Zwischen Thur, bewaldeten Hügeln und sanften Alpenausläufern liegt Ebnat-Kappel im Toggenburg. Die Gemeinde im Kanton St. Gallen erstreckt sich entlang der Thur. Für einen Aufenthalt eröffnen sich verschiedene Zugänge zum Ort: Wege führen an Gewässern entlang, Museen widmen sich der Toggenburger Kulturgeschichte, und die naturnahe Umgebung lädt zu Aktivitäten zu unterschiedlichen Jahreszeiten ein. So können Sie Ihre Entdeckungen nach Landschaft, Bewegung oder Geschichte ausrichten.
Thurlandschaft und Wege im Grünen
Die Umgebung von Ebnat-Kappel eignet sich für Wanderungen, Velotouren und Winteraktivitäten. Auch markierte Bike-Routen gibt es im Umfeld; auf ihnen lässt sich das Toggenburg erkunden. Ein markanter Höhenbezug der Gemeinde ist der Speer: Mit 1.950 m ü. M. ist er der höchste Berg von Ebnat-Kappel und zugleich der höchste Nagelfluhberg Europas.
Im Sinnepark steht das Erleben der Sinne im Mittelpunkt. Neun Stationen und zusätzliche Einrichtungen gehören zum Park. Sein Weg führt im Eichtobel am rauschenden Eichbach entlang. Einen anderen Schwerpunkt setzt der Lehrpfad Wasserkraft: Er verläuft zwischen den Wasserkraftwerken Ebnat und Trempel und vermittelt an zehn Informationstafeln das Zusammenspiel von Wasserkraftnutzung und dem Ökosystem der Thur. Der Lehrpfad ist vom Bahnhof Ebnat-Kappel aus zu Fuß in etwa zehn Minuten erreichbar. Damit lassen sich Naturerlebnisse und Einblicke in die Nutzung der Wasserkraft als unterschiedliche Themen des Aufenthalts betrachten.
Toggenburger Kulturgeschichte erleben
Das Ackerhus in Ebnat-Kappel widmet sich der Toggenburger Kulturgeschichte. Die Ausstellung vermittelt Wohnkultur aus vier Jahrhunderten und gibt Einblicke in Alltag, Glauben und regionales Handwerk. Hausorgeln, Halszithern und historische Möbel gehören zu den gezeigten Objekten. Die Ausstellung befindet sich in einer historischen Toggenburger Architektur des 18. Jahrhunderts. Damit bietet das Haus einen Zugang sowohl zu Gegenständen des Alltags als auch zur Baukultur der Region.
Eine weitere Sammlung bewahrt das Turngeräte-Museum. Dort sehen Sie historische Turngeräte, darunter ein vermutlich ältestes noch existierendes Pauschenpferd mit Kopf und Schwanz. Das Museum vermittelt außerdem die über 300-jährige Geschichte des Turnwesens. Vom 1. April bis 1. November ist es sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Gruppenbesuche sind ganzjährig montags bis freitags nach Vereinbarung und nur mit Führung möglich. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.
Ortsgeschichte und dörflicher Charakter
Auch die Namen der beiden früheren Gemeinden erzählen von der Geschichte des Ortes. Ebnat hieß bis 1762 Ober-Wattwil und danach Ebnet; Kappel wurde 1218 als Capelle erwähnt. 1965 vereinigten sich Ebnat und Kappel zur Gemeinde Ebnat-Kappel. Das Gebiet war historisch von Landwirtschaft und Viehzucht geprägt. Später entwickelte sich auch die Textilindustrie, während Ebnat-Kappel seinen dörflichen Charakter bewahrte. Diese Entwicklung ordnet die heutigen Kulturangebote in eine längere Ortsgeschichte ein.
Weitere Möglichkeiten für den Aufenthalt
Die Badi Ebnat-Kappel verfügt über ein 50-Meter-Schwimmbecken und ein Sprungbecken mit einem 1-Meter- und einem 3-Meter-Turm. Dazu kommen ein Plauschbecken mit Rutschbahn und Nichtschwimmerbereich sowie ein Planschbecken für Kleinkinder mit Sonnensegel. Die Einrichtungen ergänzen die Wander- und Kulturthemen um eine Badeoption.
Für die Planung Ihres Aufenthalts können auch die Bahn- und Busverbindungen einbezogen werden. Der Bahnhof Ebnat-Kappel liegt an der Bahnlinie zwischen Wattwil und Nesslau. Von dort gibt es regelmäßige Verbindungen ins Toggenburg und in Richtung St. Gallen; regionale Buslinien verbinden die Nachbargemeinden.
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