St. Maria Magdalena ist ein kunsthistorischer Schwerpunkt in Tiefenbronn: Der gotische Chor stammt aus der Zeit um 1350, und die Kirche besitzt fünf spätgotische Flügelaltäre. Daneben bieten Wege zu Fuß und mit dem Rad unterschiedliche Themen und Anforderungen.
Kunstgeschichte in St. Maria Magdalena
St. Maria Magdalena ist eine Schenkungskirche und wurde erstmals in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erwähnt. Der hohe Chor besitzt ein Kreuzrippengewölbe und wertvolle Glasfenster: Sie wurden 1370 in Straßburg hergestellt und 1976 von Emil Wachter ergänzt.
Zu den fünf spätgotischen Flügelaltären zählt der Hauptaltar von Hans Schüchlin aus dem Jahr 1469. Er gehört zu den bedeutendsten Flügelaltären Südwestdeutschlands. Das große Retabel ist als Marien- und Passionsaltar gestaltet und umfasst beidseitig bemalte Flügel, eine Predella und ein Gesprenge. Der Magdalenenaltar von Lucas Moser ist dem Bildthema Reue, Buße und Umkehr gewidmet.
Auch der Kirchenschatz bietet einen eigenen kunsthistorischen Akzent: Sein wichtigstes Kleinod ist eine gotische Turmmonstranz des Augsburger Künstlers Jörg Seld aus dem Jahr 1500. Wenn Sie mehr über die Kirche erfahren möchten, können Sie eine Führung nach vorheriger Absprache über das Pfarrbüro oder bei Annemarie Gindele anmelden: 07234 4211.
Radtouren mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Kapellenweg ist eine mittelschwere, ausgeschilderte Radtour für ATB- und MTB-Räder. Er führt von Tiefenbronn über Neuhausen bis Hohenwart. Einige Kapellen liegen etwas abseits der Strecke; wenn Sie diese in Ihre Tour einbeziehen möchten, berücksichtigen Sie das bei der Planung.
Die längere, ebenfalls mittelschwere Radtour Würm/Monbachtal führt durch den Hagenschieß, entlang der Würm und der Nagold sowie durch das Monbachtal. Über Neuhausen geht es zurück nach Tiefenbronn. Die Tour ist für geübte Familien mit Fahrraderfahrung geeignet. Damit unterscheidet sie sich sowohl im Verlauf als auch in der Zielgruppe vom Kapellenweg.
Im näheren Umfeld des Reiseziels liegt die Höfetour. Diese leichte, kurze Radtour ist für die ganze Familie gedacht und ermöglicht Erlebnisse bei Bauernhöfen rund um Tiefenbronn. Sie ist damit eine weitere Möglichkeit neben den mittelschweren Touren, ohne dass die Routen denselben Charakter haben.
Spazierwege und historische Einblicke
Der Wanderweg R 2000 ist ein Rundwanderweg, der einmal um den Ortsteil Tiefenbronn führt. Der relativ kurze „Weg der Sinne“ verläuft vom Sportplatz zum Friedhof in Tiefenbronn und wurde 2017 von Hede Leicht gestaltet. Texte am Wegesrand laden dazu ein, die Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen und Bäume, Sträucher und Blumen bewusst zu beachten.
Wenn Sie sich für die Ortsgeschichte interessieren, führt der historische Ortsrundgang durch den Ortsteil Tiefenbronn. Gebäudetafeln mit historischen Bildern geben Einblicke in frühere Zeiten und vermitteln Hintergrundinformationen zum Schloss der Gemmingen sowie zu weiteren Gebäuden. So setzt der Rundgang einen anderen Schwerpunkt als die Routen, bei denen Radstrecke, Kapellen oder die bewusste Wahrnehmung der Umgebung im Vordergrund stehen.
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