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Im Kanton St. Gallen treffen Kulturerbe und sehr unterschiedliche Landschaften aufeinander. In der Stadt St. Gallen führt der Stiftsbezirk in die Geschichte eines bedeutenden Klosterensembles; im Kanton reicht die Natur von den Ufern am Bodensee und Zürichsee über die hügeligen Voralpen bis zu Hochgebirgszügen im Grenzgebiet zu Graubünden und Glarus. Diese Spannweite gibt einer Reise verschiedene Schwerpunkte: Stadtgeschichte, Museen und Wege in die Landschaft.

Stiftsbezirk und textile Geschichte

Zum Ensemble der Stiftsabtei St. Gallen gehören die heutige barocke Kathedrale und die Stiftsbibliothek. Die Abtei bewahrt irische Handschriften des 7. und 8. Jahrhunderts, illuminierte Handschriften der St. Galler Schule sowie den Grundriss der karolingischen Klosteranlage. So begegnen Ihnen im Stiftsbezirk sowohl Baugeschichte als auch eine reiche schriftliche Überlieferung.

Eine andere Spur der Regionalgeschichte verfolgt das Textilmuseum St. Gallen. Dort geht es darum, wie die Ostschweiz die Modewelt des 19. Jahrhunderts prägte; außerdem wird das Sticken an einer Handstickmaschine von 1890 demonstriert. Das open art museum setzt einen eigenen Akzent: Es ist auf schweizerische Outsider Art, Art Brut und Naive Kunst spezialisiert und bewahrt rund 30.000 Werke.

Im Kunstmuseum St. Gallen umfasst die Dauerausstellung Gemälde und Skulpturen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Daneben stehen Wechselausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Die LOK, der zweite Standort des Museums, dient als Kulturlabor für zeitgenössische Kunst. Sammlung, wechselndes Ausstellungsprogramm und Kulturlabor eröffnen damit unterschiedliche Zugänge zur Kunst. Auch die Lokremise ist ein kulturhistorischer Ort: Zusammen mit dem Badhaus von 1902 und dem Wasserturm von 1906 von Robert Maillart bildet sie ein Industriedenkmal von nationaler Bedeutung. Das Alte Bad Pfäfers gilt als ältestes Barockbad der Schweiz.

Seen, Voralpen und Sardona

Der Kanton liegt in der Ostschweiz und unweit des Bodensees. Zu seinen Landschaften zählen auch Gebiete am Zürichsee, hügelige Voralpen und Hochgebirgszüge an den Grenzen zu Graubünden und Glarus. Berggipfel und Aussichtspunkte stehen neben Seen, Wasserfällen, geologischen Besonderheiten und Biotopen. Die Tektonikarena Sardona erstreckt sich über die Kantone Glarus, St. Gallen und Graubünden; ihre geologischen Besonderheiten lassen sich unmittelbar erleben und verstehen.

Auch die Aktivitäten spiegeln diese Bandbreite. Der Bodensee bietet im Kanton St. Gallen Möglichkeiten für verschiedene Wassersportarten. Ein weit verzweigtes, gut markiertes Netz von Wanderwegen und Radrouten durchzieht den Kanton. Beim Wandern reicht die Auswahl von Spaziergängen an Seen und durch die Voralpen bis in hochalpine Gebiete; außerdem führen mehrere Fernwanderwege durch die Region. Für konkrete Touren lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Routenverlauf, denn Bedingungen können sich lokal ändern.

Wanderung oder Wintersport am Pizol

Am Pizol lässt sich eine saisonale Wahl besonders deutlich erkennen. Im Süden des Kantons gehört er zu den bekannten Skigebieten; die Betriebsdetails sind saisonabhängig. In einer anderen Saison führt die 5-Seen-Wanderung an fünf Bergseen vorbei und bietet Einblicke in das UNESCO-Weltnaturerbe Sardona. Auch bei dieser Route sind Weg- und Liftbedingungen saisonabhängig. So verbindet der Pizol alpine Naturerlebnisse mit unterschiedlichen Aktivitäten, ohne dass beide zugleich verfügbar sein müssen.

Für die Reiseplanung bietet der Kanton außerdem eine grobe Orientierung zur Lage: Er liegt an den europäischen Nord-Süd- und Ost-West-Achsen von Schiene und Straße. Wenn Sie ein Hotel in Sankt Gallen suchen, können Sie zunächst überlegen, ob für Ihre Reise eher der Stiftsbezirk und die Museen oder Wanderwege, Seen und Berglandschaften im Mittelpunkt stehen sollen.

Weitere Reiseziele entdecken: Werdenberg, Toggenburg, Sankt Gallen, Sarganserland, See-Gaster, Rheintal, Rorschach, Wil.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schweiz.

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