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Welche Facetten sollen Ihren Aufenthalt in Nizip bestimmen? Mehrere sakrale Bauwerke der Stadt unterscheiden sich durch ihre Eingänge und Portale, während Zeugma im Bezirk Nizip die archäologische Perspektive erweitert. Auch das Picknickgebiet Karpuzatan am Nizip-Bach und die Herstellung der Nizip-Seife eröffnen eigene Themen. Für die Suche nach einer Ferienwohnung kann diese Auswahl als Orientierung dienen: Entscheiden Sie zunächst, ob Architektur, Archäologie, Natur oder lokales Handwerk Ihren Schwerpunkt bilden soll.

Sakralbauten: Bögen, Ornamente und ein unbekanntes Baudatum

Die Fevkani-Kirche liegt im Stadtteil Şıhlar von Nizip; ihr genaues Baudatum ist unbekannt. Die Çarşı Camii besitzt an ihrer Nordfassade ein reich ornamentiertes Portal mit floralen Motiven, paarweise angeordneten Säulen, Rosetten und Medaillons. Seine Gestaltung spiegelt eine Interaktion zwischen türkischen und armenischen Handwerkern wider. So vereinen sich an diesem Portal konkrete Schmuckformen mit einer besonderen Aussage zur handwerklichen Gestaltung.

Auch die Eingänge anderer Moscheen unterscheiden sich deutlich. Bei der Saha Camii rahmen leicht kannelierte Säulchen den flachbogigen Eingang; zu beiden Seiten befinden sich jeweils zwei rechteckige Fenster mit geraden Stürzen. Über dem flachbogigen Eingang der Şıhlar Camii liegen vier Blattmotive. Die Molla Ahmed Camii verbindet einen flachbogigen Eingang mit einer spitzbogigen Nische; beidseits befinden sich rundbogige Fenster und rundbogige Mihrab-Nischen. Bei der Tahtani Camii liegt ein rundbogiger Eingang innerhalb einer spitzbogigen Nische. Als Vergleichsmerkmal hilft die Form des eigentlichen Eingangs: Molla Ahmed und Tahtani teilen die spitzbogige Nische, unterscheiden sich aber im Bogen des Eingangs. Bei Saha kommen die leicht kannelierten Säulchen und die Fenster auf beiden Seiten hinzu.

Zeugma im Bezirk Nizip

Die antike Stadt Zeugma liegt am Euphrat innerhalb der Grenzen des Dorfes Belkıs im Bezirk Nizip. Als wichtigste archäologische Bedeutung der Stätte gelten ihre römischen Villen und Bodenmosaiken. Durch Ausgrabungen ist bislang nur ein kleiner Teil freigelegt worden. Bei den Grabungen wurden rund 100.000 Bullae geborgen. Archäologische Fachleute bezeichnen die im Archäologiemuseum Gaziantep ausgestellte Sammlung als die weltweit größte Zahl von Bullae im Bestand eines Museums. Der Ort am Euphrat, die begrenzte bisherige Freilegung und die Präsentation der Funde im Museum sind unterschiedliche Aspekte, die Zeugma archäologisch interessant machen.

Natur und Seifenherstellung

Das Picknickgebiet Karpuzatan liegt am Nizip-Bach im Bezirk Nizip und bietet die Möglichkeit, Zeit in der Natur zu verbringen. Die traditionelle Nizip-Seife führt zu einem anderen Thema: Sie wird aus Prinaöl aus Nizips Olivenölrückständen und aus der Säure des Nizip-Olivenöls hergestellt. Bei der Herstellung wird der Teig von Hand geschnitten und im Käfigsystem mindestens drei Monate lang natürlich getrocknet. Damit gehören Rohstoffe, Handarbeit und eine klar benannte Trocknungsdauer zum Herstellungsablauf. Neben den Bögen und Ornamenten der Sakralbauten lässt sich Nizip so auch über ein lokales Produkt und dessen Verarbeitung betrachten.

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