Akkaya lässt sich über zwei unterschiedliche Geschichten erschließen: die Entwicklung einer Frauenkooperative und die Geschichte der Osman Dede Zaviyesi. Dazu kommt ein regionaler Blick auf die Landwirtschaft rund um den Ort. Diese Themen geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, um zu entscheiden, ob Akkaya zu Ihren Reiseinteressen passt.
Kooperative und Erzeugnisse aus Akkaya
Die Ayaş Akkaya Köyü Kadın Kooperatifi wurde 2007 gegründet, als sich 15 Produzentinnen aus Akkaya zusammenschlossen. Auch in Akkaya tätige Bäuerinnen gründeten die Kooperative; zu ihren frühen Vorhaben gehörte das Projekt einer Anlage zur Herstellung von Tomatenmark. Die Geschichte umfasst damit sowohl den Zusammenschluss der Produzentinnen als auch die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Die folgenden Jahreszahlen zeigen weitere Schritte: 2019 stellte die Frauenkooperative 60 Tonnen Tomatenmark her. 2020 wechselte sie zum ökologischen Landbau und exportierte erstmals nach Deutschland und in die Niederlande. Die Zahl für 2019 beziffert eine Produktionsmenge; die Angaben für 2020 betreffen Anbauweise und Absatzmärkte. So lassen sich Produktion, Anbau und Export als unterschiedliche Seiten der Kooperativengeschichte betrachten.
Die Frauen der Kooperative stellen Dorf-Tarhana, Tomatenmark und Frühstücksaufstriche her. Angeboten werden diese Erzeugnisse über einen Online-Shop und einen Fabrikverkauf. Wenn Sie den Fabrikverkauf in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, klären Sie Zugang und Öffnungszeiten am besten vorab. Die Produktgeschichte ist damit sowohl ein Thema für die Reisevorbereitung als auch ein konkreter Bezug zu Akkaya.
Osman Dede und die Geschichte der Zaviyesi
Die Osman Dede Zaviyesi in Akkaya wird als Moschee und Zaviye aus dem 19. Jahrhundert der osmanischen Zeit zugeordnet. Im näheren Umfeld des Reiseziels gilt Osman Dede als Gründer der Zaviyesi. Im näheren Umfeld ist außerdem eine Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1888 mit ihr verbunden. Gründerzuordnung und Urkunde setzen unterschiedliche historische Bezugspunkte: die mit der Stätte verbundene Person und ein datiertes Dokument.
Auch die Verlegung des Dorfes gehört zur Ortsgeschichte. 1970 wurde es an seinen heutigen, fünf Kilometer entfernten Ort verlegt; zugleich wurde die Stätte verlassen. Diese Entwicklung trennt die Geschichte des Dorfes von der verlassenen Stätte, auch wenn beide in der Erzählung zu Akkaya gehören.
Im näheren Umfeld befindet sich das Osman-Dede-Grabmal. Es wird weiterhin vom Dorf aus besucht; im Allgemeinen kommen Besucher, um sich die Erfüllung ihrer Wünsche und Gebete zu erbitten. Wenn Sie einen Besuch einplanen, klären Sie den Zugang vorab. So können Sie die überlieferte Besuchspraxis von der konkreten Planung Ihres Aufenthalts unterscheiden.
Landwirtschaft im weiteren regionalen Umfeld
Der Blick auf die Landwirtschaft reicht über Akkaya hinaus. Zwischen Akkaya, İlhanköy und Uğurçayırı liegt ein etwa 4.645 Hektar großes Bewässerungsgebiet, das von den Bächen İlhan und Uğur bewässert wird. Anders als die Geschichte der Kooperative und der Zaviyesi, die konkrete Entwicklungen und Orte in Akkaya betreffen, umfasst dieses Gebiet mehrere Dörfer. Die Fläche und die beiden Bäche machen den regionalen Maßstab der Landwirtschaft rund um Akkaya anschaulich.
Für die Wahl des Reiseziels können Sie die Themen nach Ihrem Interesse gewichten: Die Kooperative bietet einen Zugang zu Erzeugnissen und ihrer Entwicklung über mehrere Jahrzehnte; die Zaviyesi und das Osman-Dede-Grabmal führen zu historischen und religiösen Bezügen. Das Bewässerungsgebiet ergänzt diese Ortsperspektive um einen Blick auf die umliegende Landwirtschaft.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Serinyayla Köyü, Ankara, Ayaş, Temelli Yenihisa, Akyurt/Ankara, Polatlı, Şereflikoçhisar, Çayırhan.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ankara.