkeit und den Bauabschnitt voneinander.
Die Bruder-Klausen-Kirche ist ein moderner Kirchenbau mit offenem Kirchturm nach Plänen des Architekten Hermann Bauer. Sie ist rollstuhlgängig; bei der Kirche sind Parkplätze vorhanden. Für Trauungen und Konzerte nimmt die Kirche Anfragen entgegen. Das Hochstudhus Sager an der Oberdorfstrasse 2 ist als kantonal geschütztes Kulturobjekt verzeichnet.
Der Erlebnisbahnhof Brittnau-Wikon befindet sich im ehemaligen Bahnhofsgebäude des Bahnhofs Brittnau-Wikon an der Eisenbahnlinie Olten–Luzern. Bei Führungen wird das elektromechanische Stationsstellwerk Brittnau-Wikon demonstriert; eine Führung muss vereinbart werden. So unterscheiden sich die Kulturangebote auch in ihrer Planung: Während Spycher-Anlässe pro Jahr stattfinden, ist für die Demonstration im Erlebnisbahnhof eine Absprache erforderlich.
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