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In Moyne treffen Wege durch drei historische Siedlungen auf eine vielschichtige ländliche Bau- und Ortsgeschichte. Der Radweg 1197 führt durch Černice, Mojné und Záhorkovice; zwei markierte Wanderwege haben eigene Verläufe und Zielpunkte. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie daher zuerst entscheiden, ob Radfahren, Wandern oder historische Orte den Schwerpunkt bilden sollen. Die genannten Wegpunkte bieten dabei eine konkrete Grundlage, um die Aktivitäten getrennt zu betrachten.

Radfahren und Wandern auf unterschiedlichen Wegen

Der Radweg 1197 führt durch Černice, Mojné und Záhorkovice. Oberhalb von Rájov kann er an der Bushaltestelle Zlatá Koruna–Harazim erreicht werden. Prüfen Sie vor der Fahrt den Zugangspunkt und die Angaben zum öffentlichen Verkehr. Auch Wegbeschilderung und Routenführung können sich ändern; kontrollieren Sie daher die aktuelle Kennzeichnung vor dem Aufbruch.

Die beiden Wanderwege lassen sich an ihren Markierungen und Ortsnamen unterscheiden. Der rot markierte Weg führt von Harazim nach Černice und weiter über Jílkův mlýn bis nach Mirkovice. Der gelb markierte Wanderweg beginnt in Černice, führt zum Kulichův kříž und setzt sich nach Chabičovice fort. Wer eine Wanderung auswählt, kann sich an diesen unterschiedlichen Zielorten orientieren. Für beide Wege gilt: Prüfen Sie die aktuelle Beschilderung und Routenführung, bevor Sie losgehen.

Ländlicher Charakter und regionale Einordnung

Die Gemeinde Mojné umfasst die drei historischen Siedlungen Černice, Mojné und Záhorkovice. Mojné hat den Charakter eines ländlichen Bauerndorfes mit mehreren großen landwirtschaftlichen Gehöften, kleineren Bauernhöfen und einfachen Chaluppen. Der ursprüngliche Charakter wurde seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts durch Umbauten und Neubauten teilweise verändert. Beides gehört zum heutigen Bild des Dorfes: seine ländliche Prägung und die Veränderungen, die sich über mehrere Jahrzehnte ergeben haben.

In der Nähe von Mojné liegt das Landschaftsschutzgebiet Blanský les.

Bauwerke und Geschichte in den Siedlungen

Die Kapelle des heiligen Sebastian in Mojné entstand vermutlich vor der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie ist ein Beispiel für hochwertige kleinteilige Architektur; in ihrer Nische befindet sich eine Holzschnitzerei des heiligen Sebastian. Im Zentrum von Mojné steht außerdem eine ursprüngliche Schmiede mit Glockenturm. Diese beiden Bauwerke geben unterschiedliche Einblicke in die lokale Baugeschichte: die Kapelle mit ihrer Gestaltung und dem Schnitzwerk, die Schmiede als Teil des Dorfzentrums.

In Černice bildet die Kirche der heiligen Maria Magdalena ein gut erhaltenes Ensemble mit Glockenturm, Leichenhalle, Friedhofsmauer und einer in die Mauer integrierten Durchgangs-Knochenkammer. Auch das Pfarrhaus dort hat eine lange Baugeschichte: Es ist im Kern spätgotisch, wovon das erhaltene Sattelfortal im Erdgeschoss zeugt. Das denkmalgeschützte Gehöft Nr. 3 in Záhorkovice ist nicht öffentlich zugänglich. Prüfen Sie den Zugangshinweis vor der Reise, wenn Sie es in Ihre Planung aufnehmen.

Eine Urkunde von 1315 nennt Mojné und Černice als Besitz, den Bavor III. von Strakonice dem Kloster Svatá trnová koruna schenkte. Mojné gehörte mehr als viereinhalb Jahrhunderte zum Besitz dieses Klosters. Eine weitere historische Besonderheit ist die Fastnachtsfeier mit dem besonderen Ablauf „Koníček“: Sie wurde ausschließlich in Mojné veranstaltet und unterschied sich von den im Doudlebsko üblichen Umzügen mit Rosen- oder Strohmotiv.

Auch Karel Hrdina verbindet Černice mit der Kulturgeschichte. An seinem Geburtshaus befindet sich eine Gedenktafel. Hrdina übersetzte sowohl die „Vlastní životopis Karla IV.“ als auch Kosmas’ „Chronik von Böhmen“.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Český Krumlov.

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