Eine frei zugängliche mittelalterliche Burg, Kirchenkunst aus mehreren Jahrhunderten und Winterangebote am Flumserberg geben Flums unterschiedliche Akzente.
Burgruine Gräpplang und Ausblicke
Die Burgruine Gräpplang ist ein bedeutendes Kulturgut mit mittelalterlicher Geschichte und für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Von der Anlage bieten sich Ausblicke auf das Sarganserland und die umliegenden Berge. So treffen an diesem Ort zwei reizvolle Aspekte zusammen: die Geschichte einer mittelalterlichen Burg und der Blick in die Landschaft.
Gräpplang ist damit ein konkreter Anlaufpunkt für alle, die sich für Burgen und historische Orte interessieren. Die Aussicht ergänzt den Besuch um eine landschaftliche Perspektive, ohne dass dafür ein weiterer Themenwechsel nötig ist.
Kirchen, Fresken und Glasmalerei
Auch die St. Justuskirche vereint unterschiedliche historische Details. Sie ist von einer Friedhofmauer umgeben; zur Ausstattung gehören eine spätgotische Totenleuchte, historische Grabplatten und geschmiedete Grabkreuze. Fresken im Schiff und im Chor stammen aus der Zeit zwischen 1452 und 1490. Die verschiedenen Ausstattungsstücke und die Malereien machen die Kirche zu einem eigenen Schwerpunkt neben der Burg.
Archäologische Grabungen an der St. Justuskirche brachten 1932/33 die Reste eines Gutshofs, mehrere Gräber aus der Zeit der Völkerwanderung und die Grundmauern einer frühen Kirche ans Licht. Diese Funde ergänzen das Bild um ältere Siedlungs- und Kirchengeschichte.
Die Kapelle St. Jakob entstand um 1100, möglicherweise schon früher; ihr Schiff stammt aus der Zeit zwischen 1400 und 1450. Im Altarhaus befindet sich eine Kopie des Glasgemäldes „Madonna mit Kind“, das als älteste Glasmalerei der Schweiz bezeichnet wird. Das Original wurde 1889 in das Schweizerische Landesmuseum in Zürich gebracht und durch die Kopie ersetzt. An St. Jakob lassen sich so die Entstehungszeit der Kapelle, die spätere Bauphase des Schiffs und die Geschichte des Glasgemäldes voneinander unterscheiden.
Masken und regionale Bräuche
Das Sarganserländer Maskenmuseum zeigt 150 historische und zeitgenössische Holzmasken, die typische Bräuche der Region veranschaulichen. Die Ausstellung ist in drei Räume gegliedert. Das Museum wurde 2006 im Untergeschoss des Rathauses von Flums eingerichtet. Die Verbindung von älteren und zeitgenössischen Masken gibt dem Thema Brauchtum einen eigenen Platz neben den kirchlichen Kunstwerken und der mittelalterlichen Burg.
Gruppen können das Museum nach Vereinbarung besuchen. Wenn Sie einen Gruppenbesuch planen, klären Sie den Termin daher vorab.
Winteraktivitäten und Bike-Tour
Das Ski- und Wandergebiet Flumserberg ist mit Flums verbunden und liegt teilweise auch auf dem Gemeindegebiet von Quarten. Am Flumserberg werden im Winter unter anderem Carving, Skifahren, Snowboarden, Schlitteln, Winterwandern und Schlittenhundefahrten angeboten. Das Spektrum umfasst damit Schneesport ebenso wie winterliche Aktivitäten abseits der Piste.
Eine weitere benannte Möglichkeit ist die SchweizMobil-Tour Alp Fursch Bike Nr. 478, die in Flums startet. Damit stehen unterschiedliche Aktivitätsbezüge nebeneinander: eine Bike-Tour mit Start in Flums und ein regionales Winterangebot am Flumserberg.
Den Schwerpunkt für den Aufenthalt wählen
Wer sich besonders für Geschichte und Kunst interessiert, findet in Gräpplang, St. Justus, St. Jakob und dem Maskenmuseum verschiedene Anknüpfungspunkte. Winteraktivitäten am Flumserberg setzen einen anderen Schwerpunkt; die Bike-Tour Alp Fursch wiederum beginnt in Flums. Für die Wahl eines Aufenthalts in Flums hilft es, diese Ortsziele und das regionale Bergangebot als unterschiedliche, kombinierbare Interessen zu betrachten.
Weitere Reiseziele entdecken: Tannenheim, Sargans, Walenstadt, Pfäfers, Vilters-Wangs, Vättis, Flumserberg, Quarten.
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