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Ein Originaldruck aus dem 16. Jahrhundert, ein ehemaliger Gipsstollen und Wege durch unterschiedliche Landschaften geben Schleitheim mehrere Seiten. Für Ihre Planung zählt vor allem, ob Sie den Aufenthalt auf Museum und Ortsgeschichte, auf Bergbau oder auf eine Wanderroute ausrichten möchten.

Museen, Kirche und regionale Geschichte

Die archäologische Ausstellung des Museums Schleitheimertal behandelt die Vorgeschichte des Schleitheimertals von der Jungsteinzeit bis ins Hochmittelalter. Im Museum werden außerdem Meerestiere, Dinosaurier sowie keltische, römische und alemannische Zeitzeugen aus der Talschaft thematisiert. Im Täuferzimmer ist ein Originaldruck der Schleitheimer Artikel aus dem 16. Jahrhundert zu sehen. An eine andere Facette der Ortsgeschichte erinnert das Museum mit der legendären S.S.S.-Strassenbahn zwischen Schaffhausen und Schleitheim.

Auch die Kirche Schleitheim bietet einen langen historischen Bezugspunkt: Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 600 zurück. Nördlich des Rheins ist sie die älteste Kirche im Kanton Schaffhausen. Damit stehen in Schleitheim verschiedene Zugänge zu Geschichte nebeneinander – von archäologischen Zeiträumen über einen historischen Druck bis zur Kirchengeschichte.

Römische Zeugnisse und Gipsabbau

Das Thermenmuseum ist ganzjährig geöffnet, rollstuhlgerecht und für Kinder sowie Schulklassen geeignet. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besucherinformationen. Eine Führung auf den Spuren der Römer von Schaffhauserland besucht die Ruinen der ehemaligen zentralen Thermen des römischen Ortes Juliomagus. Der Ort wird in das 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. datiert.

Das Gipsmuseum Schleitheim liegt dem letzten noch zugänglichen Gipsstollen der Region vorgelagert. Es informiert über den Gipsabbau, der im 18. und 19. Jahrhundert in der Region des Schweizer Kantons Schaffhausen intensiv betrieben wurde. So lässt sich die regionale Geschichte des Rohstoffs auch zeitlich einordnen: Das Museum erläutert den früheren Abbau, während der Stollen einen Einblick in den Berg bietet.

Im öffentlich zugänglichen ehemaligen Gipsbergwerk Schleitheim können Besucher etwa 200 Meter tief in den Berg vordringen, bis ein kleiner See den Weg versperrt. Nach der Reaktivierung von Bergwerk und Museum im November 2024 bringt ein elektrisch betriebener Triebzug Besucher in den Stollen; kundige Guides und Lokführer führen und begleiten die Gäste durch das Bergwerk. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuelle Zugangsregelung.

Wandern am Randen und rund um Schleitheim

Der Randen ist ein artenreicher Kalkausläufer des Juras im westlichen Teil des Kantons Schaffhausen. Im Frühling können dort prächtige Orchideenarten bewundert werden, darunter der Frauenschuh. Die Blütezeit gibt dem Landschaftserlebnis einen saisonalen Akzent: Wenn Sie besonders an Orchideen interessiert sind, ist der Frühling die passende Zeit, um nach diesen Pflanzen Ausschau zu halten.

Für die Routenwahl unterscheiden sich zwei Wege deutlich: Der Randenweg beginnt bei der Post in Schleitheim und führt über 16 Kilometer nach Merishausen. Die Staabruchtour beginnt und endet in Schleitheim und führt rund um den Ort durch Wälder, Felder und ehemalige Steinbruchlandschaften. Sie können also zwischen einer Strecke mit benanntem Ziel und einer Tour wählen, die in Schleitheim wieder endet und verschiedene Landschaftstypen einbezieht. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegverhältnisse.

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