Steinach am Bodensee lässt sich über mehrere unterschiedliche Themen entdecken: historische Hafenanlagen, Bau- und Kirchengeschichte, den Badeplatz am See und Wege mit Kultur- oder Astronomiebezug.
Auch der Fluss Steinach gehört zur Ortsgeografie: Bei Schöntal in der Gemeinde Steinach ist er ein südlicher Zufluss des Bodensees.
Hafen und Baugeschichte
Der Alte Hafen von Steinach besteht aus sehr gut erhaltenen spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Hafenanlagen, den sogenannten Stellinen. Im Kanton St. Gallen ist diese Anlage einzigartig und ein wichtiger Zeuge der Handelsgeschichte. Burg Steinach setzt einen anderen historischen Akzent: Die konservierte Burgruine stammt aus dem späten 12. Jahrhundert und war der Sitz der Herren von Steinach.
Das Gredhaus wurde um 1473 erbaut und diente historisch als Getreide- und Salzlager. Während die Burg mit den Herren von Steinach verbunden ist, erzählt das Gredhaus von der Lagerung wichtiger Waren. Auch die Jakobuskirche bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für die Ortsgeschichte. Sie steht seit 1953 unter Bundesschutz; eine Freske von Franz Ludwig Herrmann zeigt Nikolaus als Helfenden in Seenot. Am 15. Juli 1742 beschlossen die Einwohner, ihr bescheidenes Gotteshaus durch ein größeres und schöneres zu ersetzen, und beauftragten den Baumeister Jakob Grubenmann mit dem Neubau.
Badeplatz und Uferwege
Das Seebad Steinach ist ein familienfreundlicher Badeplatz. Es verfügt über ein sanft renoviertes, original erhaltenes Badehaus und eine großzügige Liegewiese. Zum Bodensee führt eine Treppe mit Geländer; das Baden erfolgt auf eigene Verantwortung. Umkleideräume mit Schließfächern gegen ein Depot von 2 Franken, WCs und Duschen gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Sie erreichen das Seebad mit dem Bus bis Steinach Post oder mit dem Zug bis Steinach; von dort sind es wenige Minuten zu Fuß. Der Badeplatz liegt direkt am Bodensee-Veloweg und an der Inline-Skating-Route. Damit lässt sich die Frage nach einem Badestopp mit der Wahl zwischen Radfahren und Inline-Skating verbinden, ohne dass dafür ein eigenes Ausflugsziel vorausgesetzt werden muss.
Zwei Wege, zwei Themen
Der Gallusweg startet in Arbon und führt am Bodensee entlang bis nach Steinach. Er folgt den Spuren des irischen Mönchs Gallus, der im Jahr 612 von Arbon nach St. Gallen kam und dort seine Eremitenzelle gründete. So verbindet der Weg den Uferverlauf mit einer konkreten historischen Erzählung. Für die Rückfahrt von Steinach nach St. Gallen kommen die Bahn oder direkte Postautokurse infrage; prüfen Sie die Verbindungen vor der Reise.
Eine andere thematische Wahl ist der Planetenweg St. Gallen–Steinach. Er führt über Feldwege nach Mörschwil und Obersteinach; unterwegs stehen Modelle von Jupiter, Saturn und weiteren Planeten bis Pluto. Der Maßstab macht die Dimensionen des Weltraums anschaulich: Jeder Meter auf dem Weg entspricht einer Reise von einer Million Kilometern im Weltraum. Die Wege unterscheiden sich damit vor allem in ihrem Thema: Beim Gallusweg stehen Gallus und der Bodensee im Mittelpunkt, beim Planetenweg die Modelle und der Maßstab des Sonnensystems.
Weitere Reiseziele entdecken: Mörschwil, Thal, Rorschach, Rorschacherberg, Goldach.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rorschach.