Szulimán ist mit dem Auto über eine Verbindungsstraße erreichbar, die von der Route 67 abzweigt. Historische Spuren prägen den Ort ebenso wie die Fragen, welche Wege durch ihn führen und was von der früheren Bahn geblieben ist.
Anreise und historische Wege
Durch Szulimán führt kein markierter Wanderweg. Wenn Sie eine Wanderung planen, prüfen Sie die aktuellen Wegverhältnisse vor Ort. Die Bahn gehört hier zur Geschichte: Die Strecke Kaposvár–Szigetvár wurde am 31. Dezember 1976 stillgelegt. Der ehemalige Haltepunkt Szulimán lag nahezu gegenüber der Abzweigung der Verbindungsstraße. Dort befand sich das Wärterhaus Nr. 4; der Haltepunkt ist keine in Betrieb befindliche Station.
In der näheren Umgebung von Szulimán fließt der Almás-patak westlich der ehemaligen Bahntrasse. Zusammen mit der Lage des früheren Haltepunkts ergibt sich so ein konkreter Bezug zu diesem historischen Korridor, ohne die heutige Bahnlinie mit einer aktuellen Verbindung zu verwechseln.
Ortsgeschichte und Denkmal
Szulimán wurde 1403 erstmals unter der Schreibweise Zelewmal erwähnt. Im 16. Jahrhundert war der Ort im Besitz von Török Bálint. Nach der Vertreibung der Osmanen wurde Szulimán von Kroaten und Ungarn wiederbesiedelt; seit 1800 siedelten sich deutsche Familien an. Diese Angaben markieren unterschiedliche Phasen der Ortsgeschichte: frühe Erwähnung, Besitzverhältnisse und spätere Besiedlung.
Eine überlieferte Deutung nennt Szőlőmál als früheren Namen Szulimáns. Der Name bedeutet „mit Weinreben bepflanzter Hang“. Das Denkmal „I. és II. világháborús emlékmű“ steht auf dem Zrínyi tér vor der Kirche; sein ungarischer Name bezieht sich auf den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Damit gibt es neben den historischen Stationen der Siedlungsgeschichte auch einen genau benannten Ort für das Gedenken.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Branau
Im übergeordneten Reiseziel Branau liegen weitere, klar unterscheidbare Schwerpunkte. Die frühchristliche Nekropole von Sopianae in Pécs umfasst verzierte Gräber aus dem 4. Jahrhundert. Sie sind als unterirdische Grabkammern mit oberirdischen Gedenkkapellen angelegt und mit reich ausgestalteten christlichen Wandmalereien versehen. Einen anderen kulturgeschichtlichen Akzent setzt das Zsolnay-Kulturviertel mit der Ausstellung „Golden Age of Zsolnay“, der „Pink Exhibition“ und einer Ausstellung zur Familien- und Fabrikgeschichte.
Für Kinder gehören im Zsolnay-Kulturviertel Freiluftspielplätze, ein interaktives Lab, ein Planetarium, das Bóbita-Puppentheater, eine Keramikmalwerkstatt und Kurse in der Hercules-Werkstatt zum Angebot. Der frei zugängliche Außenbereich kann während der Öffnungszeiten kostenlos genutzt werden; prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.
Ein anderer thematischer Schwerpunkt liegt beim Ős-Dráva-Besucherzentrum nahe Szaporca. Dort gibt es eine interaktive Ausstellung, einen landwirtschaftlichen Vorführbereich mit praktischer Bewirtschaftung und drei thematische Lehrpfade. Sie vermitteln Wissen über traditionelle Landwirtschaft, das Ős-Dráva-Programm und die Tierwelt entlang der Drau. Im Landwirtschaftsbereich werden einheimische ungarische Haustiere gezeigt, darunter Graurinder, Mangalitza-Schweine, Huzulenpferde sowie alte Schaf- und Geflügelrassen.
Die Unterschiede zwischen diesen Themen helfen bei der Auswahl: In Pécs stehen Gräber und Wandmalereien sowie Familien- und Fabrikgeschichte im Mittelpunkt; nahe Szaporca geht es um Landwirtschaft und Tierwelt. In Villány kann man in der Kellerzeile das ganze Jahr über von Keller zu Keller gehen und Weine sowie Speisen verkosten.
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