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Ostrov Nad Ohří verbindet Schloss- und Ausstellungsgeschichte mit Spazier- und Sportmöglichkeiten an einem geschützten Teichgebiet. Die Stadt bietet dafür unterschiedliche Anhaltspunkte.

Schloss, Kloster und Rathaus

Der Komplex Zámek Ostrov geht auf eine befestigte Stadtburg zurück. Kašpar Šlik ließ sie um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert zu einem Renaissance-Schloss umbauen. In der Dvorana sind eine Ausstellung zur Geschichte des Schlosses sowie eine Ausstellung über das Ostrover Porzellan zugänglich. Letztere widmet sich der einst berühmten, heute nicht mehr bestehenden Porzellanmanufaktur Pfeiffer und Löwenstein Schlackenwerth. Die Ausstellungen setzen damit unterschiedliche historische Akzente: die Geschichte des Schlosses und die des Porzellans.

Im Klosterareal Klášter Ostrov – Posvátný okrsek sind heute alle Gebäude außer dem Klosterkonvent öffentlich zugänglich und dienen als Museumsexpositionen. Die Ausnahme ist für die Besuchsplanung wichtig: Öffentlich zugänglich sind die übrigen Gebäude, nicht der Konvent.

Eine weitere Perspektive bietet die Stará radnice Ostrov. Das gotisch-renaissancezeitliche Gebäude liegt im historischen Zentrum der Stadt am Staré náměstí; dort finden regelmäßig Ausstellungen lokaler und regionaler Künstler statt. In der Ausstellung „Hodinové stroje a strojky“ sind Uhrwerke zu sehen, deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. So begegnen in der Stará radnice sowohl wechselnde künstlerische Ausstellungen als auch historische Technik.

Ausstellungen im Letohrádek

Im Letohrádek Ostrov befindet sich eine Zweigstelle der Galerie umění Karlovy Vary. Sie präsentiert in Wechselausstellungen Werke tschechischer Künstler, überwiegend aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Daneben beherbergt der Pavillon eine ständige Porzellanausstellung. Ihre Sammlung dokumentiert die Porzellanproduktion von den Anfängen des 19. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Wechselausstellungen und die zeitlich weit gespannte Porzellansammlung bieten unterschiedliche Zugänge zur Kunst- und Industriegeschichte. Für die Planung zählt auch die Saison: Der Letohrádek ist von Mai bis Oktober geöffnet. Da sich saisonale Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie die aktuellen Besuchsinformationen vorab.

Teiche, Spaziergänge und Erholung

Die Borecké rybníky bilden eine Gruppe von neun Teichen, die im 16. Jahrhundert angelegt wurden. Ursprünglich dienten sie der Fischzucht und der Bewässerung der umliegenden Felder; heute sind sie ein geschütztes Naturdenkmal. Spazier- und Sportmöglichkeiten sowie ein Lehrpfad machen das Gebiet zu einer anderen Art von Entdeckung als die Ausstellungen und historischen Gebäude.

Der Zámecký park gehört zum Areal von Zámek Ostrov, Palác princů und Letohrádek und erstreckt sich zu beiden Seiten des Jáchymovský potok. Besonders im Frühling und Sommer lädt der Park zu Spaziergängen und zur Erholung auf Bänken oder im Gras ein. Im Vergleich dazu stehen bei den Borecké rybníky der Lehrpfad und die Teichgruppe im Mittelpunkt; der Park bietet ausdrücklich Möglichkeiten zum Ausruhen. Wer Kultur und Aufenthalt im Freien verbinden möchte, kann diese verschiedenen Schwerpunkte bei der Planung berücksichtigen.

Ein historischer Bezug in der Umgebung

In Dolní Žďár u Ostrova erinnert die Rudá věž smrti als nationales Kulturdenkmal an den intensiven Uranerzabbau im Gebiet von Jáchymov nach dem Zweiten Weltkrieg. Besichtigungen sind nach vorheriger Vereinbarung mit dem Eigentümer möglich, der Konföderation politischer Gefangener der Tschechischen Republik. Klären Sie einen Besuch daher vorab mit dem Eigentümer ab.

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