Im Toggenburg zwischen Wil und Wildhaus liegt Wattwil, das als Hauptort des Toggenburgs gilt. Für einen Aufenthalt stehen mehrere unterschiedliche Themen nebeneinander: die Iberg-Geschichte und Sakralbauten, ein zentraler Platz mit Blick auf die Thur, saisonaler Badesport sowie Velorouten mit benannten Etappen. Wenn Sie eine Unterkunft wählen, hilft es, zuerst den Schwerpunkt festzulegen: Kulturorte und Dorfgeschichte, Sportanlagen oder eine Route mit konkreten Etappenzielen.
Geschichte und Kultur in Wattwil
Die Burg Iberg wurde um 1230 erbaut, während der Appenzellerkriege zerstört und 1408 wieder aufgebaut; bis 1805 diente sie als Sitz der fürstäbtlichen Landvögte. Die Festung Iberg sollte die wichtigen Passübergänge über den Ricken und die Laad sichern und die kriegerischen Handlungen des Grafen überwachen. Der erhaltene Turm der Ruine Iberg wurde 1902 auf einer Anhöhe westlich von Wattwil wieder aufgebaut.
Das Kloster St. Maria der Engel steht seit rund 400 Jahren auf der Wenkenrüti oberhalb von Wattwil. Zur Baugeschichte gehört auch die spätklassizistische Kirche, die 1848 nach Plänen von Felix Wilhelm Kubly vollendet wurde. Beide Orte ergänzen die mittelalterliche Geschichte Ibergs um religiöse Bauwerke aus unterschiedlichen Zeiten.
Im Zentrum liegt der Bräkerplatz, benannt nach dem Toggenburger Volksdichter Ueli Bräker. Die angenehm beschattete Anlage hat ein Bänkchen mit Blick auf die Thur und eine Tisch-Skulptur des Appenzeller Künstlers Roman Signer. Beim AR-Dorfrundgang mit Watto kamen QR-Codes auf Informationstafeln an neun Standorten in Wattwil zum Einsatz.
Badi, Minigolf und Sportanlage Rietwis
Die Badi Wattwil ist saisonal in Betrieb. Ihr separates Sprungbecken hat Sprungtürme auf 1, 3 und 5 Metern; das Nichtschwimmerbecken verfügt über einen Strömungskanal und Massagedüsen. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Öffnungszeiten.
Die Minigolfanlage Wattwil liegt zwischen der Sportanlage Rietwis und dem Schwimmbad. Sie umfasst 18 betonierte Bahnen des Systems Bogoni. In der Aussenanlage Rietwis stehen Leichtathletik und Ballsport nebeneinander: Zur Leichtathletikanlage gehören eine 100-Meter-Laufbahn, ein Weitsprungfeld, eine Hochsprunganlage und ein Naturrasenfeld für Wurfdisziplinen. Dazu kommen ein Allwetterplatz für Fussball, Handball und Basketball sowie ein Beachvolleyballbereich mit vier Spielfeldern. Für Minigolf empfiehlt es sich, die aktuellen Betriebsangaben zu prüfen.
Anreise und Velorouten
Der Bahnhof Wattwil liegt im Dorfzentrum. Im Ort verkehren Busse des Busbetriebs Lichtensteig-Wattwil-Ebnat-Kappel, Postautos und Busse des Schneider Busbetriebes. In Wattwil kreuzen sich zudem Bahn- und Strassenverbindungen St. Gallen–Rapperswil und Wil–Nesslau. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollten Sie die aktuellen Fahrpläne prüfen.
Bei der Herzroute sind Etappe und Höhenprofil konkrete Orientierungspunkte: Etappe 11 führt von Wattwil nach Herisau und weist 1.200 Meter Aufstieg sowie 1.050 Meter Abstieg auf. Die Herzroute-Etappe von Rapperswil nach Wattwil kann mit dem Velo oder E-Bike auf der ausgeschilderten Velolandroute 99 befahren werden. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Routenbedingungen.
Eine alternative Fahrradstrecke des offiziellen Jakobswegs führt von Wattwil über Schlosswis und Schlossweid zur Laad und trifft dort wieder auf den signalisierten Jakobsweg. Die ursprüngliche Teilstrecke ist für Fahrradpilger nicht überall besonders gut geeignet. So können Sie bei der Planung zwischen den genannten Herzroute-Etappen und dieser Jakobsweg-Variante unterscheiden, ohne ihre jeweiligen Streckenführungen gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Ganterschwil, Bütschwil, Libingen, Alt Sankt Johann, Kirchberg, Oberhelfenschwil, Lütisburg, Brunnadern.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Toggenburg.