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Uttwil verbindet den direkten Zugang zum Bodensee mit einem Naherholungsgebiet aus See und Wald. Obstgärten, Weinberge und Wälder prägen die Umgebung; dazu kommen eine lange Ortsgeschichte und die Uttwiler Meisterkurse als jährlich wiederkehrender Sommertermin. Hier lassen sich Uferwege, Naturthemen und lokale Kultur als unterschiedliche Schwerpunkte eines Aufenthalts betrachten. Für die Wahl der Reisezeit lohnt es sich, den ganzjährig zugänglichen Arzneipflanzengarten, die Sommerkurse und die Fahrpläne der Schiffsverbindungen im Blick zu behalten.

Uferwege, Pflanzen und Naturschutz

Die Seepromenade eignet sich zum Spazierengehen und Radfahren; an klaren Tagen bietet sie Ausblicke auf die Alpen. Der Zugang zum Bodensee ist zudem mit Möglichkeiten für Wassersport und gemütliche Spaziergänge am Ufer verbunden. Wer sich für Pflanzen interessiert, findet am Bodenseeufer den Gehölzlehrpfad mit Arzneipflanzengarten. Der Lehrpfad vermittelt Wissenswertes über heimische Bäume und Sträucher, während der Garten die Wirkung und Bedeutung verschiedener Heilpflanzen erläutert. Er ist ganzjährig zugänglich.

Zum Naturraum gehört auch der Eisweiher, ein kommunales Naturschutzgebiet. Dort gilt eine klare Besucherregel: Die Wege dürfen nicht verlassen werden. Zwei Wanderungen bieten unterschiedliche Ziele und Wegfolgen. Die Strecke zur Buschenschenke Chressibuech startet am Bahnhof Uttwil und führt über den Eisweiher sowie durch den Romanshornerwald zur Buschenschenke. Eine weitere Wanderung verläuft von Uttwil Richtung Neuwald durch den Güttingerwald nach Altnau. Die eine führt nach Chressibuech, die andere nach Altnau; auch die genannten Waldabschnitte unterscheiden die Routen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routendetails.

Ortsgeschichte und markante Bauten

Schloss Uttwil zählt wegen seiner geschichtlichen und gestalterischen Eigenschaften sowie seiner herausragenden Stellung im Ortsbild und in der Baugruppe zu den bedeutenden Bauten des Ortes. Westlich grenzt es unmittelbar an den Landungssteg, nordöstlich direkt an das Seeufer. Zum Gebäude gehört ein umzäunter Garten mit Baumbestand. Die gut erhaltene Dorfkirche und traditionelle Fachwerkhäuser ergänzen das bauliche Bild Uttwils.

Die St.-Adelheidskapelle wird bereits 1276 erwähnt und wurde 1303 zur Wallfahrtskapelle bestimmt. 1524 wurde die Reformationsbotschaft in Uttwil und den benachbarten Dörfern verkündet; daraufhin wurde Zwinglis Lehre einmütig angenommen. Diese Daten führen von der mittelalterlichen Erwähnung der Kapelle über ihre Wallfahrtsfunktion bis zu einem Wandel, der auch die umliegenden Dörfer einschloss.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde Uttwil durch den Unternehmergeist der Kaufmannsfamilie Dölli zwischen Rorschach und Konstanz zu einem wichtigen Umschlagsplatz für Korn und Salz aus Deutschland. Eine weitere Besonderheit ist die «Wacht»: Als wurzelechter Zwergsitz ist sie freistehend auf dem kleinen Platz unter der Kirche bis heute erhalten geblieben.

Uttwiler Meisterkurse im Sommer

Die Uttwiler Meisterkurse finden alljährlich im Sommer eine Woche lang mit internationalen Teilnehmern statt. Traditionell beginnt die Kurswoche mit einem Konzert der Meister und endet mit zwei Abschlusskonzerten der Studierenden. Unter der Woche stehen verschiedene Kursstunden interessierten Zuhörern in der Kirche, der Seeburg, der Villa Haab und dem Haus Syz offen. Wenn Sie einen Besuch einplanen, informieren Sie sich vorab über die konkreten Zeiten, da sich der Stundenplan ändern kann. So lässt sich der Musikschwerpunkt gezielt in eine Reisezeit legen, während der Arzneipflanzengarten unabhängig davon ganzjährig zugänglich ist.

Anreise und praktische Orientierung

Uttwil verfügt über Zugverbindungen nach Romanshorn, St. Gallen und Kreuzlingen. Prüfen Sie die Verbindungen vor der Fahrt. Für Ausflüge gibt es außerdem Schiffsverbindungen von Uttwil aus; Angebote können saisonal sein und Fahrpläne sich ändern. Kontrollieren Sie deshalb die Abfahrtszeiten, bevor Sie Ihre Planung darauf ausrichten. Die Anlegestelle ist 80 Meter lang und 3,5 Meter breit. Die Gemeinde bewirtschaftet zudem einen Bootshafen und ein Bojenfeld. Wenn Sie diese Einrichtungen nutzen möchten, bestätigen Sie die Verfügbarkeit für Besucher im Voraus.

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