Schlossgeschichte, Badeplatz und Radwege geben Horn am Bodensee mehrere klare Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Dazu kommen Kursschiffe am Zollplatz und eine direkte Buslinie nach St. Gallen.
Schloss Horn und seine Geschichte
Der Name Horn ist erstmals 1155 als „Horna“ in einer von Kaiser Friedrich Barbarossa ausgestellten Urkunde belegt. Schloss Horn wurde entweder in der zweiten Hälfte des 16. oder im frühen 17. Jahrhundert erbaut. Zum Schloss gehört eine sehr grosse Parkanlage mit bemerkenswertem altem Baumbestand; nur die Seestrasse trennt sie vom Seeufer. Schloss und Ufer stehen damit in einer unmittelbaren räumlichen Beziehung.
Auch Details am Schloss verweisen auf unterschiedliche Bauzeiten. Im Gewächshaus an seiner Ostseite befinden sich Wandgemälde zu den vier Jahreszeiten von Theo Glintz. Sie entstanden um 1930 und wurden 2001 restauriert. Das Eingangsportal verwendet das Chorgitter der Schlosskapelle wieder. Die Kapelle war nach 1716 errichtet und 1826 zerstört worden: Am Portal trifft so ein älteres Ausstattungselement auf die spätere Schlossgeschichte.
Kirchen mit eigenständiger Architektur
Die evangelische Kirche liegt direkt am See und wurde 1929 vom Zürcher Architekten Emil Schäfer erbaut. Ihr Turm verbindet ein sehr flaches Walmdach mit einer eigenwillig schlanken Spitze. Aus der Bauzeit stammt ein Glasbild mit der „Anbetung der drei Könige“ von Paul Morach aus Zürich. Architektur und Kunstwerk bieten unterschiedliche Anhaltspunkte, um die Gestaltung der Kirche einzuordnen.
Die katholische Kirche St. Franz Xaver entstand von 1909 bis 1911 nach Plänen des Architekten Albert Rimli aus Frauenfeld. Der bedeutende neugotische Kirchenbau weist auch Elemente des Heimatstils auf; von der ursprünglichen Ausstattung ist der Flügelaltar erhalten. Schloss Horn und beide Kirchen gehören zu den geschützten Kulturobjekten von Horn. Für einen Schwerpunkt auf Baugeschichte stehen damit mehrere klar unterscheidbare Beispiele bereit, vom Schlossportal bis zum erhaltenen Altar.
Baden, Seeufer und Radwege
Die geschützte Badi Horn liegt direkt am Bodensee. Zu ihrer Ausstattung gehören ein Kleinkinderbad, Treppen für den Zugang zum See, ein 3-Meter-Sprungturm im See sowie Sprungbretter in 1 und 3 Metern Höhe. Die grosse Wiese neben der Badi bietet Platz für Sport und Freizeit.
Für Radreisende sind zwei Routenbezüge relevant. Horn ist einer der Ausgangspunkte des rund 260 Kilometer langen Bodensee-Radwegs. Die nationale Rhein-Route Nr. 2 führt von St. Margrethen über Horn nach Kreuzlingen und weiter bis Basel. Zum geschützten Naturinventar von Horn zählt ausserdem die Rosskastanienallee „Rosskastanien Seestrasse West“.
Anreise und Orientierung
Alle Kursschiffe halten in Horn am Zollplatz. Wenn Sie eine Schifffahrt einplanen, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag. Eine direkte Buslinie ab dem Bahnhof Horn erreicht den Hauptbahnhof St. Gallen in 30 Minuten. Am Bahnhof Horn und an der Schiffsanlegestelle am Zollplatz ist Veloverlad möglich; damit sind die beiden genannten Verkehrspunkte auch für die Planung mit dem Fahrrad relevant.
Am Bahnhof gibt es 76 überdachte Veloabstellplätze. P+Rail Horn bietet 22 Parkplätze, darunter einen Parkplatz für Menschen mit Behinderung. Horn verfügt zudem über drei Häfen mit rund 320 Bootsplätzen und 60 Jollenplätzen.
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