Ein Lehrpfad bis oberhalb von Pašovice, die Baugeschichte der „Chapel of the Holy Trinity“ und Kulturdenkmäler in Javorovec geben Mistřice unterschiedliche Entdeckungsansätze. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, zwischen der längeren Route und einzelnen historischen Orten zu unterscheiden: So sehen Sie auf einen Blick, ob Sie den Schwerpunkt auf Landschaft, einen Ausflug mit dem Fahrrad oder auf Kapellen und Kreuze legen möchten.
Lehrpfad und Wege durch die Landschaft
Der Lehrpfad „Po hranici devíti katastrů“ verläuft von Mistřice bis zur Flur Hrabiny oberhalb von Pašovice und ist etwa neun Kilometer lang. Er ist gut ausgeschildert und mit mehr als zehn Lehrtafeln, Informationstafeln und Wegweisern versehen. Die Route bietet damit einen klaren Streckenverlauf und zahlreiche Orientierungspunkte. Wenn Sie Ihre Zeit für einen Ausflug planen, ist die ungefähre Länge ein konkreter Anhaltspunkt; eine Gehzeit ist damit nicht verbunden. Der Weg eignet sich auch für den Fahrradtourismus, sodass Sie die Strecke ebenso für einen Ausflug mit dem Rad in Betracht ziehen können.
Eine weitere Orientierung bietet die Cyrilometodějská stezka zwischen Maršov und Uherské Hradiště, die durch Pašovice und Mistřice führt. Beide Wegbeschreibungen nennen Mistřice, unterscheiden sich aber in ihren Eckpunkten: Beim Lehrpfad reicht die beschriebene Strecke bis zur Flur Hrabiny oberhalb von Pašovice; die Cyrilometodějská stezka führt zwischen den beiden genannten Orten hindurch. Diese Angaben helfen Ihnen, die Route zu wählen, deren Verlauf am besten zu Ihrem geplanten Ausflug passt.
Natur und Kreuze entlang des Lehrpfads
Der Lehrpfad führt durch die Prakšická vrchovina, die für ihre reiche Fauna und Flora beschrieben wird. Er verläuft außerdem nahe Rovná hora, dem höchsten Punkt, der bis in das gleichnamige Naturschutzgebiet reicht. So stehen bei dieser Route sowohl die Wegführung als auch Landschaft und Naturbezug im Mittelpunkt. Am Beginn des Lehrpfads oberhalb von Mistřice können Sie den Bilavčíkův kříž besichtigen.
Mit diesem Kreuz ist auch eine historische Deutung verbunden. Historische Quellen bringen den Bilavčíkův kříž mit einem Ort in Verbindung, an dem möglicherweise eine Schlacht zwischen den Truppen des böhmischen Königs Jiřík von Poděbrady und des ungarischen Königs Matthias Corvinus stattfand. Die Schlacht ist dabei als Möglichkeit überliefert, nicht als sicherer Ortstermin. Das Kreuz lässt sich dadurch sowohl als Denkmal am Beginn des Lehrpfads als auch im Zusammenhang mit dieser unsicheren historischen Überlieferung betrachten.
Kapellen und Baugeschichte
Die „Chapel of the Holy Trinity“ in Mistřice stammt aus den Jahren 1874 bis 1883. Der Bau begann 1874, wurde durch einen verheerenden Brand unterbrochen und 1883 fertiggestellt. Die Weihe folgte am 10. November 1884. Bauzeit und Weihe liegen damit in unterschiedlichen Jahren. Im Inneren befinden sich Gemälde des Malers Kubíček sowie Statuen der Jungfrau Maria, des heiligen Wenzel, des heiligen Florian, der heiligen Teresa und der heiligen Anna. Die Kapelle verbindet so eine gut nachvollziehbare Baugeschichte mit einer konkreten Ausstattung.
Auch Javorovec bietet historische Sehenswürdigkeiten. Die dortige Kapelle ist barock. Über der gemauerten Grabstätte von František Josef Bulín ließ seine Familie eine gemauerte, der Jungfrau Maria geweihte Kapelle errichten; die Widmung wird mit Dank für das Ende einer Pestepidemie verbunden. Oberhalb von Javorovec steht außerdem an der alten Straße nach Uherské Hradiště ein Kreuz aus dem Jahr 1740. Ein Kryptogramm in alter tschechischer Sprache gehört zu diesem Kreuz. Diese Details geben Ihnen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Besuch: die Bauform der Kapelle, ihre Widmung oder die Inschrift am historischen Kreuz.
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