Saclentse liegt auf 1.203 Metern Höhe direkt oberhalb der Printse an deren linkem Ufer. Der Flussbezug zeigt sich auch an zwei Suonen: Der Bisse de Salins fasst bei Saclentse Wasser, der Bisse d’en Bas erreicht das Dorf. Diese unterschiedlichen Beziehungen geben dem Ort einen konkreten Rahmen für eine Reise, bei der Wasserläufe, Dorfgeschichte und Wege im Mittelpunkt stehen.
Suonen und Bewässerung
Der Bisse de Salins ist älter als 1436. Bei Saclentse entnimmt er auf 1.175 Metern Höhe Wasser aus der Printse und führt es nach Salins sowie oberhalb von Maragnenaz. Die Höhenangabe bezeichnet den Punkt der Wasserentnahme; das Dorf selbst liegt auf 1.203 Metern. Der Bisse de Salins ist heute teilweise kanalisiert und dient weiterhin der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen.
Auch der Bisse d’en Bas ist bis heute in Betrieb. Er beginnt im unteren Planchouet und erreicht Saclentse. In der Nähe des Dorfes ist er der niedrigste Bisse am linken Ufer der Printse. Sein genaues Baujahr ist unbekannt; vermutlich entstand er vor 1753. Anders als beim Bisse de Salins steht hier also eine unsichere Datierung vor einer bekannten frühen Jahresangabe. Der Bisse d’en Bas bewässert Wiesen sowie Himbeer- und Erdbeerkulturen in Basse-Nendaz und Saclentse.
Der nahe dem Dorf gelegene, sehr wenig frequentierte Bisse d’en Bas bietet Gelegenheit für einen ruhigen Spaziergang. Sein Weg weist zwischen Felsen und Wurzeln einige weniger ebene Abschnitte auf. Wer dort unterwegs ist, kann diese Beschaffenheit bei der eigenen Planung berücksichtigen.
Wege durch und bis nach Saclentse
Der Rundweg «Sur les pas du Déserteur» führt durch die alten Dörfer Haute-Nendaz, Basse-Nendaz und Saclentse. Der Weg ist ganzjährig zugänglich; örtliche Bedingungen können beeinflussen, wie gut er sich begehen lässt. Eine andere Wanderung, Bisse du Milieu–Bisse d’en Bas, führt bis nach Saclentse. Von dort ist die Station über die Straße erreichbar, wenn Sie den Wegweisern «Haute-Nendaz» folgen.
Auch mit dem Rennrad führt eine Route ins Dorf: Sie verläuft von Aproz über Fey und Basse-Nendaz und umfasst einen wenig befahrenen Abschnitt nach Saclentse. Die Wege unterscheiden sich darin, wie das Dorf eingebunden ist: als eines von drei alten Dörfern auf dem Rundweg, als Ziel der Wanderung oder über einen Abschnitt der Rennradroute.
Kapelle und Dorfgeschichte
Die Kapelle von Saclentse wurde 1922 geweiht und ist dem heiligen Josef gewidmet. Das Bauprojekt wurde vom Pfarrer Joseph Fournier initiiert. Eine Glocke, die vor 1794 im Glockenturm von Basse-Nendaz installiert worden war, befindet sich heute im Glockenturm von Saclentse. Die Kapelle, ihr Initiator und die Glocke verbinden dabei unterschiedliche Stationen der Dorfgeschichte.
Eine weitere kulturelle Verbindung findet sich auf dem Chemin des sculptures in Nendaz: Dort wird eine Geschichte erzählt, in der ein geistig eingeschränktes Mädchen und ein weißes Lamm in Saclentse vorkommen.
Restaurant und Lage für die Unterkunftswahl
Le Sapin Blanc wird als einziges Restaurant des Dorfes bezeichnet. Dort werden die Speisen vollständig hausgemacht und vor Ort aus Rohprodukten und traditionellen Produkten zubereitet. Für die Übernachtungswahl ist auch die Lage zum Ferienort relevant: Saclentse liegt wenige Autominuten von den Einrichtungen der Station und den Skiliften entfernt. Wenn Sie ein Hotel in Saclentse suchen, können Sie diese räumliche Einordnung neben den Suonen, den Wegen und der Dorfgeschichte in Ihre Ortswahl einbeziehen.
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