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Mimoso do Sul lässt sich über konkrete kulturelle und landschaftliche Eindrücke kennenlernen: Vom Cristo Redentor reicht der Panoramablick über die Stadt, während das nahe São Pedro do Itabapoana für historische Straßen, Handstickerei und ein Musikfestival steht. Dazu kommen regionale Bräuche und eine Küche mit syrisch-libanesischen Einflüssen. Mimoso do Sul gehört zur Rota dos Vales e do Café und zum Consórcio de Desenvolvimento Sustentável der Gemeinden der Região dos Vales e do Café.

Aussicht und Anfahrt

Das Cristo Redentor de Mimoso do Sul steht auf einem Hügel und bietet einen Panoramablick auf die Stadt. Der Blick richtet sich damit auf Mimoso do Sul selbst und ergänzt die kulturellen Eindrücke um eine landschaftliche Perspektive.

Der Gipfel Pedra Estrela Dalva kann über einen Fußweg erreicht werden, der in der Gemeinde Farol im Distrikt São José das Torres innerhalb von Mimoso do Sul beginnt. IEMA führt die Attraktion derzeit als zur Besichtigung geöffnet. Besuche von Attraktionen auf Privatgrund sollten den Eigentümern angekündigt werden.

Von Vitória aus führt die Anfahrt über die BR-101 Sul bis Cachoeiro de Itapemirim und anschließend über die ES-177 in Richtung Mimoso do Sul. Prüfen Sie vor Reiseantritt die Straßenverhältnisse.

Historische Straßen und Handwerk in São Pedro do Itabapoana

Im nahen São Pedro do Itabapoana umfasst das historische Ensemble 41 denkmalgeschützte Immobilien. Die städtische Beschreibung nennt diese Bestandszahl; sie kann sich ändern. Die Straßen des Ensembles sind mit „pé de moleque“-Steinpflaster versehen, einem charakteristischen Merkmal des historischen Ortsbilds.

Ebenfalls in São Pedro do Itabapoana findet jährlich das Festival de Inverno da Sanfona e da Viola statt, das Besucher aus ganz Brasilien anzieht. Der Termin ist das letzte Wochenende im Juli; die Daten können je Ausgabe variieren. Wenn Sie Ihre Reise auf das Festival ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe.

Das Bordado de São Pedro do Itabapoana ist eine ganzjährig ausgeübte Handstickerei. Unterschiedliche Muster finden sich auf Tischdecken, Tischläufern, Geschirrtüchern, Laken und Handtüchern. Nachmittags sind Stickerinnen vor ihren Häusern bei der Arbeit zu sehen. So verbindet der Ort ein historisches Straßenbild mit einer Handwerkstradition, die nicht an einen einzelnen Festtermin gebunden ist.

Auch die Folia de Reis gehört zu den regionalen Bräuchen. Sie wird traditionell vom 25. Dezember bis zum 6. Januar sowie am 20. Januar in ländlichen und städtischen Gebieten von Muqui und Mimoso do Sul begangen. Gruppen von zwölf Personen ziehen von Haus zu Haus, bitten um Einlass und führen im Inneren Aufführungen mit Gesang und Musik zu den Prophezeiungen über die Geburt Jesu auf. Festival und Folia de Reis bieten damit unterschiedliche saisonale Anknüpfungspunkte; die Handstickerei wird ganzjährig ausgeübt.

Küche und Siedlungsgeschichte

Zur syrisch-libanesisch geprägten Küche von Mimoso do Sul gehören Kibe, Tabule, Merche oder Charuto sowie Mijadra. Diese Gerichte sind Teil einer kulinarischen Tradition, die sowohl mit dem Restaurant Amani als auch mit den Haushalten der Stadt verbunden ist.

In der Gemeinde liegt außerdem die archäologische Stätte Porto Limeira, 42 km vom Sitz der Gemeinde Mimoso do Sul entfernt. Dort sind die Ruinen einer Kapelle, eines Friedhofs, einer ehemaligen Apotheke, von Häusern und einer Gasse zu sehen. Über diesen Weg kamen die ersten Siedler der Gemeinde aus Minas Gerais und Rio de Janeiro. Die Ruinen verbinden so bauliche Spuren mit der Siedlungsgeschichte der Gemeinde.

Weitere Reiseziele entdecken: São Pedro do Itabapoana, Fundão, Angra dos Reis, Serra, Baixo Guandu, Pedro Canário, Nova Venécia, Divino de São Lourenço.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Espírito Santo.

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