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Ein Museum zum Mitmachen

Das GameScore in Münchwilen macht Museum zum Ausprobieren: Besuchende können die Exponate selbst spielen und erkunden. Die Sammlung umfasst Flipperautomaten von 1947 bis heute; einzelne Exponate können wechseln. Außerdem bietet das GameScore zehn VR-Escape-Room-Erlebnisse. Wenn Sie diese einplanen, prüfen Sie vor der Anreise das aktuelle Angebot.

Münchwilen und das Tannzapfenland

Der Bezirk Münchwilen liegt im Kanton Thurgau; Hauptort ist Münchwilen. Sein traditioneller Landschaftsname lautet Hinterthurgau. Im Tourismus und im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Region auch Tannzapfenland genannt. Das Hörnli-Bergland ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgeführt.

In Münchwilen bietet die historische Villa Sutter Einblick in die Architektur des 19. Jahrhunderts; sie ist von einem Park umgeben. Zentral im Ort liegt der Alfred-Sutter-Park mit mehr als 16.000 Quadratmetern Fläche. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsregelungen. Eine weitere Möglichkeit, die Umgebung zu Fuß zu entdecken, ist der Murguferweg: Er führt vom Ortszentrum bis nach Frauenfeld und an Grillplätzen sowie am Rosentaler Weiher vorbei. Route und Freizeiteinrichtungen können sich vor Ort verändern.

Für die Anreise verfügt Münchwilen über einen direkten Autobahnanschluss. Zugverbindungen nach Wil und Frauenfeld bestehen im Halbstundentakt, teilweise sogar im Viertelstundentakt. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.

Klöster, Kapellen und Kultur

Das Kloster Fischingen ist ein ehemaliges Benediktinerstift mit herausragender barocker Ausstattung. Gegründet wurde es zwischen 1133 und 1138 von Bischof Ulrich II. von Konstanz auf Anregung der Herren von Toggenburg; Mönche aus Petershausen besiedelten das Stift. Seit 1977 wird es wieder von einer Klostergemeinschaft belebt. Die PILGRIM-Brauereiführung vermittelt die Geschichte des Bierbrauens und gibt Einblicke in Lager, Technikbereich und Sudraum mit zwei Kupferpfannen. Zu den Führungen gehören sechs bis acht Bierkostproben.

Auch Kapellen erzählen von der Bau- und Glaubensgeschichte der Region. Die Martinskapelle Oberwangen besitzt einen oktogonalen Kuppelbau mit Laterne. Ihren Hochaltar bezeichnete Albert Knoepfli als „wahres Bauernbarockwunder“. Die Kapelle St. Margareten in Münchwilen wurde 1641–1642 erbaut und ist in der Liste der Münchwiler Kulturgüter aufgeführt. Sie wird von Jakobspilgern rege besucht.

Die ehemalige Johanniter-Komturei Tobel blickt auf eine fast 800-jährige Geschichte zurück. Sie zählt zu den bedeutendsten Kultur- und Baudenkmälern im Kanton Thurgau und ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung geschützt. Zum ganzjährigen Kulturprogramm gehören Kinderprogramme, Konzerte und Zaubershows; einzelne Programmpunkte können wechseln. Bei der Planung lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuellen Termine.

Das Agrotechnorama Tänikon bei Aadorf zeigt die Entwicklung der Landtechnik: vom Pferdezug zum Traktor, vom Dreschflegel zum Mähdrescher und von der Sense zur Mähmaschine. Die Dauerausstellung befindet sich in der Klosterscheune des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Tänikon und umfasst 750 Ausstellungsobjekte auf 1.800 Quadratmetern. Reguläre Öffnungszeiten gibt es nicht; kleine und große Gruppen werden zu Führungen empfangen.

Zu Fuß und mit dem Velo unterwegs

Für einen kürzeren Spaziergang ist der 2,5 Kilometer lange Froschlaichweg eine leichte bis mittelschwere Möglichkeit. Die Route führt im Renetal an einem Waldlehrpfad, einem Biotop und dem Rastplatz Riesenberg vorbei; unterwegs wechseln sich Naturerlebnisse und Ausblicke ab. Route 7, „Rund um den See“, ist als entspannte Runde mit Seeblicken beschrieben und eignet sich auch für einen Sonntagsspaziergang.

Der Fledermaus-Lehrpfad ist etwa sechs Kilometer lang und bietet unterwegs Picknickmöglichkeiten. Er vermittelt Informationen über einheimische Fledermausarten und führt durch verschiedene Jagdgebiete und Lebensräume der Tiere. Für eine längere Tour verbindet die Route „Genussvolle Perle“ 34,18 Kilometer mit 892 Höhenmetern. Sie führt über Landstraßen durch den Wald, zu Aussichtspunkten und an Weihern vorbei; zum Abschluss verläuft ein Trail durch den Wald bis zum Klosterweiher.

Der Thurgauer Rundwanderweg zweigt bei der Post in Münchwilen von der Hauptstraße Wil–Frauenfeld nach Norden ab und folgt dem linken Murufer. Der Weg von Münchwilen nach Affeltrangen bietet Ausblicke über das Murgtal bis zum Hörnli. Damit verbindet sich die Orientierung am Fluss mit einer Route, deren Aussicht über das Tal hinausreicht.

Auch für Radtouren gibt es unterschiedliche Formate. Die Herzschlaufe 999 führt von Wil durch das waldreiche Tannzapfenland zum Kloster Fischingen. Sie ist 95 Kilometer lang und verläuft über verkehrsarme Wege. In Fischingen bietet das TopTrail Tannzapfenland ein abwechslungsreiches Mountainbike-Trailnetz von rund 4,8 Kilometern. Drei ausgeschilderte Loops lassen sich einzeln als Rundkurse fahren, miteinander kombinieren oder wiederholen; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Trailführung. Im Tannzapfenland werden außerdem geführte Wanderungen und Bike-Touren angeboten, die individuell an verschiedene Gruppen angepasst sind. Sie sind mit einer Dauer von etwa 2,5 bis 3 Stunden geplant; aktuelle Vereinbarungen sollten Sie vor der Buchung klären.

Weitere Reiseziele entdecken: Münchwilen, Wuppenau, Sirnach, Lommis, Fischingen, Diessenhofen, Frauenfeld, Weinfelden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Thurgau.

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