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Martinach liegt in der Rhône-Ebene, wo der Fluss einen Bogen bildet, und gehört zum Unterwallis. Für die Reiseplanung bietet der Ort unterschiedliche Schwerpunkte: römische und mittelalterliche Geschichte, Museen, Kunst im öffentlichen Raum sowie Wege durch Weinberge und Obstgärten. So können Sie Ihren Aufenthalt daran ausrichten, ob Sie vor allem historische Orte erkunden, Sammlungen ansehen oder Zeit draußen verbringen möchten.

Römerzeit und mittelalterliche Spuren

Der Parcours archéologique ist ein 4 km langer Rundgang durch die römische und mittelalterliche Geschichte von Martinach; zu Fuß dauert er etwa 1,5 Stunden. An jeder Station gibt es erklärende Texte, Fotos der Bauwerke und Überreste sowie Audiobeiträge. Das Musée gallo-romain wurde um die Überreste eines 1976 entdeckten keltischen Tempels errichtet und präsentiert die wichtigsten archäologischen Funde aus Martinach. Der Rundgang führt durch verschiedene Stationen, während das Museum archäologische Funde zusammenführt.

Auch die Fondation Pierre Gianadda verbindet mehrere historische und künstlerische Themen: Ihre Gärten enthalten gallorömische Überreste, darunter Thermen und die Mauer des Temenos, sowie eine Dauerausstellung von Skulpturen. Seit 1978 ist die Fondation ein Referenzmuseum in der Schweiz und in Europa und zeigt bedeutende Wechselausstellungen. Das Château de la Bâtiaz wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut; dort können Besucherinnen und Besucher mittelalterliche Belagerungsmaschinen entdecken. Zu Fuß, mit dem Baladeur, einem kostenlosen Shuttlebus oder mit dem Taxi ist das Château erreichbar. Da sich die Transportangebote ändern können, informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuelle Erreichbarkeit.

Museen, Kunst und Stadtgeschichte

Barryland widmet sich vollständig dem Bernhardiner und umfasst 22.000 m². Zu bestimmten Zeiten ermöglicht ein verglaster Raum Einblicke in die Pflege der Hunde. Zum Angebot gehören außerdem Aktivitäten wie Schatzsuchen, Geschicklichkeits- und Denksportaufgaben sowie Mobilitätsübungen. Historische Gegenstände, Gravuren, Briefmarken und Postkarten aus der Sammlung der Barry Foundation zeigen weitere Aspekte der dem Bernhardiner gewidmeten Sammlung.

Andere Sammlungen setzen eigene Akzente: Das Musée des Sciences de la Terre zeigt große Quarze, fluoreszierende Kristalle und eine maßstabsgetreue Rekonstruktion eines Bergwerksstollens. Im Musée de l’automobile stehen historische Fahrzeuge für die Automobilgeschichte vor dem Ersten Weltkrieg; alle Fahrzeuge sind fahrbereit. Die Chapelle Notre-Dame-de-Compassion beherbergt farbenfrohe Ex-votos aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie Glasfenster des Paters Kim En Joong.

Für einen Eindruck von der Stadtgeschichte ist Martigny-Bourg interessant: Es ist der älteste bewohnte Teil der Stadt und zeichnet sich durch enge Gassen, Torbögen, alte Gebäude und Plätze aus. Auch die Kreisverkehre gehören zum künstlerischen Bild Martinachs. Jeder der 17 Kreisverkehre ist mit einer Skulptur eines Schweizer Künstlers geschmückt; zusammen bilden sie einen Rundgang, der tagsüber und nachts entdeckt werden kann.

Weinberge und Wege

Der Chemin des vignes en terrasses führt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten: zur gedeckten Brücke von La Bâtiaz, zu den Weinbergen von Martinach, zum Château de la Bâtiaz, zum Weiler Plan-Cerisier und zu einem idyllischen Abschnitt entlang der Dranse. Eine andere Wanderung führt von Martinach nach Vernayaz und zur Trientschlucht, die mit Holzstegen erschlossen ist. Beide Beschreibungen geben unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Spaziergänge und Wanderungen, ohne dass dafür derselbe Streckencharakter vorausgesetzt werden muss.

Für eine Radtour startet die Gravelroute Tour de la Vallée du Trient in Martinach und folgt der historischen Route des Diligences. Diese war früher eine wilde und historische Verbindung zwischen dem Wallis und dem Mont-Blanc-Gebiet. Die Oberflächenbedingungen können sich ändern; informieren Sie sich daher vor der Tour über die aktuellen Bedingungen.

Anreise und Unterkunftssuche

Martinach ist ein Straßenknotenpunkt mit Verkehrsverbindungen nach Italien, Frankreich und in die Schweiz. Eine Route führt über den Großen Sankt-Bernhard-Pass nach Aosta, eine weitere über den Col de la Forclaz nach Chamonix. Der Mont-Blanc Express verbindet Martinach seit mehr als einem Jahrhundert mit Chamonix. RégionAlps befördert Fahrgäste nach Orsières und Le Châble.

Auch für Fahrten auf dem Gemeindegebiet gibt es eine konkrete Tarifregel: Einzelfahrkarten, Mehrfahrtenkarten sowie Monats- und Jahresabonnements des Stadtbusses von Martinach gelten in allen Postautos auf dem Gemeindegebiet. Dazu zählen die Linien nach Chemin, Dorénaz, Trient, Ravoire und Sitten. Prüfen Sie die aktuellen Gültigkeitsregeln und Fahrpläne vor Ihrer Fahrt.

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