Zwei Ortsgeschichten, sanft gewelltes Hügelland und die Aussichtswarte „Štátule“ prägen Vranovice-Kelčice. Die Gemeinde vereint die Ortsteile Vranovice und Kelčice, deren schriftliche Erwähnungen deutlich vor dem Zusammenschluss einsetzen. Dazu kommen charakteristische Straßendorfstrukturen, der Kelčický potok und das Naturschutzgebiet Blátka. Kulturgeschichte und Landschaft lassen sich hier an konkreten Orts- und Naturmerkmalen einordnen.
Zwei Ortsgeschichten, später vereint
Die erste schriftliche Erwähnung von Vranovice stammt aus dem Jahr 1337. Vom 16. Jahrhundert bis 1848 gehörte der Ort zu Prostějov. Kelčice ist 1258 sicher schriftlich belegt und blieb bis 1848 im Besitz des Olmützer Kapitels. Kelčice ist damit früher schriftlich greifbar; die genannten Besitzverhältnisse enden für beide Orte im selben Jahr. 1964 wurden Vranovice und Kelčice zur offiziell Vranovice–Kelčice genannten Gemeinde zusammengeschlossen. Der heutige Gemeindename bewahrt so die Verbindung zweier Ortsteile mit eigener historischer Überlieferung.
Ortsbild und Kirchengeschichte
Vranovice und Kelčice bewahren klar erkennbare Straßendorfstrukturen mit charakteristischen zweigeschossigen Bauernhöfen. Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist die Kirche „Kostel sv. Kunhuty“: Sie ist ein romanisches Kulturdenkmal und zählt zu den ältesten Kirchen der Region Prostějov. Die mit ihr verbundene Pfarrei wird seit 1399 erwähnt. Bauernhöfe und Kirchengeschichte stehen damit für unterschiedliche Facetten des baulichen und historischen Charakters der Gemeinde.
Hügellandschaft und Naturschutzgebiet Blátka
Vranovice-Kelčice liegt in der Prostějover Hügellandschaft am Südwestrand der Obermährischen Senke. Das Gelände ist sanft gewellt und flachhügelig: Breit gerundete Rücken werden von den Tälern des Kelčický potok durchzogen. Der Bach durchquert die Siedlung auf ihrer gesamten Länge von Westen nach Osten. So prägen Höhenzüge und Tal gleichermaßen den Landschaftsraum.
Der westliche Teil des Katastergebiets reicht in das Naturschutzgebiet Blátka hinein. Das Gebiet umfasst etwa 84 Hektar und wurde 1985 ausgewiesen. Rund um den Kelčický potok gehören Wiesen, Feuchtgebiete und Wald zu den Landschaftselementen; außerdem weist Blátka geschützte Pflanzen auf. Bachlauf, Feuchtgebiete und Wald geben dem Schutzgebiet unterschiedliche natürliche Merkmale.
Předina und die Aussichtswarte Štátule
Auf dem Gebiet von Kelčice und oberhalb von Dobrochov liegt der Předina. Er erhebt sich auf 313 Meter und gilt lokal als geografischer Mittelpunkt Mährens. Auf dem Předina befinden sich ein Rundfunksender und die Aussichtswarte „Štátule“. In der Vergangenheit war der Höhenzug außerdem ein Ziel für Ausflüge und Versammlungen.
Die Warte ist ein zehn Meter hoher Holzturm mit einer Aussichtsplattform auf acht Metern Höhe. Bei geeigneten Sichtverhältnissen reicht der Blick zu den Jeseníky, den Hostýnské vrchy, dem Záhoří, der Drahanská vrchovina und den Chřiby; Vegetation kann die Fernsicht beeinflussen. Prüfen Sie vor einem Besuch den Zustand des Bauwerks.
Radroute und Straßenanbindung
Radweg Nr. 5041 führt durch Vranovice-Kelčice auf der Strecke Určice–Dětkovice–Vranovice–Kelčice–Dobrochov–Brodek u Prostějova. Wenn Sie diese Route einplanen, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Wegweisung.
Die Schnellstraße D46 verläuft zwischen den Ortsteilen Vranovice und Kelčice und bindet die Gemeinde über die höhenfreie, achtförmige Anschlussstelle Vranovice-Kelčice an. Prüfen Sie für Ihre Anfahrt die aktuelle Straßenbezeichnung und die Anschlussstellendetails. Die D46 beschreibt die Straßenanbindung zwischen den Ortsteilen; Radweg 5041 ist eine davon getrennte Route, die durch die Gemeinde führt.
Weitere Reiseziele entdecken: Skalka U Prostějova, Hrochov, Srbce, Vícov, Niva, Klopotovice, Rozstání, Přemyslovice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Prostějov.