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In Kravany nad Dunajom treffen verschiedene Kapitel der Bau- und Ortsgeschichte auf eine Landschaft an der Donau. Besonders greifbar wird dieser Kontrast an der Kirche der Seligen Jungfrau Maria und den Herrenhäusern des Dorfes. Dazu kommen religiöse Erinnerungszeichen, ein Aussichtsturm und die saisonale Möglichkeit, am Donauufer zu schwimmen oder sich zu sonnen.

Kirche mit mehreren Bauphasen

Die Kirche der Seligen Jungfrau Maria ist ein spätromanischer Bau aus der Zeit um 1232. Um 1712 ließ Graf Ferenc Gyulay sie barock erneuern und umgestalten; 1936 wurde sie entsprechend dem barocken Zustand renoviert. So gehören der spätromanische Ursprung und die spätere barocke Prägung gleichermaßen zu ihrer Baugeschichte. Im Kirchenbau sind außerdem zwei Grabplatten aus rotem Marmor erhalten. Eine trägt eine Inschrift zur Adelsfamilie de Lábathlan mit der Jahreszahl 1400 – ein weiterer Hinweis auf die lokale Adelsgeschichte.

Das „Dorf der Herrenhäuser“

Kravany nad Dunajom wird auch als „Dorf der Herrenhäuser“ bezeichnet, weil aristokratische Familien dort viele Herrenhäuser und Gutshöfe errichteten. Ein Beispiel ist das neben dem Gutshof Hroššo stehende Herrenhaus, das nach Volumen größte des Dorfes. Sándor Braun und Józsa Hazai ließen es im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts erbauen. Nachdem Gustáv Láng das Anwesen 1917 erworben hatte, ließ er das Gebäude im Jugendstil umgestalten und vereinheitlichen. Im Vergleich zur Kirche zeigt sich hier eine andere Abfolge: Auf den Bau im späten 19. Jahrhundert folgte eine spätere Umgestaltung.

Religiöse Erinnerungszeichen

Am Donauufer steht gegenüber dem Gutshof der Familie Kuzmik eine steinerne Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Sie wurde 1843 errichtet, 1902 restauriert und auf einem Marmorsockel angebracht. Eine Kapelle erinnert an eine frühere Lourdesgrotte, die eine örtliche Familie aus Dankbarkeit für die Genesung ihres Sohnes errichten ließ. Am westlichen Ortsende, in Richtung Dunamocs, steht außerdem eine Bildsäule, die Einheimische als Láng-Kapelle bezeichnen. Sie entstand in den 1920er-Jahren; in der vergitterten Nische ist ein Bild der Jungfrau Maria zu sehen. Zusammen zeigen diese Bauwerke unterschiedliche Formen religiöser Erinnerung im Ort.

Donauufer und Landschaft

Kravany nad Dunajom liegt im Donautiefland auf einem niedrigen linksufrigen Donauwall. Der südliche Teil des Gemeindegebiets ist eine Auenebene mit Altarmen, Flussufern und Auwald. Wer den Blick über die Umgebung schweifen lassen möchte, findet dafür den Aussichtsturm, der ein Panorama der umliegenden Landschaft bietet. Am Donauufer kann man im Sommer schwimmen oder sich sonnen. Prüfen Sie vor einem Besuch die örtlichen Bedingungen am Fluss, da sich die Badebedingungen ändern können.

Für die Wahl einer Ferienwohnung können Sie zunächst überlegen, welcher Schwerpunkt Ihre Reise prägen soll: Bau- und Adelsgeschichte oder Donauufer und Landschaft. So lässt sich Kravany nad Dunajom anhand der eigenen Interessen einschätzen, ohne die einzelnen Sehenswürdigkeiten zu einem festen Besuchsprogramm zu verbinden.

Weitere Reiseziele entdecken: Kameničná, Radvaň Nad Dunajom, Buc, Veľké Kosihy, Imeľ, Okoličná Na Ostrove, Kolárovo, Martovce.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Komárno.

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