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Obermarchtal vereint Klosterbarock, Ortsgeschichte, Fasnet und Naturerlebnisse als unterschiedliche Schwerpunkte eines Aufenthalts.

Klosteranlage, Dorfkirche und Ortsgeschichte

Die Klosteranlage Obermarchtal gilt als einzige architektonisch in sich geschlossene, vollendete und vollständig erhaltene Barockklosteranlage Oberschwabens. Sie erhebt sich direkt über der Donau und erhielt ihre heutige Form zwischen 1686 und 1795. Für Reisende mit Interesse an Baukunst ist die Klosteranlage damit ein prägnanter Schwerpunkt.

Bei einer Klosterführung können Besucher die 68 Meter hohen Doppeltürme besteigen. Der Aufstieg ist nur mit Führung möglich. Wenn die Türme für Sie zum Besuchsplan gehören, prüfen Sie vorab die aktuellen Führungsarrangements.

Die Dorfkirche St. Urban setzt einen anderen Akzent: Im Chor und Langhaus sind Teile eines spätgotischen Freskenzyklus erhalten. Zugleich dient die Kirche als Friedhofskapelle und der Kirchengemeinde als Werktagskirche. Kunsthistorisches Erbe und ihre Funktion im Gemeindeleben geben damit zwei unterschiedliche Einblicke in die Dorfkirche.

Das Museum Marchtal vermittelt Geschichte und Kultur des Ortes vom Mittelalter über die Barockzeit und die Ära der Fürsten von Thurn und Taxis im 19. und 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Inhaltlich reicht der Blick damit über den barocken Schwerpunkt hinaus und umfasst mehrere Epochen der Ortsgeschichte.

Fasnet, Naturpfad und Aktivitäten im Freien

Die Fasnet hat in Obermarchtal eine lange Tradition. Die Narrenzunft Obermarchtal zelebriert die schwäbisch-alemannische Fasnet mit historischen Masken. Das Brauchtum ergänzt die Bau- und Ortsgeschichte um einen eigenen kulturellen Schwerpunkt.

Der gut ausgeschilderte NaturErlebnisPfad ist 3,5 Kilometer lang. Informationstafeln und Erlebnisstationen vermitteln Wissenswertes über Natur, Geschichte und Sagen. Der Weg verbindet diese Themen, ohne sich auf nur einen davon zu beschränken. Prüfen Sie vor dem Besuch lokale Hinweise zum aktuellen Zugang.

Auch der Donau-Radweg gehört zu den touristischen Attraktionen Obermarchtals. Am Wehr gibt es eine Ein- und Ausstiegsmöglichkeit für Kanus. Wenn Sie dort eine Paddeltour erwägen, prüfen Sie vorher die geltenden Wasserstraßenregeln und Bedingungen.

Eine regionale Perspektive auf den Alb-Donau-Kreis

Eine weiter gefasste Perspektive bietet der Alb-Donau-Kreis. Bei Schelklingen liegt der Hohle Fels, eine UNESCO-Welterbe-Höhle und Fundort der „Venus vom Hohle Fels“ sowie der „Geierknochenflöte“. Beide Funde sind etwa 42.500 Jahre alt. Der Hohle Fels ergänzt die regionalen Kulturthemen um einen steinzeitlichen Fundort; er ist dabei ein Beispiel aus dem Alb-Donau-Kreis, nicht ein Merkmal Obermarchtals.

Auch die Wanderangebote sind auf Kreisebene beschrieben: Der Alb-Donau-Kreis ist Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Die 20 Rundwege der „Eiszeitpfade“ sind 6 bis 14 Kilometer lang und eignen sich für Tageswanderungen. Ergänzend gibt es familienfreundliche „Eiszeitspuren“ mit Längen von 1 bis 6 Kilometern sowie den Besinnungsweg für Mehrtagestouren. Diese Angaben geben einen Überblick über unterschiedliche Wanderformate im Alb-Donau-Kreis.

Weitere Reiseziele entdecken: Öllingen, Emerkingen, Blaustein, Merklingen, Breitingen, Setzingen, Blaubeuren, Erbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.

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