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Neenstetten lässt sich über zwei konkrete Themen erschließen: die evangelische Pfarrkirche St. Ulrich mit ihren verschiedenen Bauphasen und eine Rundwanderung durchs Eschental, die in Neenstetten beginnt und dorthin zurückführt. Auch die Landschaft bietet einen eigenen Zugang: Das Gemeindegebiet liegt auf einem Höhenrücken oberhalb des Lonetals und ist von Tälern begrenzt.

Landschaft des Gemeindegebiets

Neenstetten gehört naturräumlich zur Niederen Flächenalb. Im Kern ist das Gemeindegebiet eine wellige, verkarstete Rumpffläche, die von Nordwesten nach Südosten abfällt. Den Ostrand bildet das kasten- bis kerbtalförmige Eschental-Eisental-Märklestal; im Süden markiert das Untere Trutteltal die Gemeindegrenze. Die Beschreibung umfasst damit mehr als den Höhenrücken: Sie benennt auch die Talzüge, die das Gemeindegebiet an seiner Ost- und Südseite begrenzen.

St. Ulrich und ihre Bauphasen

Die evangelische Pfarrkirche St. Ulrich ist eine ummauerte Saalkirche mit Satteldach. Im Ostturm befindet sich der eingezogene, gewölbte Rechteckchor. Ihre Baugeschichte lässt sich an mehreren Zeitabschnitten ablesen: Der frühgotische Chorturm stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Das Kirchenschiff stammt spätestens aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1603 nach Westen verlängert. Die oberen Turmgeschosse und der Turmhelm stammen von 1730. So treffen an der Kirche unterschiedliche Bauphasen aufeinander, vom mittelalterlichen Chorturm bis zum späteren Turmabschluss.

Wer sich für die Entwicklung eines Kirchenbaus interessiert, kann hier auf die einzelnen Bauteile achten: auf das Schiff, den eingezogenen Chor im Ostturm und die verschiedenen Abschnitte des Turms. Die Jahresangaben ordnen diese Teile zeitlich ein, ohne den Bau auf eine einzige Epoche zu reduzieren.

Rundwanderung durchs Eschental

Die Rundwanderung beginnt in Neenstetten, führt durchs Eschental hinunter ins Lonetal und über Börslingen zurück nach Neenstetten. Damit liegen Start und Ziel im selben Ort; unterwegs führt der beschriebene Verlauf vom Eschental ins Lonetal und anschließend über Börslingen zurück. Wenn Sie die Tour einplanen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.

Weitere Themen im Alb-Donau-Kreis

Im übergeordneten Reiseziel Alb-Donau-Kreis kommen weitere landschaftliche und kulturelle Themen hinzu. Der Alb-Donau-Kreis ist Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Bei Schelklingen liegt der Hohle Fels, eine UNESCO-Welterbe-Höhle und Fundort der „Venus vom Hohle Fels“ sowie der „Geierknochenflöte“. Beide Funde sind etwa 42.500 Jahre alt. In Blaustein liegt im Tal der Blau das Steinzeitdorf Ehrenstein, eine jungsteinzeitliche Siedlung und Teil des transnationalen, seriellen UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“.

Auch die Klosteranlagen unterscheiden sich in ihrer Geschichte. Das Kloster Blaubeuren wurde 1085 als Benediktinerkloster gegründet und besteht heute hauptsächlich aus gotischen Gebäuden aus den Jahren 1466 bis 1510. Die ehemalige Prämonstratenserabtei Obermarchtal liegt im Alb-Donau-Kreis. Die Klosteranlage erhebt sich direkt über der Donau und erhielt ihre heutige Form zwischen 1686 und 1795.

Für Wanderungen stehen im Alb-Donau-Kreis 20 Rundwege der „Eiszeitpfade“ zur Auswahl. Sie sind 6 bis 14 Kilometer lang und eignen sich für Tageswanderungen. Die familienfreundlichen „Eiszeitspuren“ haben eine Länge von 1 bis 6 Kilometern; der Besinnungsweg ist für Mehrtagestouren gedacht. Die Angebote decken damit unterschiedliche Weglängen und Tourformen ab.

Auch die regionalen Radangebote haben klar benannte Distanzen: Die Tour „Eiszeittäler“ ist 75 Kilometer lang, die „Berg Bier-Tour“ 115 Kilometer. Der Radweg „Albtäler“ umfasst 186 Kilometer und trägt eine Vier-Sterne-Auszeichnung. So lassen sich die drei Angebote zunächst nach ihrer Länge unterscheiden.

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