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Das Val d’Entremont ist besonders mit dem Grossen Sankt Bernhard verbunden. Zugleich reicht der Blick auf Entremont von Wanderwegen zwischen Dörfern bis zu alpinen Lebensräumen und historischen Bauwerken. Zu den Themen, die sich hier entdecken lassen, gehören die Zeitplanung auf Wegen, die Besonderheiten der Bergnatur und Spuren früherer Reisender.

Wanderwege mit unterschiedlichen Zeitrahmen

Der Chemin des villages et hameaux d’Entremont ist als leichte Wanderung eingestuft. Die Route ist 13,88 Kilometer lang und dauert etwa 3 Stunden und 55 Minuten. Sie führt durch Liddes, Chandonne, Commeire, La Rosière, Chamoille d’Orsières und La Douay. Damit steht das Wandern durch Dörfer und Weiler im Mittelpunkt. Für die Rückkehr zum Ausgangspunkt kann man den St-Bernard Express bis Orsières und anschließend den Postbus in Richtung Liddes nehmen. Prüfen Sie die Fahrpläne vor der Tour; die Wegbedingungen können sich saisonal ändern.

Einen anderen Zeitrahmen verlangt der Besuch des Mur (dit) d’Hannibal: Für den Hin- und Rückweg ist ein ganzer Tag einzuplanen. Die befestigte Stellung aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. liegt oberhalb der Gemeinde Liddes im Wallis auf etwa 2650 Metern Höhe. Sie ist über einen Lehrpfad von Liddes, Bourg-Saint-Pierre oder der Cabane de Mille aus erreichbar. Im Vergleich zur etwa vierstündigen Dorfwanderung ist hier vor allem der ganze Tag für den Hin- und Rückweg einzuplanen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Bedingungen im Gebirge.

Alpine Natur und ihre Besonderheiten

Der Sentier LaboNature Entremont vermittelt anhand mehrerer Lehrtafeln zehn Themen. Dazu gehören die Dranse, Weinberge und Wälder ebenso wie Geologie und die Geschichte der Trappisten. So stehen Landschaft und menschliche Spuren nebeneinander, ohne dass eine einzelne Sehenswürdigkeit den Blick auf die Vielfalt der Themen beschränkt.

Im Naturschutzgebiet Réserve naturelle de la Combe de l’A liegen alpine Biotope zwischen 1400 und 3000 Metern Höhe, die einer vielfältigen Tierwelt Lebensraum bieten. Ein Weg ermöglicht die Beobachtung wild lebender Tiere, ohne sie zu stören; Lehrtafeln informieren über Geologie und Botanik. Einen botanischen Schwerpunkt setzt der Alpengarten La Linnaea: Dort können Sie alpine Pflanzen erkunden. Henry Correvon gründete den Garten am 20. Juli 1889 am Nordhang des Grossen Sankt Bernhard. Er gilt als ältester Alpengarten der Westalpen.

Der Grosse Sankt Bernhard: Hospiz und Pilgerweg

Das Hospiz am Grossen Sankt Bernhard wurde 1050 von Sankt Bernhard von Aosta gegründet, um Reisende zu beherbergen und zu unterstützen. Zum Hospiz gehören eine barocke Kirche und eine Schatzkammer mit sakralen Gegenständen der Ordensgemeinschaft; die Zugangsregelungen können variieren. Im Sommer können Besucher die Bernhardinerhunde besuchen und sie bei Bergwanderungen mit Begleitung ausführen. Prüfen Sie vor der Reise, ob die saisonalen Besuche und Wanderungen stattfinden.

Auch die Via Francigena führt zu diesem Thema: Die Etappe Bourg-Saint-Pierre–Grand-Saint-Bernard ist die letzte Schweizer Etappe und erreicht mit dem Hospiz den höchsten Punkt der Strecke zwischen Canterbury und Rom. Für die Etappe können Sie mit dem Zug bis Orsières und anschließend mit dem Bus bis zum Grossen Sankt Bernhard fahren. Da sich die Fahrpläne ändern können, lohnt sich ein Blick auf die Verbindungen vor der Abreise.

Dörfer, Bauwerke und lokale Kultur

Die historischen Dörfer und Weiler im Val d’Entremont bewahren traditionelle Häuser, Chalets und Stadel als architektonisches Erbe. In Commeire liegt zudem eine unterirdische Festung, die zwischen 1940 und 1943 erbaut wurde und heute öffentlich besichtigt werden kann. Das Tourismusprojekt Montagne Alternative in Commeire empfängt Touristen und Seminargruppen und dient als Veranstaltungsort für verschiedene Veranstaltungen mit Schwerpunkt auf nachhaltigem Lebensstil.

Eine andere Form militärischer Geschichte begegnet Ihnen im Fort d’artillerie de Champex-Lac. Seine unterirdischen Galerien erstrecken sich über mehr als 600 Meter; die Anlage konnte 300 Männer aufnehmen. Bei einer Besichtigung durch das Ganglabyrinth lässt sich der Charakter einer Schweizer Festung aus dem Kalten Krieg erleben. Die aktuellen Zugangsregelungen können variieren. In einer für Besucher geöffneten Galerie kann außerdem die Produktion von Raclette AOP Bagnes 98 beobachtet werden; die Besuchsbedingungen können sich ändern.

Weitere Reiseziele entdecken: Bourg-Saint-Pierre, Champex, Fionnay, Le Châble, Verbier, La Fouly, Bagnes, Orsières, Vollèges, Sarreyer, Liddes.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wallis.

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