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Der Farol Santa Luzia ist 12 Meter hoch, wurde vor mehr als 100 Jahren in Schottland gebaut und sendet ununterbrochen Navigationssignale mit einer Reichweite von 16 Seemeilen. Er liegt zwischen dem Morro do Moreno und der Praia da Costa. Schiffe, die in den Häfen von Vitória, Vila Velha und Tubarão anlegen, nutzen ihn zur Orientierung. An diesem Leuchtturm treffen Baugeschichte und eine konkrete maritime Funktion aufeinander – ein prägnanter Einstieg in die unterschiedlichen Seiten von Vila Velha.

Kulturerbe rund um Prainha

Das Convento da Penha und die Igreja Nossa Senhora do Rosário gehören zum Sítio Histórico da Prainha. Das Convento ist ein Heiligtum, das 1558 von versklavten Menschen auf einem großen Felsen errichtet wurde. Es gilt als eines der schönsten und ältesten Bauwerke des kolonialen Brasiliens und als ältestes Marienheiligtum des Landes. Der Zugang führt über einen Weg aus rustikalen Steinen, der an Resten des ursprünglichen Atlantischen Regenwalds mit verschiedenen Pflanzen- und Tierarten entlangführt. So verbinden sich an diesem Ort sakrale Geschichte und eine Landschaft, die von Fels und Waldresten geprägt ist.

Die Igreja do Rosário gilt als älteste noch in Betrieb befindliche Kirche Brasiliens und ist ein geschütztes Kulturgut des Instituto do Patrimônio Histórico e Artístico Nacional (Iphan). Ihr Bau begann 1535, kurz nach der Ankunft des donatário, zunächst als Kapelle. Später erhielt die Kirche ein größeres Kirchenschiff und den Namen Igreja Santa Catarina, bevor sie als Igreja do Rosário bekannt wurde. Die Abfolge der Namen und Bauphasen macht ihre lange Geschichte auch ohne eine Verkürzung auf ein einzelnes Datum verständlich.

Museen, Kunst und Stadtgeschichte

In Prainha befindet sich das Museu Atelier Homero Massena, ein städtisches Hausmuseum. Der Künstler Homero Massena lebte dort von 1951 bis 1974; eröffnet wurde das Museum am 30. Oktober 1986. Zu seiner Sammlung gehören persönliche Gegenstände von Homero Massena und seiner Ehefrau Edy Massena, einige ihrer Gemälde sowie Werke anderer renommierter Künstler aus Espírito Santo. Die Sammlung verbindet damit biografische Bezüge und Kunst aus dem Bundesstaat.

Das Museu Vale liegt in der ehemaligen Antiga Estação Ferroviária Pedro Nolasco am Ufer der Bucht von Vitória, in einem industriell und hafenwirtschaftlich geprägten Gebiet der Gemeinde. Es widmet sich der Eisenbahngeschichte, zeitgenössischer Kunst und Kunstvermittlung. Dazu gehört die Geschichte des Baus der Estrada de Ferro Vitória a Minas; außerdem engagiert sich das Museum kontinuierlich für die Ausbildung junger Menschen und für kulturelle Aktivitäten in der Region. Die Casa da Memória ergänzt das kulturelle Bild von Prainha als vom IGHVV geführter Kulturraum für thematische Kunstausstellungen und kulturelle Veranstaltungen.

Auch Barra do Jucu eröffnet einen anderen Blick auf die Ortsgeschichte: Das Gebiet war früher ein Fischerdorf und ist mit dem Lied „Madalena“ von Martinho da Vila verbunden.

Strände, Natur und Aktivitäten

Die Strände von Vila Velha unterscheiden sich in ihrem Charakter. Die Praia da Costa zählt zu den belebtesten Stränden des Bundesstaates Espírito Santo und bietet touristische Infrastruktur, eine Promenade, einen Radweg, Restaurants und Sandstrand. Die Praia de Itapoã wird häufig zum Spazierengehen, für Sport und für Freizeit mit der Familie genutzt. Die Praia de Itaparica zeichnet sich durch eine weitläufige urbanisierte Uferzone und ein ausgeprägtes Nachtleben aus. Diese Beschreibungen geben Ihnen verschiedene Anhaltspunkte für die gewünschte Mischung aus Strand, Bewegung und städtischem Umfeld.

Für Natur und Aussicht ist der Morro do Moreno ein eigener Schwerpunkt. Er wird zum Wandern, für Abenteuersport und zum Genießen der Landschaft besucht; zu den genannten Aktivitäten zählen Gleitschirmfliegen, Klettern und Trekking. Das ganze Jahr über zieht er Abenteuerlustige an. Vom Morro do Moreno reicht der Panoramablick über Vila Velha und Vitória, die Terceira Ponte und die Küste von Espírito Santo. Die Praia Secreta bietet eine ruhigere Landschaft mit Felsformationen und einheimischer Vegetation. Auch an der Praia da Sereia prägen Felsen und einheimische Vegetation die ruhigere Landschaft. Dort können sich die Besuchsbedingungen ändern; prüfen Sie diese vor Ihrem Besuch.

Küche und Orientierung unterwegs

Zu den typischen Gerichten der Küche von Espírito Santo zählen die traditionelle Moqueca Capixaba, die Torta Capixaba und Speisen mit frischen Meeresfrüchten. Damit lässt sich die Auswahl lokaler Küche mit einem Aufenthalt verbinden, der ebenso Raum für Strände, Kulturerbe oder Natur lässt.

Für die Orientierung zwischen Praça do Papa und Prainha verbindet die Aquaviário-Linie 402 beide Orte. Fahrpläne können sich ändern; prüfen Sie diese daher vor der Fahrt. Die Aquaviário-Station Estação Governador Albuíno Azeredo befindet sich in Prainha an der Rua Antônio Ataíde 246, Centro, Vila Velha. So stehen neben den verschiedenen kulturellen und landschaftlichen Schwerpunkten auch konkrete Angaben zur Verbindung und zum Stationsstandort bereit.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Espírito Santo.

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