Im Toggenburg bekommt Klang eine eigene Route: Der Klangweg führt von der Alp Sellamatt über Iltios nach Oberdorf. Entlang des Weges stehen insgesamt 27 Stationen renommierter Schweizer und internationaler Klangkünstler. So treffen Wanderung und Klangkunst aufeinander, ohne dass der Weg auf eine einzelne Sehenswürdigkeit beschränkt ist.
Die Landschaft zwischen den Churfirsten und dem Alpstein bildet ein natürliches Mosaik aus Hügeln, Gipfeln, Ebenen und Tälern. Der Wahlkreis Toggenburg ist seit dem 1. Januar 2003 eine Verwaltungseinheit des Kantons St. Gallen. Er umfasst 488,59 km² und reicht über Höhenlagen von 521 bis 2502 Metern über Meer. Diese Spannweite gibt den Rahmen für sehr unterschiedliche Landschaftsbilder und Erlebnisse.
Klang erleben und Kultur entdecken
Die Klangwelt Toggenburg setzt mehrere Akzente. In den oberen Stockwerken bildet sie ein Erlebnishaus, in dem Ausprobieren und Experimentieren ausdrücklich erwünscht sind. Der Klangdom eröffnet mit moderner Audiotechnologie Einblicke in dreidimensional aufbereitete Natur- und Lautsphären. Im Resonanzzentrum Peter Roth vermittelt eine sinnlich-audiovisuelle Inszenierung Einblicke in die Klangwelt Toggenburg, das Klanghaus und Peter Roths Philosophie, Wirken und Denken. Auch Resonanz, Natur und Kultur gehören zu den Themen. Im Erdgeschoss wird das Kunsthandwerk des Schmiedens von Schellen vermittelt.
Für den Klangweg ist eine Strecke von 2,5 Kilometern mit einer ungefähren Dauer von 1,5 Stunden als rollstuhlgerecht ausgewiesen. Von Wildhaus und Alt St. Johann aus ist er mit der Bergbahn erreichbar; deren Fahrpläne sind saisonabhängig. Ein Blick auf den Fahrplan vor dem Besuch hilft bei der Planung.
Weitere Einblicke in die Region bietet das Toggenburger Museum, ein Regionalmuseum zur Kultur und Geschichte des Toggenburgs. In der Erlebniswelt Toggenburg steht Europas grösste Hobby-Eisenbahnanlage in Spur 0 und im Massstab 1:45. Hinzu kommt eine Oldtimer-Motorradsammlung. Die unterschiedlichen Häuser und Ausstellungen setzen jeweils eigene Schwerpunkte – von regionaler Geschichte und Handwerk bis zu Technik und Klang.
Wanderwege zwischen Hochmoor und Gipfeln
Die Ferienregion Toggenburg verfügt über mehrere hundert Kilometer Wanderwege. Die Auswahl reicht von leichten Wegen bis zu alpinen Touren; darunter sind Wege am Wasser, an den Churfirsten und durch Hochmoore. Für die Orientierung lohnt es sich, zuerst auf die Landschaft und den gewünschten Anspruch zu schauen: Die genannten Wege führen nicht alle durch dasselbe Gelände.
Ein besonderes Naturthema ist das Hochmoor auf der Wolzenalp. Dort wachsen unter anderem Orchideen, Sonnentau, Enzian, Sumpfherzblatt und Breitblättriges Wollgras; ihre Sichtbarkeit variiert je nach Jahreszeit. Die Wanderung zum Moor beginnt bei der Bergstation der Seilbahn auf die Wolzenalp. Einen anderen Blick auf den Toggenburger Wald bietet der Baumwipfelpfad Neckertal: Er führt auf 500 Metern durch die Baumkronen. Seine Aussichtsplattform erreicht eine Höhe von 55 Metern, und der Pfad ist ganzjährig begehbar. Der Neckiweg wiederum führt über Wiesen und durch Wälder, über Brücken und Stege sowie an Bachläufen und Stromschnellen vorbei zu besonderen Plätzen im Neckertal.
Auch Wasser prägt einzelne Ausflugsziele. Der Schönenbodensee liegt in einer geschützten Moorlandschaft. Seit 1930 gibt es dort eine Badeanstalt mit grossem Steg; ausserdem werden Pedalos vermietet. Saisonale Angebote können variieren. Die Thurwasserfälle liegen etwa zehn Gehminuten vom Dorfzentrum Unterwasser entfernt. Drei Felsgalerien können mit rutschfestem Schuhwerk betreten werden; nach Wetterereignissen können die Bedingungen variieren.
Architektur, Brauchtum und regionale Küche
Im Toggenburg gehören gelebtes Brauchtum, Klang, Handwerk, das Senntum und kulinarische Traditionen zum Alltag. Käsespezialitäten zählen ebenfalls zur regionalen Kultur. Im Chäserrugg-Gebiet wird eine von lokalen Spezialitäten geprägte Küche angeboten. Auch Architektur ist dort Teil des kulturellen Erlebnisses: Dazu gehören das Gipfelgebäude und die Stationen der Stöfeli-Bahn, entworfen von den Basler Architekten Herzog & de Meuron. Das Chäserrugg-Gebiet gehört ausserdem zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler.
Weitere Reiseziele entdecken: Krinau, Wildhaus, Alt Sankt Johann, Mosnang, Sankt Peterzell, Nesslau, Ebnat-Kappel, Lütisburg, Brunnadern, Libingen, Stein, Wattwil, Hemberg, Bütschwil, Lichtensteig, Mogelsberg, Oberhelfenschwil, Kirchberg, Nesslau-Krummenau, Ganterschwil
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Gallen.