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In Piano di Peccia gehören ein historischer Ortskern, Marmor und Bildhauerei ebenso zu den Entdeckungsthemen wie Wanderungen ins Berggebiet. Für die Planung lohnt es sich, die Angebote im Ort und im weiteren Umfeld von den Routen mit ihren unterschiedlichen Wegmerkmalen zu unterscheiden.

Marmor und Bildhauerei

Bei Peccia wird seit 1946 Marmor abgebaut und verarbeitet. Im weiteren Umfeld von Piano di Peccia liegt neben Gèiba auf etwa 1.300 Metern ein Marmorsteinbruch, der jährlich mehrere hundert Kubikmeter Marmor fördert. Die ungefähre Höhenlage und der Bezug zum Steinbruch machen Marmor hier zu mehr als einem Ausstellungsthema: Er prägt auch die Geschichte der Arbeit mit dem örtlichen Stein.

Die Scuola di Scultura im weiteren Umfeld bietet von Frühling bis Herbst verschiedene Bildhauerkurse an, die allen Interessierten offenstehen. Zu den Arbeitsmöglichkeiten gehören vier Ateliers, die für längere Aufenthalte gemietet werden können. Ebenfalls im weiteren Umfeld liegt das Centro Internazionale di Scultura. Es ist mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Dort wechseln sich fünf Artists-in-Residence ab; außerdem werden internationale Ausstellungen gezeigt. Geführte Besichtigungen können auf Anfrage vereinbart werden.

Ortsbild und Marmorspuren

Im ursprünglichen Ortskern von Piano di Peccia steht ein 1640 errichtetes Oratorium. Alte Ställe mit hölzernen Heuböden und Satteldächern geben weitere Einblicke in die lokale Bauweise. Wer den Blick auf die Umgebung ausdehnt, findet im Weiler Gèiba an einem Gebäude Marmorneoinschriften aus dem 16. Jahrhundert. In der Pfarrkirche von San Carlo schmücken Marmorarbeiten Innen- und Außenbereich. Diese Orte zeigen verschiedene Facetten der Marmorverwendung, von Inschriften und Kirchenkunst bis zum Abbau und zur Verarbeitung des Steins.

Wanderwege und Bergziele

Eine leichte Wanderroute führt von Piano di Peccia nach Peccia. Sie ist 8,8 Kilometer lang und weist 198 Höhenmeter Aufstieg sowie 401 Höhenmeter Abstieg auf. Eine weitere Route führt zur Capanna Poncione di Braga im Valle di Peccia. Sie verläuft durch Wald und ausgedehnte Weiden, passiert den Lago della Froda und wird ab Corte di Fondo di Sròdan steil. Die Capanna liegt am Fuß des Pizzo Castello auf 2.000 Metern über dem Meeresspiegel. Im Sommer ist sie bewartet; das Gebiet um die Hütte gilt außerdem als beliebt für Skitouren.

Saisonale Angebote einplanen

Die Bildhauerkurse finden von Frühling bis Herbst statt. In der Corte della Froda wird im Sommer Vallemaggia-Käse hergestellt und verkauft. Für den Käseverkauf empfiehlt es sich, den aktuellen Betrieb vor der Fahrt zu bestätigen.

Zufahrt zu den Alpen Bolla und Froda

Die Straße von Piano di Peccia zu den Alpen Bolla und Froda führt zu den dortigen Alpwirtschaftsflächen. Sie ist eine Schotterstraße und erfordert ein 4x4-Fahrzeug. Für die Schranke können Sie den Schlüssel im Ristorante Monaci in San Carlo im Valle di Peccia abholen. Da sich Straßenverhältnisse und Arrangements ändern können, klären Sie die Zufahrt und die Schlüsselabholung vor der Fahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Gordevio, Menzonio, Avegno-Gordevio, Bosco/Gurin, Lavizzara, Maggia, Cevio, Linescio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vallemaggia.

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