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Ayent erstreckt sich am sonnigen Hang des Rhônetals von La Maya auf 500 m bis zum Gipfel des Wildhorns auf 3.247 m. Die Dörfer liegen zwischen Weinbergen, Hügeln, Wäldern, Wiesen, Weiden und Mooren. Oberhalb davon, in der Bergzone auf etwa 1.500 bis 1.600 m, liegt Anzère, Ayents Tourismusstation. Diese Höhenunterschiede geben der Gemeinde einen vielfältigen Charakter: Wasserbau, Dorfgeschichte und alpine Landschaft setzen jeweils eigene Akzente.

Wasserbau im Museum und unterwegs

In Botyre befindet sich das Musée valaisan des Bisses in einem historischen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Seine Ausstellungsfläche umfasst 270 m²; thematisch reicht die Geschichte der traditionellen Bewässerungskanäle von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Eine interaktive Gestaltung im Innen- und Außenbereich vermittelt Kindern Bewässerungstechniken, die noch heute genutzt werden. So stehen im Museum sowohl die lange Geschichte der Bisses als auch ihre fortdauernde Bedeutung im Mittelpunkt.

Auch draußen wird das Wassersystem anschaulich: Entlang des Chemin du Musée am Bisse d’Ayent, am Bisse de Sion und am Bitailla erklären Lehrtafeln die komplexe Wasserversorgung eines Einzugsgebiets und die räumliche Vernetzung der Kanäle. Der Grand Bisse d’Ayent wurde 1442 erbaut und bewässert die Wiesen und Weinberge von Ayent und Grimisuat durch traditionelle Bewässerung oder Beregnung. Diese Beispiele zeigen unterschiedliche Seiten des Themas – vom historischen Bauwerk bis zu den Wegen, über die sich die Verbindungen zwischen den Wasserläufen erschließen.

Wege an historischen Wasserläufen

Der Bisse des Audannes wurde zwischen 1859 und 1862 von der Stadt Sion und der Gemeinde Ayent erbaut. Überreste und Spuren davon sind im Lapiaz des Audannes und über die Alpweide von Serin hinweg sichtbar. Der Weg Serin–Anzère folgt dem Bisse auf einer Länge von 1 km. Prüfen Sie vor dem Wandern die örtlichen Wegbedingungen.

Eine andere Wegcharakteristik bietet der Bisse de Clavau: Trockenmauern säumen ihn, und der Wanderweg folgt dem alten Verlauf. Er führt überhängend an alten Holzrinnen entlang und durch einen kleinen Tunnel. Entlang der Route laden zahlreiche kleine Hütten zur Verkostung regionaler Produkte ein. Wenn Sie diesen Weg einplanen, prüfen Sie auch hier die örtlichen Wegbedingungen.

Kapellen und Ortsgeschichte

Die Chapelle de Botyre stammt aus dem Jahr 1268. Ihr Fest wird jedes Jahr am 11. November mit einer gesungenen Messe gefeiert. Bei Place-Villa steht die Chapelle St-Michel aus dem 17. Jahrhundert; zu ihrer Ausstattung gehört ein barocker Altar. Die Chapelle de Signèse-Argnou, erbaut 1898, wurde 1956 durch eine kleine Kirche ersetzt. Deren Glasfenster stammen vom Maler Monnier, die Mosaike von Charles Menge. An diesen Bauwerken lassen sich verschiedene historische Schichten und künstlerische Gestaltungen nebeneinander betrachten.

Weitere Möglichkeiten in der Region Rawyl

In der weiteren Region Rawyl liegt der Lac de Tseuzier auf 1.774 m. Er ist Ausgangspunkt zahlreicher familienfreundlicher und anspruchsvollerer Wanderungen. Die leichte Umrundung des Sees ist 4,9 km lang und dauert etwa 1 Stunde 15 Minuten bis 1 Stunde 30 Minuten. In den Klettergebieten Rawyl, Les Andins und Audannes gibt es mehr als 300 Routen aller Schwierigkeitsgrade. Am linken Ufer des Staudamms von Tseuzier ist der Weg mit einem Kinderwagen zugänglich; diese Angabe bezieht sich auf dieses Ufer, nicht auf sämtliche Wege in der Region.

Für Verbindungen zwischen Anzère, Ayent und dem Staudamm von Tseuzier verkehrt ein Shuttle. Prüfen Sie für Ihre Reisedaten den Fahrplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Anzère, Les Agettes, Evolène, Vex, Mase, Vex, Nax, Evolène.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ering.

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