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Am Cäsar-Ritz-Brunnen befindet sich ein Denkmal für Cäsar Ritz; sein Geburtshaus zählt zu Niederwalds zentralen Sehenswürdigkeiten. Zusammen mit den historischen Holzhäusern und der Station Ritz prägt die Ritz-Geschichte einen kulturhistorischen Blick auf den Ort.

Dorfgeschichte und Ortsbild

Niederwald ist eine Ortschaft in Goms auf 1.252 Metern Höhe. Eng aneinander gereihte Obergommer Holzhäuser prägen die historische Architektur; das älteste noch bewohnte Haus des Ortes stammt aus dem 16. Jahrhundert. Um 1300 wird Niederwald in historischen Aufzeichnungen als eigenständige Gemeinschaft erwähnt. Die Entwicklung der Siedlung steht auch mit der alten Rhonebrücke in Verbindung, die lokal «Rottebrigge» genannt wird, und mit einem alten Saumweg. Dieser führte von Ernen hierher und wechselte an dieser Stelle auf das rechte Rhoneufer.

Cäsar Ritz und die Station Ritz

Im Bahnhofsgebäude befindet sich das Besucherzentrum Station Ritz, das Cäsar Ritz gewidmet ist. Die Dauerausstellung gilt dem Hotelier und seiner Gattin Marie-Louise Ritz-Beck. Gezeigt werden Objekte aus den Archiven des Ritz Hotel in Paris, darunter eine Rekonstruktion der Suite M aus dem früheren Ritz Hotel am Place de la Vendôme. So stehen die Lebensgeschichte von Cäsar Ritz und konkrete Ausstellungsstücke nebeneinander.

Zwei Themenwege, unterschiedliche Schwerpunkte

Der Dorfrundgang Niederwald ist 519 Meter lang, leicht und als Rundweg angelegt; Start und Ziel liegen bei der Station Ritz. An vier Stationen vermittelt er Wissenswertes über bedeutende Gebäude und aussergewöhnliche Persönlichkeiten des Dorfes. Für diesen Rundgang bietet die Station Ritz Audioguides an. Der Lebensweg Cäsar Ritz ist mit 5,5 Kilometern deutlich länger und zweisprachig. Er beginnt am Bahnhof Niederwald, führt über Blitzingen und Bodmen und kehrt nach Niederwald zurück. Sechs Tafeln behandeln das Leben und Wirken sowie die Ideen und Visionen von Cäsar Ritz. Der Dorfrundgang bündelt Dorfgebäude und Persönlichkeiten; der längere Weg konzentriert sich auf Cäsar Ritz.

Kirchen, Kapellen und Baukunst

Die Pfarrkirche St. Theodul wurde 1678 von Bischof Adrian IV. von Riedmatten geweiht. Ihre Ausstattung verweist auf weitere Zeitpunkte: Der Taufstein aus der Werkstatt Lagger in Reckingen stammt aus dem Jahr 1671, Altäre und Kanzel schuf Johann Sigristen um 1700. Das Beinhaus wurde wahrscheinlich im dritten Viertel des 17. Jahrhunderts erbaut. An seinem Giebel stützt ein Andreaskreuz als Balkenstützkonstruktion das Schindeldach. Die heutige St. Sebastianskapelle, auch Nothelferkapelle genannt, weist stilistisch in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Alljährlich zu Beginn der Jagdsaison findet dort eine Hubertusmesse statt. Wenn Sie diese Tradition in Ihre Reise einbeziehen möchten, prüfen Sie vor der Anreise die örtlichen Termine.

Esskultur, Anreise und Winteroptionen

Im Hotel-Restaurant Drei Tannen werden Gommer «Chouera» und ein saisonales «Cäsar Ritz»-Menü serviert; das Menü kann wechseln. Der Bahnhof Niederwald ist mit dem Zug von Andermatt oder Visp aus erreichbar. Über die Bundesstrasse 19 erreichen Sie Niederwald von Andermatt oder Brig. Der Ort ist zudem ein Ausgangspunkt für Bike-Touren.

Als regionale Winteroption reicht das Langlaufloipennetz im Goms von Oberwald bis Niederwald und umfasst klassisch sowie im Skating präparierte Loipen. Da sich Angaben zum Loipennetz zwischen Wintersaisons ändern können, prüfen Sie für Ihren Reisezeitraum die aktuelle Übersicht.

Weitere Reiseziele entdecken: Ulrichen, Lax, Fiesch, Binn, Fieschertal, Oberwald, Blitzingen, Reckingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Goms.

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