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Vich zwischen Weinbergen und Wegen

Vich liegt in La Côte, der Weinregion am Genfersee. Die AOC La Côte umfasst mehr als 2.000 Hektar Rebfläche und ist die größte Weinregion des Kantons Waadt; sie ist zudem ein bedeutendes Ziel für den Weintourismus. In Vich lässt sich dieser Landschaftsbezug auf unterschiedlichen Wegen entdecken: Ein Rundweg führt durch Weinberge und Obstgärten, während ein Dorfrundgang Ausblicke auf den See und die Alpen bietet.

Rundweg und Lehrpfad

Der Rundweg «Entre vignes et vergers» beginnt und endet auf dem Dorfplatz von Vich. Sein Verlauf durch Weinberge und Obstgärten gibt ihm eine klare Ausrichtung auf die Kulturlandschaft. Da sich Routendetails ändern können, prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Angaben.

Zu Fuß durchquert der Sentier des Toblerones Vich vollständig und folgt auf dem größten Teil seines Verlaufs der Serine. Der Weg verbindet einen bequemen Zugang für Spaziergänger mit einer bewahrten, ursprünglichen Umgebung. Als historischer Lehrpfad führt er entlang einer Befestigungslinie aus dem Zweiten Weltkrieg, zu der 3.000 dreieckige Panzersperren gehören. Mehrere Informationstafeln erläutern die Funktion des Waldes, die Baumarten und die Geschichte dieser strategischen Linie. Der vollständige Abschnitt von Bassins nach Nyon ist 18 Kilometer lang und verläuft auf guten Wegen.

Fortin und Ortsgeschichte

Das Fortin de Vich wurde während der Mobilmachung von 1939 bis 1945 errichtet. Es gilt als bedeutendstes Bauwerk der befestigten Linie von Promenthouse; seine polygonale Form ist in der Schweiz einzigartig. Das Fortin ist als historisches Denkmal des Kantons Waadt klassifiziert.

Auch die Ortsgeschichte reicht weit zurück: Die antike Vy de l’Etraz durchquerte Vich in römischer Zeit von Osten nach Westen. Später entwickelte sich das Dorf zu einem der frühen Zentren der mittelalterlichen Metallurgie im Waadtland. Die Eglise Saint Martin wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert errichtet und 1165 von den Herren von Begnins der Abtei Bonmont geschenkt. 1536 wurde sie zu einem reformierten Tempel. Zu ihren besonderen Details zählen Glasfenster aus dem Jahr 1920 und eine römische Stele im rechten Chorpfeiler.

Die renovierten Häuser an der Grand’Rue spiegeln Vichs bernische Vergangenheit wider. Die Place Marcel Poncet erinnert an einen örtlichen Maler und Glasmaler. Dort befindet sich auch ein Bronzehahn, ein frühes Werk des Bildhauers Antoine, des Sohnes des Künstlers. Solche Details geben einem Rundgang durch den Ort eine zusätzliche historische Ebene.

Serine und Bois de Chênes

Die Gemeindewälder von Vich umfassen 4,6 Hektar. Sie bestehen aus kleinen Waldgruppen und Gehölzstreifen entlang der Serine und bieten Wildtieren Zuflucht, darunter höhlenbrütenden Vögeln, Insekten, Pilzen des Totholzes und Rehen. Die Serine ist damit sowohl ein prägendes Naturelement als auch der Bezugspunkt für einen großen Teil des Sentier des Toblerones in Vich.

Zwischen Genolier und Vich liegt der Bois de Chênes, ein integrales wissenschaftliches Naturschutzgebiet. Er ist im Bundesinventar der Landschaften als IFP Nr. 1205 und im Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden als PPS Nr. 6331 verzeichnet. Der Bois de Chênes ist über Genolier mit dem Zug oder über Vich mit dem Bus erreichbar; dort gibt es große Bereiche für Familienpicknicks oder Grillen. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Angaben zu Anreise und Einrichtungen. Auch Vich selbst ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Für Ihre Ortswahl bieten die Wege unterschiedliche Anhaltspunkte: Der Rundweg «Entre vignes et vergers» setzt am Dorfplatz an und führt durch die Weinberge und Obstgärten; der Sentier des Toblerones durchquert das Dorf und folgt überwiegend der Serine. So können Sie entscheiden, ob bei Ihrem Aufenthalt eher die Kulturlandschaft, der historische Lehrpfad oder Vichs Ortsgeschichte im Mittelpunkt stehen soll.

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