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Yukarışahinler und die Geschichte Napşitis

Yukarışahinler lässt sich über die Geschichte der Siedlung Napşiti und über konkrete Ortsbezeichnungen einordnen. Besonders aufschlussreich ist die Trennung zwischen älteren Siedlungsnamen, späteren Dorfbezeichnungen und einzelnen historischen Befunden. So können Sie die zeitlichen Ebenen auseinanderhalten und entscheiden, ob die kulturgeschichtliche Seite des Ortes zu Ihrer Reise passt.

Yukarışahinler ist eines der beiden heutigen Dörfer, die aus der historischen Siedlung Napşiti hervorgegangen sind. Als Napşiti noch ein einziges Dorf war, gliederte es sich in Tudeni Napşiti (Aşağı Napşiti), Jileni Napşiti (Yukarı Napşiti) und Orta Napşiti. Diese Namen gehören zur älteren Siedlungsbeschreibung und sind nicht einfach alternative Schreibweisen des heutigen Ortsnamens.

1954 wurde die historische Siedlung Napşiti in Aşağı Napşit und Yukarı Napşit geteilt. 1959 änderte das Gesetz Nr. 7267 den Bestandteil „Napşit“ in den Namen der beiden Dörfer zu „Şahinler“. Die Abfolge hält zwei verschiedene Schritte fest: zunächst die Teilung, danach die Änderung der Namen. Wenn Ihnen in der Ortsgeschichte Napşiti, Aşağı Napşit oder Yukarı Napşit begegnen, hilft diese Unterscheidung dabei, ältere Siedlungsangaben von der späteren Namensform abzugrenzen.

Friedhofssteine, Brücke und Bauzeugnisse

Eine 1999 veröffentlichte Kulturerhebung beschreibt auf dem Friedhof des Yeniyol-Viertels in Yukarı Şahinler drei Gräber mit Kopf- und Fußsteinen. Auf dem Friedhof der Merkez Camii wurden ein aus seiner ursprünglichen Lage versetzter und beschädigter Grabkopfstein sowie ein entsprechender Fußstein festgestellt. Auf Grabsteinen der Friedhöfe im Yeniyol-Viertel und bei der Merkez Camii stehen die Hidschri-Jahre 1296, 1304, 1310 und 1312; die einzelnen Jahreszahlen sind keinem bestimmten Stein zugeordnet.

Die vier Hidschri-Jahreszahlen und die Daten 1954 und 1959 gehören zu unterschiedlichen historischen Ebenen: Die einen stehen auf Grabsteinen, die anderen markieren Veränderungen der Siedlung und ihrer Namen. So lassen sich die Steininschriften von der Entwicklung der Siedlungsgeschichte unterscheiden. Wenn Sie die Friedhöfe aufsuchen möchten, klären Sie den Zugang bitte vorab.

Die Aşağı Şahinler Köprüsü verbindet das Yeniyol-Viertel in Yukarı Şahinler mit Kestanealan. Die Brücke bildet damit einen anderen Ortsbezug als die Friedhöfe: Sie verbindet benannte Orte, während die Grabsteine historische Daten tragen.

Eine Dokumentation aus 2014 hielt in Yukarı Napşiti drei Laz-Häuser fest, die ihre architektonische Prägung bewahrt hatten, sowie vier Serender. Wenn Sie sich für diese Bauten interessieren, klären Sie bitte vorab, ob ein Besuch möglich ist.

Lokale Namen und Dereiçi-Moschee

Auch lokale Landschaftsbezeichnungen geben einen Zugang zur Ortsgeschichte. Der Bach bei Jileni Napşiti trug den lasischen Namen Aporğala. Ein steiniger Bereich in Yukarı Napşiti war unter dem Namen Kikitavi bekannt. Die beiden Bezeichnungen beziehen sich auf unterschiedliche Landschaftsmerkmale – einen Bach und einen steinigen Bereich – und ergänzen die Siedlungs- und Baugeschichte um lokale Namen für die Umgebung.

Die Dereiçi-Moschee in Yukarı Şahinler dient als Gebetsstätte, ist dem Diyanet angeschlossen und bietet zu bestimmten Zeiten Koran-Kurse an. Wenn Sie die Moschee besuchen möchten, klären Sie den Zugang bitte vor Ort.

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