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Chippis liegt am linken Ufer der Rhône und ist eine Schweizer Gemeinde im Kanton Wallis, im Bezirk Sierre. Zum Gemeindegebiet gehören ein Dorf auf 520 m Höhe und ein steiler Hang im Höhenbereich von 500 bis 1.000 m. Flussufer und Hang geben der Ortslandschaft unterschiedliche geografische Bezugspunkte.

Flusslandschaft und Château de Beauregard

Auch die Navizence gehört zur Landschaftsgeschichte von Chippis: Der Ort liegt an einer Querungsstelle des Wildbachs. Wiederkehrende historische Überschwemmungen, insbesondere jene von 1834, führten zur Aushebung des heutigen Flussbetts. Damit ergänzt die Navizence die Ortslage an der Rhône um einen zweiten Flussbezug.

Über dem Dorf steht Château de Beauregard auf einem Felssporn und beherrscht das Rhône-Tal. In Chippis sind mittelalterliche Ruinen der Anlage erhalten. Der Ursprung des Château wird aufgrund seiner Architektur auf das 12. Jahrhundert geschätzt. Der Lehrpfad zu Château de Beauregard beginnt bei einem kleinen Parkplatz hinter der Haarnadelkurve am Ortseingang von Niouc. Auf dem steilen Gelände sollten Sie vorsichtig sein.

Die Pont de fer sur le Rhône in Chippis ist als Kulturgut der Kategorie B eingestuft. Während das Château auf dem Felssporn über dem Dorf steht, stellt die Brücke einen anderen Landschaftsbezug zur Rhône her. Zusammen zeigen die beiden Bauwerke unterschiedliche Seiten des historischen Ortsbilds.

Kirchengeschichte und Musik

Die Kapelle Saint-Urbain stammt aus dem Jahr 1278. Bis 1856 war sie eine Filialkirche von Chalais; danach wurde sie zur Pfarrkirche. Spätere Kirchenbauten stammen aus den Jahren 1868 und 1923. Die frühe Kapelle, der Wechsel zur Pfarrkirche und spätere Bauphasen bilden unterschiedliche Etappen der Sakralgeschichte Chippis'.

Der Glockenturm der Kirche Saint-Urbain hat derzeit sechs Glocken. Das Holzgewölbe sorgt für eine aussergewöhnliche Akustik, die Sängerinnen, Sänger und Musiker für Konzerte und Aufnahmen nutzen. So lässt sich Saint-Urbain nicht allein über ihre Baugeschichte verstehen: Auch ihre akustische Qualität wird kulturell genutzt. Für die Fête interculturelle 2026 umfasst das Programm Musik und Tanz sowie kulinarische Spezialitäten aus aller Welt.

Radsport in Sammlung und Landschaft

Das Musée du Vélo setzt einen eigenen Akzent. Seine Sammlung umfasst mindestens 600 Fahrräder, 2.000 Radtrikots und Hunderte weitere Gegenstände rund um den Radsport. Der Bestand reicht damit von Fahrrädern über Trikots bis zu weiteren Objekten der Radsportkultur. Im Vergleich zu Saint-Urbain und Château de Beauregard steht hier nicht Baugeschichte, sondern die materielle Kultur des Radsports im Mittelpunkt.

Die Valais Alpine Bike 8 führt durch Chippis und überquert anschliessend nördlich des Ortes die Rhône. Saisonale Bedingungen und der Zugang können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor der Fahrt die aktuelle Routenlage. Museum und Route bieten zwei verschiedene Radsportbezüge: eine Sammlung im Ort und eine Strecke, die durch Chippis führt.

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