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Schloss, Kirchen und Wald eröffnen in Peseux NE unterschiedliche Schwerpunkte: Baugeschichte und lokale Überlieferung stehen der Zeit draußen und den Themen des Waldes gegenüber. So können Sie den Aufenthalt an Ihren Interessen ausrichten – mit Renaissance- und Sakralarchitektur oder mit Spaziergängen und einem thematischen Waldpfad. Peseux ist eine Ortschaft im Kanton Neuenburg in der Schweiz. Die ehemalige Gemeinde lag nahe Neuchâtel an der Straße ins Val-de-Travers.

Schloss, Park und altes Dorf

Das Château de Peseux ist eine imposante Renaissance-Residenz mit einem sechseckigen Turm und gilt als ältestes Schloss im Neuenburger Umland. Im öffentlichen Park des Château befindet sich ein restaurierter alter Brunnen aus dem Jahr 1772. Der Turm ist ein markantes Architekturmerkmal, der Brunnen ein datierter Bezugspunkt aus dem 18. Jahrhundert. Auch das alte Dorf von Peseux ist einen Abstecher wert. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann diese kulturellen Anhaltspunkte neben den Waldangeboten als eigenen Schwerpunkt für den Aufenthalt betrachten.

Spaziergänge und Stationen im Wald

Die Forêt de Peseux bietet Möglichkeiten für Spaziergänge zu Fuß und umfasst einen Parcours Vita. Der Sentier forestier de Peseux setzt einen anderen Akzent: Über rund fünfzehn Stationen vermittelt er Informationen, Erlebnisse und Spiele zu den Besonderheiten des Waldes. Damit stehen unterschiedliche Interessen im Vordergrund: ein Spaziergang oder der Parcours Vita einerseits, ein thematischer Pfad mit Wissens- und Spielelementen andererseits. Die Wälder am unteren Ende des Val-de-Ruz bedeckten etwa zwei Drittel des ehemaligen Gemeindegebiets von Peseux. Diese historische Landschaftsperspektive ergänzt die beschriebenen Waldaktivitäten um einen Blick auf die frühere Ausdehnung der Wälder.

Kirchen und verschiedene Bauphasen

Der Temple de Peseux wurde 1627 bis 1635 errichtet und 1871 bis 1872 im damals verbreiteten neugotischen Stil nahezu vollständig wiederaufgebaut. Im Temple befinden sich Glasmalereien von Charles L’Eplattenier aus den Jahren 1933 und 1939 sowie von Etienne Tach aus dem Jahr 1963. Errichtung, Wiederaufbau und spätere Glasmalereien verweisen auf unterschiedliche Abschnitte der Bau- und Ausstattungsgeschichte.

Die katholische Kirche von Peseux ist ein bedeutendes Beispiel für die Sakralarchitektur der 1950er-Jahre. Entworfen und gebaut wurde sie von den Neuenburger Architekten Beate und Maurice Billeter. Weitere Merkmale sind zeitlich später angesetzt: Der Glockenturm stammt aus dem Jahr 1955, die Glasmalereien von Coghuf aus dem Jahr 1970 und die Orgel aus dem Jahr 1972. Im Vergleich zum Temple ergibt sich ein anderer architektonischer Zeitbezug; die Datierungen der jeweiligen Bauwerke und Ausstattungsdetails helfen, diese Unterschiede einzuordnen.

Überlieferungen und praktische Orientierung

Die erste Erwähnung von Peseux stammt aus dem Jahr 1195; diese Angabe beruht auf einer Kopie eines früheren Dokuments aus dem 15. Jahrhundert. Eine weitere Erwähnung stammt aus dem Jahr 1278. Auch der Beiname der Einwohner, „Subiéreux“, gehört zur lokalen Überlieferung. Die Form „Subierey de Peseu“ ist im ersten Patoistext des Kantons Neuenburg belegt, einer Sammlung von Sammelübernamen aus dem Jahr 1625. Diese Sprachspur eröffnet einen anderen historischen Zugang als die datierten Bauphasen der Schlösser und Kirchen.

Peseux ist sowohl im Osten als auch im Westen gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Für die Standortwahl können Sie außerdem überlegen, ob Baugeschichte oder die Waldangebote für Ihren Aufenthalt wichtiger sind. So lässt sich die Suche nach einem Hotel mit dem Schwerpunkt verbinden, den Sie in Peseux setzen möchten.

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