Rebberge prägen Hallau, doch der Ort lässt sich ebenso über Natur, Dorfgeschichte und Architektur entdecken. Zwischen Hochrhein und Schwarzwald liegt Hallau inmitten der Rebberge, Felder und Wälder des fruchtbaren Klettgaus. Für einen Aufenthalt stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Wege durch die Landschaft, Weinwissen und historische Spuren im Ort.
Rebberge und Wege im Klettgau
Hallau verfügt über 150 Hektar zusammenhängende Rebbaufläche, die größte der Deutschschweiz. Auch der Hallauerberg gehört zum markanten Weinland: Er gilt als größter Weinberg der Ostschweiz. Die Wanderroute Grenzwandern beginnt in Hallau, führt bergauf in Richtung Rebberge und passiert die Bergkirche St. Moritz. Ihr höchster Punkt liegt auf dem Hallauerberg. So verbindet die Route Bewegung mit einem Weg durch die Weinlandschaft und einem Blick auf die Kirche.
Eine andere Art, den Klettgau kennenzulernen, bietet der Naturlehrpfad Hallau. Der 2,6 Kilometer lange Lehrweg führt vom Rastplatz «Tisch + Bänk» westwärts bis zum «Teissen». Auf 50 Informationstafeln erfahren Sie die deutschen und lateinischen Namen von Bäumen und Sträuchern, mehr über ihren Nutzen und ihre Heilwirkung sowie über Tiere, die von ihnen abhängen. Der Weg bietet Ausblicke über den Klettgau; bei klarer Sicht reicht das Alpenpanorama von den österreichischen bis zu den Berner Alpen. Am Rötiweiher finden Frösche, Kröten und Molche nach wiederholten Instandsetzungen wieder einen Laichplatz.
Dorfgeschichte und Baukultur
Das Ortsbild von Hallau ist von stattlichen Häusern, Brunnen, idyllischen Gassen und Plätzen geprägt. An der fast kleinstädtisch wirkenden Hauptstraße stehen das herrschaftliche Rathaus und einladende Wirtshäuser. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, findet im Ortsmuseum Hallau Ausstellungen zur Dorfgeschichte, zur Landwirtschaft und zum Handwerk. Das Weinmuseum Weinkrone vermittelt in einem historischen Winzerhaus die Geschichte des regionalen Weinbaus.
Die Bergkirche St. Moritz wurde 1491 erbaut, nachdem Bauern auf dem zur Dorfkapelle gehörenden St. Moritzfeld Gräber mit Beigaben entdeckt hatten. Archäologische Untersuchungen im Inneren der Kirche brachten Gräber zutage, die auf das 7. Jahrhundert datiert wurden. Die Kirche ist meistens für Besichtigungen und stille Andacht geöffnet; an einzelnen Tagen kann der Zugang variieren. Wenn Sie einen Besuch einplanen, lohnt es sich daher, den Zugang vorab zu prüfen.
Wein erleben und den Besuch planen
Bei der Führung Hallauer Reben geht es unter fachkundiger Leitung über gut begehbare Wege durch den Hallauer Rebberg. Dabei erfahren Sie Wissenswertes über Reb- und Weinbau; ein Glas Hallauer Wein gehört zur Führung dazu. In der Weinhandlung der Weinkrone werden 55 Weine von 25 Weingütern aus dem Schaffhauser Pinot-Noir-Gebiet zur Verkostung und zum Kauf angeboten. Das verbindet die Landschaft mit dem Weinbau und seinen Erzeugnissen, ohne dass Sie sich auf eine einzelne Form des Besuchs festlegen müssen.
Auch für Naturerlebnisfahrten gibt es eine Möglichkeit, das Hallauer Rebgebiet zu erkunden: Sie führen auf einer eigens ausgewählten Route durch die Rebberge. Dafür werden traktorgezogene, allradgelenkte Spezialwagen mit bequemen, gepolsterten Bänken angeboten. Ein solcher Wagen bietet Platz für 60 Gäste und ist rollstuhlgängig. Bei Keller's Tourismusbetrieb werden Hallauer Weine aus eigenen Weinbergen angeboten.
Ein Besuch lässt sich außerdem an den Hallauer Herbstfesten ausrichten. Sie finden jedes Jahr im Oktober statt und werden in Hallau seit 1935 veranstaltet. Wenn Sie Ihre Reise darauf abstimmen möchten, prüfen Sie am besten die Termine der jeweiligen Ausgabe.
Anreise und Bewegung vor Ort
Von Schaffhausen aus erreichen Sie Hallau mit dem Zug bis «Wilchingen-Hallau» und anschließend mit dem Bus bis «Hallau, Gemeindehaus». Für eine Fahrradtour führt eine Route von Hallau aus in Richtung Wilchingen.
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