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Horgen liegt am westlichen Ufer des Zürichsees, rund 15 Kilometer von der Kantonshauptstadt Zürich entfernt. Für die Reiseplanung bietet der Ort unterschiedliche Schwerpunkte: das Sust Museum, die Industriegeschichte von Käpfnach und einen Spaziergang am Aabach. Wenn Sie eine Unterkunft in Horgen suchen, können Sie überlegen, ob Ortsgeschichte, Bergbau oder Landschaft Ihren Aufenthalt prägen soll.

Horgen und seine Verkehrsverbindungen

Horgen ist mit drei S-Bahn-Haltestellen, verschiedenen Bus- und Postautolinien sowie einer Fähre und einem Kursschiff an den öffentlichen Verkehr angebunden. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Fahrpläne, besonders wenn Sie eine Verbindung mit Fähre oder Kursschiff nutzen möchten.

Sust Museum und Ortsgeschichte

Das Sust Museum Horgen befindet sich im ältesten bekannten Gebäude der Gemeinde, das über 500 Jahre alt ist. Bis 1835 diente das Sust-Gebäude als Warenumschlagplatz und Zollstation. Diese frühere Doppelfunktion verbindet das Haus mit dem Warenverkehr und dessen Kontrolle. Die Sust liegt nahe dem ehemaligen Hafen und dem Bahnhof Horgen See. Seit 2022 zeigt das Museum wechselnde Themenausstellungen zur Geschichte Horgens sowie zum Leben und zu den Menschen in Horgen. Die Ausstellungsthemen können wechseln; wenn Sie gezielt wegen eines Themas kommen, prüfen Sie vorab das aktuelle Programm.

Auch der Ortsname hat einen archäologischen Bezug: Die jungneolithische Horgener Kultur ist nach Horgen benannt. Das ergänzt die Ortsgeschichte um einen anderen zeitlichen Blickwinkel, unabhängig von der Geschichte des Sust-Gebäudes.

Bergbaugeschichte im Käpfnach

Das Besucherbergwerk Käpfnach eröffnet einen anderen Zugang zur Geschichte des Ortes. Es ist Teil des ehemals grössten Kohlebergwerks der Schweiz und ein ehemaliges Braunkohle- und Mergelbergwerk. Das weitläufige Stollensystem umfasst insgesamt 80 Kilometer. Diese Zahl bezeichnet das gesamte System: Die Stollenfahrt ist dagegen 1,4 Kilometer lang und veranschaulicht die harte Arbeit des Bergbaus. Ein Originalfilm aus dem Jahr 1943 veranschaulicht die damalige schwierige Zeit. So stehen das Ausmass des Stollensystems, die Fahrt durch einen Teil des Bergwerks und die filmische Einordnung einer vergangenen Zeit nebeneinander.

Spaziergang am Aabach

Wenn Sie statt Industriegeschichte eine Route im Freien suchen, ist der Spaziergang Horgen–Aabachtobel–Halbinsel Au ein eigener Schwerpunkt. Er beginnt in Horgen und führt auf einem Kiesweg vom Waldrand am Aabach hinunter. Dort legt der Aabach Sandstein- und Mergelschichten der oberen Süsswassermolasse frei; zudem führt der Spaziergang zu einem Seitenbach mit Wasserfall. Geologie und Wasser gehören damit zu den konkreten Merkmalen des Weges und unterscheiden ihn von der Stollenfahrt im Bergwerk. Prüfen Sie die Routenangaben vor dem Aufbruch.

Weitere Ausstellungen und das Parkbad

Im Parkbad Seerose gibt es Sprungtürme in 1 m und 3 m Höhe. Die saisonale Verfügbarkeit kann variieren. Wenn Sie den Besuch einplanen, prüfen Sie vorher die aktuellen Angaben. Unter dem Motto „Kunstfrühling am See“ veranstaltet die Kunststiftung Zürichsee regelmässige Ausstellungen in der Villa Seerose für die breite Öffentlichkeit; Termine und Themen können wechseln. So können Sie beim Kulturprogramm zwischen ortsbezogenen Themen im Sust Museum und dem Ausstellungsprogramm der Kunststiftung wählen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wädenswil, Langnau Am Albis, Hirzel, Kilchberg, Richterswil, Adliswil, Rüschlikon, Thalwil.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Horgen.

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