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Rundwanderungen ab Fionnay setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Eine führt über den Col des Otanes zur Corbassière, eine andere zu den überwölbten Ställen von Louvie und weiter zur Alp von Sovereu. Eine weitere Rundtour führt zur Cabane FXB Panossière; die Cabane de Louvie ist von Fionnay aus in zwei Stunden zu Fuß erreichbar. Für Ihre Auswahl lohnt sich ein Blick auf die konkreten Ziele und Landschaften der einzelnen Wege.

Fionnay und seine Berglandschaft

Fionnay ist eine Ortschaft in der politischen Gemeinde Val de Bagnes im Schweizer Kanton Wallis. Auf etwa 1.492 Metern über dem Meeresspiegel liegt sie unterhalb des Corbassière-Gletschers und des Grand Combin. Fionnay gilt als letzte bedeutende Siedlung im Val de Bagnes. Diese Lage gibt den Wanderungen einen klaren Bergbezug; die Landschaft der Strecke zum Col des Otanes und zur Corbassière verändert sich dabei deutlich.

Auf dieser Rundstrecke wechseln Wälder und grüne Wiesen mit alpinem, felsigem Gelände. Die Passerelle de Corbassière hängt über der Moräne und ergänzt die Landschaft um eine markante bauliche Station. So stehen auf derselben Route verschiedene Eindrücke nebeneinander: zunächst Wald und Wiesen, anschließend alpines Gelände und schließlich der Blick auf die Hängebrücke über der Moräne.

Rundwege und markante Stationen

Die Tour des écuries de Louvie – Sovereu beginnt in Fionnay und kehrt dorthin zurück. Ihr Verlauf führt zu den überwölbten Ställen von Louvie, über den Col du Bec d’aigle und zur Alp von Sovereu, bevor es zurück nach Fionnay geht. Die benannten Stationen geben dieser Runde eine andere Ausrichtung als der Weg über den Col des Otanes: Hier gehören die Ställe und die Alp ausdrücklich zur Streckenfolge.

Auch die Hängebrücke Passerelle de Corbassière lässt sich über einen kurzen Hin- und Rückweg erreichen und überqueren. Sie hängt über der Moräne. Für diesen Abstecher ist die Brücke selbst das Ziel; der Rundkurs über den Col des Otanes und Corbassière ist dagegen als ganze Wanderstrecke angelegt. Die beiden Beschreibungen helfen, zwischen einer Tour und einem kurzen Abstecher zu unterscheiden.

Cabane de Louvie: See und Kulturerbe

Von Fionnay aus ist die Cabane de Louvie in zwei Stunden zu Fuß erreichbar. Sie liegt auf 2.250 Metern Höhe oberhalb eines kleinen Sees und inmitten eines Naturschutzgebiets. Zugleich ist die Cabane ein Treffpunkt des Tour du Val de Bagnes. Höhe, Seelage und Schutzgebiet geben diesem Ziel einen anderen Charakter als den Rundwegen, deren Stationen im Vordergrund stehen.

Der Lac de Louvie ist im Haut Val de Bagnes der einzige See, an dem Angeln erlaubt ist. Jährlich wird er mit Regenbogenforellen besetzt. Der See sowie die nahe gelegenen Ställe und Hütten sind im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung verzeichnet. Damit treffen am Lac de Louvie Naturraum, eine konkrete Angelmöglichkeit und ein ausgewiesenes Kulturerbe zusammen.

Kapelle und Ortsgeschichte

Die Kapelle von Fionnay stammt aus dem Jahr 1903 und wurde 1953 erweitert. Auf ihren Holztafeln zeigen Gemälde Unsere Liebe Frau vom Schnee und den heiligen Hubertus. Die Jahreszahlen markieren zwei Abschnitte ihrer Baugeschichte; die dargestellten Figuren ergänzen die baulichen Angaben um ein konkretes Detail der Kapelle.

Auch die Geschichte des Ortes ist mit dem Bergtourismus und dem Bau am Mauvoisin-Stausee verbunden. Mit dem aufkommenden Tourismus entstanden Ende des 19. Jahrhunderts in Fionnay Hotels für englische Bergsteiger. Später lebten dort Arbeiter, die am Bau der Staumauer von Mauvoisin beteiligt waren. Diese historischen Stationen gehören zur Ortsgeschichte und sind von der heutigen Suche nach einer Unterkunft zu unterscheiden.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Entremont.

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