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Linescio verbindet eine Wanderroute mit einer historischen Siedlungslandschaft, die von Terrassen und Trockenmauern geprägt ist. Fast 25 Kilometer Trockenmauern gehören zur Landschaft. Im Ort finden Sie unterschiedliche Siedlungsformen, eine Kirche mit Fresken und Spuren des früheren Lebens in den Weilern. Die Route Linescio–Campo Vallemaggia beginnt an der Dorfkirche und führt an Steinhäusern sowie an einer eindrucksvollen Treppe zwischen hohen Trockenmauern vorbei.

Terrassen und historische Siedlungskerne

Im Hauptsiedlungskern stehen öffentliche Gebäude aus dem 19. Jahrhundert entlang der Straße; an den Hängen prägen stark ländlich geprägte Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert das Bild. Unterhalb des Hauptkerns liegt Canton Zott, ein besonders kompakter Siedlungscluster, dessen Gebäude überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Die beiden Bereiche zeigen unterschiedliche Formen der Besiedlung, ohne dass dafür ein langer Überblick nötig ist.

Oberhalb der Kantonsstraße sind die Terrassenhänge über Stufen zugänglich. In einigen der Trockenmauern befinden sich Nischen für die Bienenhaltung. Auch Munt ist durch seine Mauern geprägt: Der Weiler liegt auf 1.000 bis 1.200 Metern Höhe und weist ungefähr 3.500 Meter Trockenmauern auf. In Bola, auf etwa 1.000 Metern, stehen alte Kastanienbäume; der Ort war ganzjährig bewohnt. Insgesamt gibt es dort 39 Gebäude, darunter Häuser und Ställe.

Kirche, alter Straßenverlauf und Weiler

Die Kirche San Remigio wurde 1640 geweiht und zwischen 1817 und 1819 umfassend umgebaut und erweitert. Ihre Fresken stammen von Giacomo Antonio Pedrazzi und datieren auf 1875. In der rechten Seitenkapelle steht eine Madonnenstatue aus dem 18. Jahrhundert. Auch der Friedhof ist ein markantes bauliches Ensemble: Er ist von Mauern eingefasst und besitzt eine mit Fresken ausgestaltete Kapelle in der Achse des Eingangs.

Im Verlauf der alten Straße durch Linescio di fuori säumen vollständig mit Fresken versehene Bildstöcke den Weg. Ein altes Waschhaus liegt unter einem Satteldach und ist an eine Terrassenstützmauer angebaut. Bei Camvera sind Spuren einer alten ländlichen Siedlung erhalten, die bis ins 18. Jahrhundert dauerhaft bewohnt war. Die Brücke Il ponte, auf das Jahr 1700 datiert, ermöglicht den Zugang zum Weiler Faïd und zu weiterführenden Wegen nach Cevio und zu den Bergen von Morella.

In Faïd stehen verlassene Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert: darunter Turmhäuser mit umlaufenden Balkonen, große Ställe aus Trockenmauern und eine Kapelle beziehungsweise ein Oratorium. Die Gebäude bezeugen die frühere ganzjährige Besiedlung. Diese historischen Details ergänzen den Blick auf die Terrassen und Siedlungskerne um die Frage, wie die Weiler einst genutzt wurden.

Wandern und Anreise planen

Die Wanderroute Linescio–Campo Vallemaggia ist 10,1 Kilometer lang und dauert etwa vier Stunden. Sie verläuft auf einem weiß-rot markierten Weg und erschließt die lokale Geschichte und Kultur. Die Markierungen und Routenbeschreibungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch lokal. Eine andere Zeitangabe betrifft Munt: Der Weiler ist zu Fuß in etwa einer Stunde erreichbar. Diese Schätzung bezieht sich auf den Weg nach Munt, nicht auf die längere Route nach Campo Vallemaggia; berücksichtigen Sie außerdem die aktuellen Wegbedingungen.

Von Locarno aus ist Linescio mit öffentlichen Bussen über Cevio erreichbar. Die Linie 331 fährt weiter bis zur Haltestelle Linescio, Paese. Prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan. So können Sie ein Hotel für Ihren Aufenthalt passend zu Ihren geplanten Tagen suchen, ohne die Fahrpläne aus dem Blick zu verlieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Cevio, Cavergno, Lavizzara, Maggia, Avegno Ti, Menzonio, Piano Di Peccia, Gordevio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vallemaggia.

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