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Sousedovice verbindet markante Landschaftsbezüge mit einer langen Ortsgeschichte. Der Ort liegt am Fuß des Hradiště; auf dem Dorfanger steht eine rekonstruierte Kapelle, und archäologische Funde reichen weit über die erste schriftliche Erwähnung hinaus. Dazu kommen die Radroute 1068 und jährlich wiederkehrende Masopust-Veranstaltungen. Wenn Sie ein Ziel suchen, bei dem bewaldete Höhen und lokale Geschichte nebeneinanderstehen, bietet Sousedovice diese beiden Themen als Orientierung für Ihren Aufenthalt.

Hügel, Wald und Radroute

Sousedovice liegt am Fuß des 600 Meter hohen Hradiště. Westlich erhebt sich der bewaldete Hügel Kamenná Bába, auch Skalice genannt, mit 555 Metern. Südwestlich von Sousedovice erstreckt sich in Richtung Libětice der langgestreckte, bewaldete Kbýl, 664 Meter hoch. Von diesen drei Erhebungen ist der Kbýl am höchsten; Kamenná Bába liegt niedriger als das Hradiště. Zwischen Sousedovice, Drachkov und Pracejovice erstreckt sich außerdem der ausgedehnte Wald Hůl. So stehen neben einzelnen bewaldeten Höhen auch die Lage eines größeren Waldgebiets zwischen drei Gemeinden als Landschaftsbezug im Raum.

Die Radroute 1068 führt durch Sousedovice und durch eine Landschaft mit weiten Ausblicken. Hinter dem Ort liegt an der Route außerdem die geologische Formation Kamenná baba. Für die Orientierung sind das zwei unterschiedliche Bezüge: Die Radroute verläuft durch Sousedovice, während die Formation hinter dem Ort an der Route liegt. Zusammen mit den genannten Höhen und dem Wald Hůl geben sie der Landschaft rund um den Ort mehrere konkrete Bezugspunkte.

Kapelle und Geschichte des Hradiště

Auf dem Dorfanger steht die Kapelle von Sousedovice, die als bedeutendes Denkmal gilt. Sie wurde 2002 rekonstruiert. Neben dem Gemeindeamt befindet sich das 1936 errichtete Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Kapelle und Denkmal verweisen auf unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte: Die Kapelle ist ein bedeutendes Baudenkmal, das andere Erinnerungszeichen gilt den Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Archäologische Funde belegen, dass das heutige Gebiet von Sousedovice seit mehr als 2.000 Jahren besiedelt ist. Auf dem Hradiště befand sich in der älteren Eisenzeit, etwa im 4. Jahrhundert v. Chr., eine von Steinwällen umgebene Siedlung. Nach der erneuten Besiedlung durch einen slawischen Stamm um das 7. Jahrhundert wurde das Hradiště mit seiner Vorburg Berichten zufolge bis zum 10. Jahrhundert genutzt. Die Geschichte des Hügels reicht damit von einer eisenzeitlichen Siedlung bis in die Zeit der späteren Nutzung mit Vorburg.

Die erste schriftliche Erwähnung von Sousedovice stammt aus dem Jahr 1243. Ebenfalls für 1243 ist eine Schenkung Bavor I. überliefert: Er schenkte einen Teil der Burg Strakonice und mehrere Dörfer, darunter Sousedovice, dem Konvent des Malteserordens. Die erste Erwähnung des Ortes und die Schenkung sind zwei unterschiedliche historische Bezüge desselben Jahres.

Masopust und praktische Hinweise

Jährlich führt ein traditioneller Masopust-Umzug durch Smradice, Libětice und Sousedovice. Außerdem findet in Sousedovice jährlich ein Maskenkarneval für Kinder statt. Wenn Sie Ihre Reise an einem dieser Ereignisse ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine vorab.

Eine weitere praktische Besonderheit betrifft den Mehrzwecksportplatz in Sousedovice: Er ist umzäunt und abgeschlossen, und seine Nutzung muss beim Gemeindeamt gemeldet werden. Berücksichtigen Sie diese Meldepflicht, falls Sie den Platz während Ihres Aufenthalts nutzen möchten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Strakonice.

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