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Am Kesslerloch beginnt die Entdeckung einer besonderen Seite des Kantons Schaffhausen: Hier starten alle drei Routen des Steinzeitpfads. Die Fundstelle liegt westlich des Bahnhofs Thayngen und war einst ein Lagerplatz spät-eiszeitlicher Rentierjäger. Verzierungen auf Gegenständen aus Rentiergeweih, die dort gefunden wurden, erregten Ende des 19. Jahrhunderts international Aufmerksamkeit. So führt der Weg durch eine Landschaft, in der archäologische Spuren und Bewegung im Freien zusammenkommen.

Den Steinzeitpfad nach Länge und Charakter wählen

Die drei Routen unterscheiden sich in Länge und Schwierigkeitsgrad. Die Kleine Runde ist 8,4 Kilometer lang; ihre Dauer beträgt etwa 2 Stunden und 7 Minuten. Auch mit Kinderwagen ist sie begehbar, sofern die Räder geländetauglich sind. Die Grosse Runde umfasst 15,5 Kilometer und führt an fünf archäologischen Fundstellen sowie zwei geologischen Stationen vorbei. Eine dritte Möglichkeit ist die 11,1 Kilometer lange Route Kesslerloch–Schweizersbild: Sie verläuft durch die Schluchten des Langlochs und Kurzlochs und bietet ein Kultur- und Naturerlebnis. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Routendetails und die Bedingungen. Der Steinzeitpfad ist gut an den öffentlichen Verkehr angebunden; von Schaffhausen fährt die Bahn zum Bahnhof Thayngen. Aktuelle Fahrpläne helfen bei der Anreiseplanung.

Archäologie und Sammlungen in Schaffhausen

Wer die Vergangenheit nicht nur draussen, sondern auch in Sammlungen erkunden möchte, findet im Museum zu Allerheiligen archäologische Funde aus dem Kanton Schaffhausen und der angrenzenden Region. Die kulturhistorische Sammlung umfasst rund 25'000 Objekte zur Geschichte der Stadt und Region sowie ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu kommt eine Kunstsammlung mit rund 2'500 Gemälden und mehr als 400 plastischen Werken und Skulpturen. Die verschiedenen Sammlungen eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte und Kunst der Region.

Das Reiat-Museum richtet den Blick auf Leben und Arbeit von der Altsteinzeit und Jungsteinzeit bis in die Neuzeit. Seine lokalhistorische Ausstellung umfasst unter anderem Haushaltsgegenstände, Möbel, Kleidung, Werkzeuge und Ausrüstung aus historischen Handwerken. Führungen werden das ganze Jahr über auf Anfrage angeboten. Im Ortsmuseum Hallau gehören regionale Uniformen und Trachten, Dokumente und Feuerwehr-Exponate zu den gezeigten Themen; dort ist auch eine Linotype-Zeilensetz- und Gießmaschine noch in Betrieb.

Rheinfall, Flussroute und Landschaft

Am Rheinfall steht das Wasser selbst im Mittelpunkt: Er gilt als grösster Wasserfall Europas. Die Wassermassen stürzen über eine Breite von 150 Metern 23 Meter in die Tiefe. Aussichtsplattformen, Wanderwege und Bootsfahrten bieten unterschiedliche Perspektiven auf das Naturschauspiel. Der Rheinfall ist ganzjährig frei zugänglich; informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Bedingungen. Als Kontrast zum Aufenthalt am Wasser führt die planmässige Schifffahrt auf einer 50 Kilometer langen Route von Schaffhausen über Rhein und Untersee nach Kreuzlingen. Die Schiffe verkehren von April bis Oktober. Die Route führt durch zwei Länder und passiert Stein am Rhein, Steckborn und die Insel Reichenau; prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan.

Auch die weitere Wanderlandschaft rund um Schaffhausen ist vielfältig: Sie umfasst den Rhein, die sanft hügeligen Randenhöhen, Weinberge, Laubwälder, offene Täler und Wege am Flussufer. Die Rhein-Reben-Route verbindet kulinarische und natürliche Höhepunkte. Im Kanton liegen 13 Gemeinden des Regionalen Naturparks Schaffhausen; zum grenzüberschreitenden Park gehören ausserdem zwei Gemeinden aus Baden-Württemberg. Seine Fläche beträgt 209 km². Der Kanton liegt nördlich des Rheins und ist fast vollständig von Deutschland umgeben.

Weinkultur und besondere Entdeckungen

Das Weinbaugebiet tritt unter dem Namen „Schaffhauser Blauburgunderland“ auf. In der Weinkrone können Sie Weine aus 25 Weingütern des Schaffhauser Pinot-Noir-Gebiets verkosten und kaufen; die Auswahl umfasst 55 Weine und kann sich ändern. Das Weinmuseum vermittelt die Geschichte des regionalen Weinbaus in einem historischen Winzerhaus. Damit ergänzen sich auf einer Reise durch Schaffhausen Landschaft, Wein und lokale Geschichte, ohne dass dafür alle Entdeckungen denselben Schwerpunkt haben müssen.

Für einen weiteren Kontrast sorgt Smilestones, die grösste Indoor-Miniaturwelt der Schweiz, direkt oberhalb des Rheinfalls. Dort fahren Modelleisenbahnen auf mehr als 1'300 Metern Gleis. In Buchberg erzählt die Gattersäge von industriellem Handwerk: Sie stammt aus dem Jahr 1925 und wurde 1947 in Buchberg wiederaufgebaut. Das Handwerksmuseum hat keine festen Öffnungszeiten; geöffnet ist es am Schweizer Mühlentag und im Herbst beim sogenannten Sagi-Fisch, jeweils bei freiem Eintritt. Prüfen Sie die Termine vor einem Besuch. Zusammen bieten die archäologischen Fundstellen, Flusslandschaft, Museen und Weinkultur verschiedene Ansatzpunkte, um Schaffhausen nach den eigenen Interessen zu entdecken.

Weitere Reiseziele entdecken: Stein, Schaffhausen, Oberklettgau, Schleitheim, Reiat, Unterklettgau, Nidwalden, Jura.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schweiz.

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