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In Fundão gehören Wasserfälle, Kulturgeschichte, Straßenrouten und Küstenorte zu den unterschiedlichen Seiten des Munizips. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung hilft eine erste Frage: Soll Natur den Aufenthalt prägen, interessieren Sie sich besonders für die Geschichte des Ortskerns und der Distrikte, oder zieht es Sie ans Wasser bei Praia Grande und am Rio Reis Magos? Die örtlichen Ziele bieten dafür verschiedene Schwerpunkte, ohne eine feste Ausflugsfolge vorzugeben.

Straßenroute und Orientierung

Die Rota das Orquídeas ist eine 13 Kilometer lange asphaltierte Straße. Sie umfasst Três Barras, Duas Bocas und das Viertel Beira Rio im Sitz des Munizips und führt zum Parque Municipal do Goiapaba-Açu. Für die Straßenverbindung nach Fundão ist die BR-101 besonders wichtig; sie verbindet das Munizip mit dem Norden und Süden des Bundesstaats Espírito Santo. An der BR-101 befindet sich außerdem eine Ansammlung von Verkaufsständen, an denen lokale und aus dem Landesinneren stammende Tangerinen verkauft werden. Touristinnen und Touristen nennen sie häufig „Shopping das Mexericas“.

Wasserfälle und Natur

Die Cachoeira de Fundão ist eine Attraktion der Stadt. Sie besteht aus kleinen Wasserfällen, die sich über mehr als 500 Meter erstrecken. Davon unterscheidet sich die Cachoeira do Jarrão: Sie gilt als besonders erschlossener und bekannter Wasserfall von Fundão. Ihr Becken ist zum Baden geeignet; im Allgemeinen verfügt der Wasserfall über eine gewisse unterstützende Infrastruktur. So stehen beim Thema Wasserfälle sowohl die Abfolge kleiner Wasserfälle als auch ein zum Baden geeignetes Becken im Mittelpunkt.

Der Parque Natural Goiapaba-açu ist ein Schutzgebiet nachhaltiger Nutzung im Distrikt Irundi, an der Grenze zwischen Fundão und Santa Teresa. In der APA und im Park von Goiapaba-Açu wurden mehr als 130 Vogelarten registriert, darunter einige gefährdete Arten. Für Naturinteressierte bietet diese Artenvielfalt einen eigenen Schwerpunkt neben den Wasserfällen. Auch die Rota das Orquídeas führt zum Parque Municipal do Goiapaba-Açu; die Straße und das Schutzgebiet sind dabei unterschiedliche Orientierungspunkte.

Ortsgeschichte und Bauwerke

Die Entstehung Fundãos ist eng mit dem Rio Reis Magos verbunden, der auch Rio Fundão genannt wird. Der Bau der Igreja Matriz São José steht ebenfalls in engem Zusammenhang mit der Entwicklung des Ortskerns. Die Kirche gilt als Symbol der Identität Fundãos und steht für den Glauben und die Tradition jener Familien, die die Stadt ausgehend von der früheren Fazenda Taquaraçu aufbauten.

Die Escadaria Crysantho de Jesus Rocha verbindet den unteren Stadtbereich nahe der Eisenbahn mit dem oberen Bereich um die Igreja Matriz São José. Zusammen mit der Casa da Cultura, die um 1882 als Sitz der Fazenda Taquaraçu errichtet wurde, verweist sie auf die Geschichte des Ortskerns. Im staatlichen Denkmalregister ist außerdem die ehemalige Residenz der Familie Agostini als zivile Architektur verzeichnet.

Auch in den Distrikten finden sich markante Bauwerke. Die Capela de Nossa Senhora da Vitória in Irundi wurde 1878 errichtet und ist ein Beispiel religiöser Architektur aus dem Kaffeezyklus im Landesinneren von Espírito Santo. Die Igreja Bom Jesus da Lapa entstand Anfang des 20. Jahrhunderts auf einer felsigen Anhöhe. Sie ist ein sichtbarer Orientierungspunkt und Teil der Landschaft, die mit der Área de Proteção Ambiental de Goiapaba-Açu verbunden ist.

Kultur und lokale Küche

Im Distrikt Timbuí unterstützt die Casa de Memória Antenor Neto die Congo-Kultur in Fundão. Sie dient den Bandas de Congo de Fundão, darunter der Associação das Bandas de Congo de Fundão (ABC), als Treffpunkt, Proben- und Organisationsort. Regelmäßig finden dort Workshops zur Herstellung von Casacas und anderen Instrumenten statt. Die traditionellen Feste zu Ehren von São Benedito und São Sebastião gelten als wichtigste kulturelle Manifestation des Munizips; die Igreja Nossa Senhora da Penha nimmt darin eine zentrale Rolle ein.

Auch die Küche bietet einen eigenen Zugang zur lokalen Kultur. In Fundão gehören Zutaten aus dem Landesinneren und vom Meer zu den Gerichten. Dazu zählen handgemachte Pasta, Polenta und Fisch sowie traditionelle Rezepte, die über Generationen weitergegeben wurden. Zusammen mit den Kirchen, der Casa de Memória und den Wasserzielen ergibt sich ein abwechslungsreiches Bild für die Wahl des Aufenthaltsschwerpunkts.

Weitere Reiseziele entdecken: Divino de São Lourenço, Serra, Nova Venécia, Baixo Guandu, Pedro Canário, Angra dos Reis, Mimoso do Sul.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Espírito Santo.

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