Das Naturgebilde Křížky umfasst einen freigelegten Felsaufschluss aus massivem bronzitischem Serpentinit. Lebensräume seltener und gefährdeter Pflanzen beherbergen Arten wie Cerastium alsinifolium, Asplenium adulterinum, Asplenium cuneifolium und Galium sudeticum. Prameny liegt im Landschaftsschutzgebiet Slavkovský les und ist von tiefen Wäldern, Mooren und Quellgebieten umgeben. Wandern und Naturbeobachtung sind hier mögliche Aktivitäten. Wer sich für die Geologie interessiert, findet am Felsaufschluss einen klaren Schwerpunkt; die Pflanzenwelt eröffnet einen zweiten Blick auf die Natur rund um Sangerberg (Prameny).
Zu Fuß auf dem Lehrpfad
Der Lehrpfad Mnichovské hadce ist ein 12 Kilometer langer Fußweg mittlerer Schwierigkeit. Er beginnt an der Kreuzung bei den nationalen Naturdenkmälern Křížky und Upolínová louka. Acht Informationstafeln behandeln die besondere Serpentinitflora, den Einfluss des Serpentinitgesteins auf Vegetation und Mineralwässer sowie die historische Nutzung und Verarbeitung von Serpentinit. Auch das mittelalterliche Bauwerk Dlouhá stoka gehört zu den Themen. So verbindet der Lehrpfad Naturkunde mit Kulturgeschichte, statt den Blick allein auf die Gesteinsformation zu richten.
Als kürzere Möglichkeit ist eine ein Kilometer lange Hin- und Rückwanderung von Křížky und Upolínová louka zur Dlouhá stoka und zurück beschrieben. Sie bietet eine deutlich andere Weglänge als der 12 Kilometer lange Lehrpfad. Die Streckenbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.
Quellen und geologische Orte
Die Quellen Gisela und Rudolf wurden 2012 hergerichtet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das überdachte Quellgebiet der Giselina- und Rudolfova-Quelle bei Prameny bietet natürliche Liegen. Bei den Quellen Gisela, Rudolf und Nový Lázeňský sind bis heute Reste eines früheren Schwimmbads zu sehen. Es handelt sich um Überbleibsel einer früheren Anlage, nicht um ein heutiges Schwimmbad.
Zum Barochův pramen führt von der Kreuzung in Prameny ein blau markierter Abzweig. Die geologische Lokalität Lázně Prameny ist ohne Einschränkung zugänglich; mit dem Auto ist sie bis auf 250 Meter erreichbar. Diese Orte geben unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Planung: eine markierte Abzweigung zur Quelle, ein geologischer Besuchsort und die Quellbereiche mit ihren erhaltenen Spuren früherer Nutzung.
Bergbau- und Kurgeschichte
Die ersten Bewohner von Prameny waren Bergleute, die sich zu Beginn des 14. Jahrhunderts dort niederließen. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1357. In der Umgebung erreichte der Zinn- und Silberbergbau im 16. Jahrhundert seinen Höhepunkt. Diese zeitliche Abfolge führt von den frühen Siedlern über die schriftliche Erwähnung bis zur Blüte des Bergbaus in der Umgebung.
Auch die frühere Nutzung der Quellen gehört zur Ortsgeschichte: In den historischen Kurbädern von Prameny wurde der Rudolfův pramen für Heilbehandlungen verwendet. Der ehemalige Kurkomplex existiert nicht mehr. Die verbliebenen Reste eines früheren Schwimmbads und die überlieferten Quellennamen helfen, die heutige Landschaft von ihrer Kurgeschichte zu unterscheiden.
Historische Orte in der Landschaft
Die Tři kříže stehen auf einem Felsvorsprung in 817 Metern Höhe, rechts der Straße in Richtung Nová Ves und über der Senke der ehemaligen Stadt. Die Upolínová louka liegt um sie herum. Die spätbarocke Kapelle Panny Marie stand um 1750 auf dem bewaldeten Kalvárie, etwa 600 Meter westlich von Prameny. Mit der Zeit wurde sie zu einem beliebten Ziel für Ausflüge und Wallfahrten.
Eine weitere Spur der Ortsgeschichte ist die ehemalige Kirche sv. Linharta: Sie wurde 1958 abgerissen, doch auf dem Gelände sind noch undeutliche Mauerreste vorhanden. Zusammen mit den historischen Angaben zum Bergbau und den früheren Kurbädern erweitert dieser Ort den Blick über die Natur- und Quellenthemen hinaus.
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