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Weinbaugeschichte, geschützte Kulturdenkmäler und die Landschaft der Chřiby geben Kudlovice verschiedene Seiten. Sie können den Ort über seine historischen Weinberge kennenlernen, den Spuren seiner Baugeschichte folgen oder den Blick auf das Tal und seine Naturmerkmale richten.

Tal und Landschaft der Chřiby

Kudlovice liegt am Fuß der Chřiby-Wälder. Im südöstlichen Teil der Chřiby erstreckt sich die Kudlovická dolina, volkstümlich auch Kudlovská dolina genannt. Das tiefe Tal ist etwa fünf Kilometer lang, liegt zwischen Kostelany und Kudlovice und wird vom Kudlovický potok durchquert. Der Bach bildet dort eine Reihe botanisch interessanter Feuchtgebiete. Tal, Wasserlauf und Feuchtgebiete beschreiben verschiedene Aspekte derselben Landschaft: die Form des Geländes, den Verlauf des Bachs und die besonderen Naturbereiche entlang seines Laufs.

Auch die Geschichte des Tals reicht weit zurück: In der Kudlovická dolina befinden sich Siedlungsspuren aus dem Paläolithikum. Im nördlichen Teil liegt die Felsformation Budačina. Mit ihr sind Sagen über den Aufenthalt von Räubern verbunden. So stehen in der Landschaft konkrete historische Spuren und überlieferte Erzählungen nebeneinander – zwei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Tals.

Weinbau und Veranstaltung im Frühsommer

Weinberge in Kudlovice werden erstmals im Jahr 1466 erwähnt. Für die Weinlage Paňháje ist später eine konkrete Fläche überliefert: 1657 waren dort insgesamt 31 Hektar mit Weinreben bepflanzt. Die beiden Jahresangaben verweisen auf unterschiedliche Stationen der lokalen Weinbaugeschichte – die erste Erwähnung von Weinbergen und den Umfang einer späteren Anpflanzung.

Eine Gelegenheit, Weinbau auch als Veranstaltungsthema zu erleben, bietet der Kudlovický vinný žleb. Jedes Jahr um die Wende von Mai und Juni findet die Weinveranstaltung in der Weingasse Kudlovský žleb an der Hubáčkova ulice statt. Dabei sind die Weinkeller für die Öffentlichkeit geöffnet, und Winzer bieten Weinproben an. Wenn Sie Ihre Reise auf diese Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die konkreten Termine.

Kulturdenkmäler und Ortsgeschichte

Die Kapelle sv. Jana Křtitele ist ein Bau aus behauenem Stein von 1747. Zu ihr gehört eine leicht überlebensgroße Skulpturengruppe, die die Taufe Christi darstellt. Seit 1958 ist die Kapelle als geschütztes Kulturdenkmal in die staatliche Denkmalliste eingetragen. Baujahr, Material und religiöse Darstellung machen sie zu einem markanten Beispiel der örtlichen Kulturgeschichte.

Die Morová kaplička hat einen anderen historischen Bezug: Sie wurde nach 1663 als Dank für die Abwendung der Pest errichtet und ist seit 1999 als geschütztes Kulturdenkmal anerkannt. Die Zvonice ist ebenfalls ein geschütztes Kulturdenkmal; sie stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zusammen mit der Kapelle sv. Jana Křtitele zeigen diese Bauwerke unterschiedliche Aspekte des baulichen Erbes – von der figürlichen Darstellung über einen Bau mit konkretem historischem Anlass bis zur Zvonice.

Das Dům Strmenských veranschaulicht die Wohn- und Wirtschaftsweise eines Kleinbauern an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der Region. Der Blick richtet sich hier nicht allein auf einen Bau, sondern auch auf das Leben und Arbeiten, das er repräsentiert. Ergänzt wird dieses Ortsbild durch das österliche Ratschen der Kinder, „vrgání“, das in Kudlovice überliefert ist.

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