Der englische Landschaftspark von Žleby umfasst etwa 24 Hektar und nutzt den steilen Schlosshang sowie den canyonartigen Mäander der Doubrava. So treffen eine gestaltete Parklandschaft und eine markante Flussform aufeinander. Wer eine Reise nach Zleby plant, findet neben diesem Naturbezug mehrere Schlossrundgänge, Tierbeobachtungen und historische Bauwerke. Die Angebote setzen unterschiedliche Schwerpunkte: von Innenräumen und Schlossgeschichte bis zu Wildtieren und einer Wanderroute.
Schloss Žleby: Rundgänge mit verschiedenen Schwerpunkten
Der Rundgang „Kouzlo romantického zámku“ umfasst Repräsentationssalons, romantische Innenräume und eine Waffenkammer mit einer besonderen Sammlung von Waffen und Rüstungen. Zum Rundgang gehören außerdem der renaissancezeitliche Arkadenhof mit seinen Galerien sowie die historische Schlossküche mit Räumen für den Betrieb und die Speisevorbereitung. Hier stehen die repräsentativen Räume und die Ausstattung des Schlosses im Vordergrund.
„Život na zámku“ richtet den Blick auf das Leben in den Räumen der Familie Auersperg: Die Führung zeigt ihre privaten Salons, Schlafzimmer und Arbeitszimmer. Hinzu kommen Räume des Dienstpersonals, historische Hygiene und die Schlosskapelle Zvěstování Panny Marie. Der Schwerpunkt liegt damit auf dem privaten und alltäglichen Leben im Schloss.
Der Rundgang „Zámek z hradu zrozený“ umfasst den Großen Turm mit Zugang zu einem Aussichtsumgang, romantische Gemächer, Keller und das Untergeschoss der mittelalterlichen Burg. Die Rundgänge unterscheiden sich also nicht nur durch ihre Namen: Sie führen zu verschiedenen Bereichen und Themen des Schlosses. Ihre Inhalte können sich ändern; beim Zugang im Rahmen von „Zámek z hradu zrozený“ sind ebenfalls Änderungen möglich. Prüfen Sie vor der Reise das aktuelle Programm.
Kirchen, Kapellen und weitere Denkmale
Die Kirche Narození Panny Marie in Žleby ist ein Renaissancebau von 1540, der im 19. Jahrhundert verändert wurde. Zu ihrer Anlage gehört die zweigeschossige neorenaissancezeitliche Auersperg-Grabkapelle von 1822, die zentral vor der Westfassade liegt. Die Kirche und die eigenständige Grabkapelle sind geschützte Denkmale. Zusammen geben Bauzeit, spätere Veränderungen und die Grabkapelle einen Einblick in unterschiedliche Abschnitte der Baugeschichte.
Der Glockenturm von Žleby steht auf einer Terrasse über dem rechten Ufer der Doubrava. Sein Obergeschoss ist verbrettert. Westlich von Žleby, in Richtung Markovice, liegt die Kaple Nejsvětější Trojice. Die kleine verputzte Backsteinkapelle hat einen rechteckigen Grundriss. An der Kapelle steht die Jahreszahl 1867; die Restaurierungsjahreszahl 1976 ist eingraviert. In der vorderen Nische befindet sich ein Wandgemälde der Heiligen Dreifaltigkeit. Die Kapelle und die Mariensäule gehören ebenfalls zu den Kulturdenkmälern von Žleby.
Weiße Hirsche, Greifvögel und eine Wanderroute
Die Obora Žleby ist für die Öffentlichkeit geöffnet. Während der Fütterung können Besucher dort eine zahme Herde weißer Hirsche aus 15 Metern Entfernung beobachten. Außerdem werden Flugvorführungen mit Greifvögeln und Eulen angeboten; die Teilnahme hängt von der Programmzeit ab. Bei geführten Rundgängen können Besucher den Tieren näherkommen. Damit unterscheidet sich das Tierangebot deutlich von den auf Schlossräume und Baugeschichte ausgerichteten Rundgängen.
Für eine Wanderung führt ein rot markierter Weg von Žleby über Ronov nad Doubravou, Žlebské Chvalovice, Krkanka und Rudov bis zu den Burgruinen von Lichnice. Die Route verbindet mehrere benannte Orte mit einem Ziel an einer Burgruine. Markierungen und Wegbedingungen können sich ändern; prüfen Sie beides vor dem Aufbruch. So können Sie für Ihren Aufenthalt zwischen einem Schwerpunkt auf Schlossgeschichte, einer Begegnung mit Tieren und einer Wanderung wählen.
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